Microsoft hat Zahlen zum abgelaufenen dritten Quartal vorgelegt. Sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn übertraf der Konzern die Erwartungen. Obwohl fast alle Geschäftsbereiche wuchsen, drehte die Microsoft-Aktie ins Minus.
- Erwartungen übertroffen: Microsoft steigert den Quartalsumsatz um 18 % auf 82,9 Mrd. Dollar und liegt damit deutlich über der Prognose von 81,4 Mrd. Dollar.
- Ertragsperle Cloud: Die Sparte „Intelligent Cloud“ wächst um 29 %; das Kernsegment Azure glänzt sogar mit einem massiven Plus von 40 %.
- Starke Gewinnentwicklung: Das Ergebnis je Aktie (EPS) klettert auf 4,27 Dollar (Vorjahr: 3,46 Dollar), was einer Gewinnsteigerung von insgesamt 23 % entspricht.
Der US-Technologiekonzern Microsoft hat im dritten Quartal seines Geschäftsjahres 2026 sowohl bei Umsatz als auch Ergebnis die Markterwartungen übertroffen. Getrieben wurde das Wachstum insbesondere durch die anhaltend hohe Nachfrage nach Cloud- und KI-Diensten.
Beim Gewinn je Aktie (EPS) erzielte das Unternehmen 4,27 Dollar und lag damit über den Analystenschätzungen von 4,06 Dollar. Im Vorjahresquartal hatte der Wert noch bei 3,46 Dollar gelegen. Das operative Ergebnis stieg um rund 20 % auf etwa 38 Mrd. Dollar.
Auch auf der Umsatzseite schnitt Microsoft besser ab als erwartet. Statt der prognostizierten 81,40 Mrd. Dollar setzte der Konzern im Berichtszeitraum rund 82,9 Mrd. Dollar um, was einem Anstieg von etwa 18 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Währungsbereinigt lag das Wachstum bei rund 15 %.
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Wachstum in fast allen Geschäftsbereichen
Treiber dieser Entwicklung bleibt vor allem das Cloudgeschäft. Die Erlöse der Sparte „Intelligent Cloud“ legten um 30 % zu, während die Plattform Azure und andere Cloud-Dienste sogar ein Wachstum von 40 % verzeichneten. Insgesamt stiegen die Einnahmen aus dem Microsoft-Cloudgeschäft um 29 % auf 54,5 Mrd. Dollar.
Auch die übrigen Geschäftsbereiche entwickelten sich überwiegend positiv: Die Sparte „Productivity and Business Processes“ wuchs um 17 %, während der Bereich „More Personal Computing“ leicht rückläufig war.
Unter dem Strich erzielte Microsoft einen Nettogewinn von rund 31,8 Mrd. Dollar, ein Plus von 23 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Microsoft-Aktie weiterhin unter Druck
Trotz der insgesamt starken Zahlen reagierte die Börse zurückhaltend. Die Aktie, die bereits im Vorfeld unter Druck gestanden hatte, gab im nachbörslichen Handel an der zeitweise um rund 2,38 % auf 414,34 Dollar nach.
Damit zeigt sich ein mittlerweile bekanntes Muster: Selbst über den Erwartungen liegende Ergebnisse reichen in einem anspruchsvollen Marktumfeld nicht zwangsläufig aus, um die Anleger zu überzeugen. Zu hoch sind die Erwartungen an die Konzerne, die zu den Hoffnungsträgern im Bereich künstlicher Intelligenz gehören.
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