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EQS-Media / 05.02.2026 / 14:49 CET/CEST Hamburg, 5. Februar 2026 – Die Europäische Zentralbank hat geliefert, was der Markt erwartet hat: Der Einlagensatz bleibt unverändert bei 2,0 Prozent. Damit bestätigt die EZB abermals ihre Zinspause – Zinssenkungen sind bis auf Weiteres kein Thema. Angesichts einer stabilen Inflation von zuletzt 2,0 Prozent im Euroraum und 2,1 Prozent in Deutschland sieht die Notenbankchefin Christine Lagarde weiter keinen Handlungsdruck. Preisstabilität ist erreicht, das Zinsniveau aus Sicht der EZB „angemessen“. Doch während die Inflation ihren Schrecken verloren hat, rückt ein anderes Thema in den Fokus: der Wechselkurs. Der Euro hat gegenüber dem US-Dollar im vergangenen Jahr mit 13 Prozent so massiv aufgewertet wie seit Jahren nicht mehr. 2026 hält die Schwäche des Greenbacks an: Der Dollar markierte in der vergangenen Woche neue Vierjahrestiefs – ein Euro kostete kurzzeitig mehr als 1,20 Dollar. Charttechnisch wird es oberhalb von 1,25 Dollar zunehmend brenzlig. Wird der Euro zur Wachstumsbremse? Sollte der Dollar weiter abrutschen, könnte der starke Euro 2026 zu einem unerwarteten Problem für die EZB werden. Ein zu starker Euro bremst Exporte, drückt auf die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie und dämpft das Wachstum – gerade in einer Phase, in der die Konjunktur ohnehin fragil bleibt. In einem solchen Szenario könnte sich die geldpolitische Debatte schnell drehen. Nicht Zinserhöhungen, die von einigen Marktteilnehmern für 2026 vorsichtig antizipiert wurden, sondern tatsächlich neue Zinssenkungen könnten dann aus Wachstumssorgen wieder auf die Agenda rücken. Noch ist das kein Basisszenario, aber eines, das die EZB sehr genau im Blick behalten dürfte. Bauzinsen stabil – Immobilienpreise ziehen wieder an Für Immobilienkäufer bringt der heutige Zinsentscheid kurzfristig wenig Bewegung. Die Baufinanzierungszinsen bewegen sich weiterhin in einer Spanne von etwa 3,5 bis 4,0 Prozent. In den vergangenen Wochen gab es zwar leichte Entspannungstendenzen, von einer echten Trendwende kann jedoch keine Rede sein – eine Entwarnung sieht anders aus. Denn auf der anderen Seite des Marktes nimmt die Dynamik zu: Die Immobilienpreise dürften 2026 weiter leicht anziehen und könnten 2027 in den Metropolen sogar erneut die Hochs von 2022 erreichen. Gleichzeitig steigt die Zahl der Transaktionen spürbar an – ein klares Signal dafür, dass viele Käufer die Phase der Unsicherheit hinter sich lassen und wieder aktiv werden. Damit bestätigt sich einmal mehr die alte Erkenntnis: Wer zögert, steht auf der falschen Seite der Entwicklung. Für Immobilienkäufer gilt umso mehr: Chancen erkennen und nutzen, wenn sie sich bieten. Denn eines bliebt angesichts steigender Preise und anhaltend hoher Finanzierungskosten konstant – wer zu lange wartet, zahlt am Ende drauf. +++++ Über den Autor Über Baufi24 +++++ Pressekontakt:
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