Trotz eines aktuell volatilen Marktumfelds und kurzfristiger Kursverluste bleibt die Zuversicht der Analysten für den Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall ungebrochen. Während die Rheinmetall-Aktie zuletzt an Boden verlor, setzt das Unternehmen mit dem Start der Serienproduktion von Drohnenbooten in Hamburg operative Meilensteine.
- Massives Kurspotenzial: Analysten wie Jefferies rufen Kursziele von bis zu 2.220 Euro aus, was einem Aufwärtspotenzial von rund 50 % entspricht.
- Produktions-Offensive: In Hamburg startet die Serienfertigung von jährlich 200 „K3 Scout“ Drohnenbooten, mit einer Kapazitätserweiterung auf bis zu 1.000 Einheiten.
- Starke Kaufempfehlungen: Bernstein Research (Ziel 2.050 Euro) und Berenberg (Ziel 2.100 Euro) bestätigen ihre optimistischen Einstufungen trotz aktueller Marktvolatilität.
Gleich drei Investmenthäuser bekräftigten zu Wochenbeginn ihre optimistischen Einschätzungen für die Rheinmetall-Aktie. Das US-Analysehaus Bernstein Research beließ die Einstufung auf „Outperform“ mit einem Kursziel von 2.050 Euro. Analyst Adrien Rabier argumentiert, dass auf dem aktuellen Niveau bereits der „schlechtestmögliche Geschäftsverlauf“ eingepreist sei. Trotz einer erwarteten durchwachsenen Berichtssaison in der europäischen Rüstungsbranche bleibe die strukturelle Outperformance des Sektors intakt.
Noch optimistischer äußert sich Jefferies: Das Institut hob das Kursziel für Rheinmetall von 2.020 auf 2.220 Euro an. Damit sehen die Experten ein Potenzial von rund 50 % gegenüber dem aktuellen Kurs. Besonders Landverteidigungstitel gelten nach den jüngsten Rücksetzern als attraktiv bewertet. Die Privatbank Berenberg schließt sich mit einem Kursziel von 2.100 Euro und einer Kaufempfehlung an.
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Serienfertigung von Drohnenbooten in Hamburg gestartet
Fernab der Börsenkurse treibt Rheinmetall seine Diversifikation voran. Im Hamburger Hafen hat der Konzern auf der Werft Blohm+Voss mit der Serienproduktion unbemannter Überwasserfahrzeuge begonnen. Das Projekt wird über das Gemeinschaftsunternehmen Rheinmetall Kraken GmbH zusammen mit der britischen Kraken Technology Group realisiert.
Das Modell „K3 Scout“ kann sowohl militärisch als auch zivil eingesetzt werden und soll künftig vollautonom agieren. Zunächst ist eine Produktion von 200 Einheiten pro Jahr geplant, die bei Bedarf auf bis zu 1.000 Einheiten gesteigert werden kann. Laut Tim Wagner, Leiter der Division Naval Systems, liegen bereits erste Aufträge von NATO-Staaten vor. Die Bedeutung solcher Systeme hat zuletzt der Ukraine-Krieg verdeutlicht, in dem Drohnenboote eine zentrale Rolle bei der Abwehr spielen.
Rheinmetall-Aktie: operative Stärke und nervöse Märkte
Derzeit kämpft die Rheinmetall-Aktie mit Gewinnmitnahmen und einem schwierigen Marktumfeld. Am Dienstag rutschte sie 3,04 % ins Minus. Seit Jahresbeginn hat sie rund 8 % an Wert verloren. Dennoch weisen die operativen Fortschritte – insbesondere im Bereich maritimer Drohnentechnologie – und die vollen Auftragsbücher auf eine Fortsetzung des langfristigen Wachstumstrends hin. Für die Analysten bleibt die Aktie daher trotz (oder gerade wegen) des jüngsten Kursrutsches ein klarer Kaufkandidat.
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