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Digitale Rentenübersicht: Rentenansprüche online prüfen

22.10.2026

3–4 Minuten

Anlegerplus Redaktion

Ein Taschenrechner neben Dokumenten und einem Laptop.

Wie hoch wird meine Rente später ausfallen? Die digitale Rentenübersicht hilft, diese Frage zu beantworten. Über ein kostenloses Online-Portal lassen sich Ansprüche aus der gesetzlichen, betrieblichen und privaten Altersvorsorge gebündelt abrufen. So werden auch mögliche Versorgungslücken sichtbar.

💡 Key Takeaways: Digitale Rentenübersicht nutzen
  • Zentrale Übersicht: Über 700 Vorsorgeeinrichtungen (gesetzliche, betriebliche und private Träger) lassen sich kostenfrei über rentenuebersicht.de abrufen.
  • Sicherheit & Identifikation: Für den Online-Zugang werden lediglich ein Personalausweis mit aktivierter eID-Funktion sowie die Steuer-Identifikationsnummer benötigt.
  • Kaufkraftverlust einplanen: Bei 2 % Inflation schrumpft die Kaufkraft einer Rente von 2.500 Euro nach 20 Jahren auf real etwa 1.680 Euro – Steuern und Sozialabgaben kommen noch hinzu.
  • Rentenlücke aktiv schließen: Die Übersicht erfasst kein freies Vermögen (z. B. Depots) – Lücken sollten frühzeitig, etwa durch breit gestreute Aktien-ETFs, geschlossen werden.

Alle Rentenansprüche auf einen Blick

Wer wissen möchte, wie viel Geld ihm im Ruhestand voraussichtlich zur Verfügung steht, muss nicht mehr die Unterlagen verschiedener Versicherungen und Versorgungsträger zusammensuchen. Die digitale Rentenübersicht bündelt die bisher erworbenen und künftig zu erwartenden Altersvorsorgeansprüche. Abrufbar ist der kostenlose Service unter www.rentenuebersicht.de.

Mehr als 700 Vorsorgeeinrichtungen sind inzwischen an das Portal angeschlossen (Stand: September 2026). Neben der gesetzlichen Rentenversicherung gehören dazu beispielsweise Anbieter von Betriebsrenten, Riester- und Rürup-Renten sowie privaten Rentenversicherungen. Allerdings werden nicht alle Altersvorsorgeansprüche erfasst. So sind berufsständische Versorgungswerke und die Beamtenversorgung nicht zur Teilnahme verpflichtet.

Wie funktioniert die Anmeldung?

Für die Nutzung benötigen Interessierte einen Personalausweis mit aktivierter Online-Ausweisfunktion oder eine geeignete eID-Karte sowie ihre Steuer-Identifikationsnummer. Die Anmeldung erfolgt über das Online-Portal, wo sich die Nutzer elektronisch identifizieren. Da dieses Verfahren für manche eine Hürde darstellt, plant das Bundesarbeitsministerium einfachere Zugangsmöglichkeiten.

Nach der Anmeldung lassen sich die Rentenansprüche bei einzelnen Anbietern oder über eine vollständige Anbieterabfrage abrufen. Die Informationen stehen in der Regel nach einigen Tagen zur Verfügung.

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Was sagen die Zahlen aus?

Die Rentenübersicht unterscheidet zwischen bereits erworbenen Ansprüchen und den bis zum Rentenbeginn voraussichtlich erreichbaren Leistungen. Je nach Vorsorgeprodukt werden sowohl garantierte als auch prognostizierte Werte ausgewiesen.

Was später tatsächlich auf dem Konto landet, kann von den angezeigten Beträgen allerdings deutlich abweichen. So können noch Steuern und Sozialabgaben anfallen. Auch die Inflation schmälert die Kaufkraft: Eine monatliche Rente von 2.500 Euro, die erst in 20 Jahren ausgezahlt wird, wäre bei einer jährlichen Inflationsrate von 2 % nach heutigem Maßstab nur noch rund 1.680 Euro wert. Seit Herbst 2025 bietet die digitale Rentenübersicht mit dem sogenannten Renten-Labor einen Inflationsrechner an, mit dem sich solche Kaufkraftverluste veranschaulichen lassen.

Warum die Rentenübersicht allein nicht ausreicht

Ob die späteren Einkünfte für den gewünschten Lebensstandard reichen, verrät die Rentenübersicht nicht. Schließlich kennt sie weder den persönlichen Finanzbedarf im Alter noch das gesamte vorhandene Vermögen. Guthaben auf Bankkonten, Wertpapierdepots oder Immobilienbesitz werden beispielsweise nicht erfasst.

Um eine mögliche Rentenlücke abzuschätzen, sollten Anleger deshalb ihre erwarteten Alterseinkünfte mit den voraussichtlichen Ausgaben vergleichen. Dabei sind auch Steuern, Sozialabgaben und die Inflation zu berücksichtigen. Zeichnet sich eine Lücke ab, kann etwa ein langfristiger Sparplan mit breit gestreuten Aktien-ETFs helfen, zusätzliches Vermögen aufzubauen. Allerdings sind die Erträge nicht garantiert. Vor allem kurz vor dem Ruhestand können stärkere Kursverluste zum Problem werden.

Wer Unterstützung bei der Altersvorsorgeplanung benötigt, kann sich kostenlos von der Deutschen Rentenversicherung beraten lassen. Informationen dazu gibt es unter www.drv-bund.de/beratung.

Die Kapital Medien GmbH, der Verlag der Finanzzeitschriften AnlegerPlus, AnlegerPlus News und AnlegerLand, ist eine 100-%-Tochter der SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung erstellt.

Foto: © Jakub Żerdzicki auf Unsplash

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