Verbio SE: Verbio SE: RED III-Beschluss: starke Marktanreize für kosteneffiziente Erreichung der Klimaziele und sichere Energieversorgung

EQS-Media / 24.04.2026 / 12:29 CET/CEST

RED III-Beschluss: starke Marktanreize für kosteneffiziente Erreichung der Klimaziele und sichere Energieversorgung 

  • Der Deutsche Bundestag hat die Umsetzung der überarbeiteten
    Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED III) beschlossen
  • Die Umsetzung der RED III schafft einen klareren, belastbaren regulatorischen
    Rahmen für einen fairen Biokraftstoffmarkt
  • Bioenergie verbindet Klimaschutz mit verlässlicher Energieversorgung

Leipzig, 24. April 2026 – Der Deutsche Bundestag hat die Umsetzung der überarbeiteten Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED III) beschlossen. Mit dem Beschluss ebnet die Bundesregierung den Weg für faire Marktbedingungen und stärkt das Potenzial von Bioenergie für Versorgungssicherheit und Klimaschutz im Verkehrsbereich. Gleichzeitig korrigiert sie die systematischen Fehlanreize, die in den letzten Jahren massive Marktverzerrungen im Biokraftstoffmarkt und einen Vertrauensverlust in das THG-Quoten-System verursacht haben.

Ambitionierte Anhebung der THG-Quote bis 2040

Mit dem Beschluss wird die Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) von aktuell 12 Prozent auf 17,5 Prozent im Jahr 2027 angehoben. Diese Steigerung wird bis zum Jahr 2040 auf 65 Prozent fortgeschrieben. Darüber hinaus wird die Doppelanrechnung fortschrittlicher Biokraftstoffe abgeschafft. Die Kappungsgrenze für die Verwendung von Anbaubiomasse für die Biokraftstoffproduktion wird bis 2032 auf 5,8 Prozent erweitert. Gleichzeitig werden ab 2027 verbindliche Vor-Ort-Kontrollen zur Betrugsprävention eingeführt.

„Der Bundestag hat die bereits im Gesetzesentwurf vorgeschlagene ehrgeizige und langfristige Entwicklung der THG-Quote sogar um weitere 1,5 Prozentpunkte über die gesamte Laufzeit erhöht. Das hat uns positiv überrascht“, kommentiert Verbio-Vorstandsvorsitzender Claus Sauter den Beschluss.

In Kombination mit dem Wegfall der Doppelanrechnung für fortschrittliche Biokraftstoffe und der Erweiterung der Kappungsgrenze für den Einsatz von Anbaubiomasse ist das ein starkes Signal für die Biokraftstoffbranche und die Marktchancen konventioneller und fortschrittlicher Biokraftstoffe.

Die ambitionierte Ausgestaltung der THG-Quote legt nicht nur die Basis für eine nachhaltige Reduktion der CO2-Emmissionen im Verkehr. Sie schafft auch einen zusätzlichen Bedarf an grünen Molekülen aus nachhaltig erzeugter regionaler Biomasse und verringert so die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen aus fragilen internationalen Lieferketten.

Solide Basis für eine nachhaltige und krisenresistente Energieversorgung

Mit den Maßnahmen hat die Politik gezielt auf bisherige Fehlentwicklungen im Markt reagiert. In den vergangenen Jahren war der Markt für erneuerbare Kraftstoffe von Unsicherheiten und strukturellen Fehlanreizen geprägt. Der Betrug bei der Anrechnung von Treibhausgasminderungen verschlechterte seit 2023 die Rahmenbedingungen für Biokraftstoffe erheblich. Die RED III adressiert diese Verzerrungen nun wirksam: Der Wegfall der Doppelanrechnung und verbindliche Vor-Ort-Kontrollen rücken tatsächliche Emissionsminderungen wieder in den Mittelpunkt und sorgen für fairere Marktbedingungen.

Mit der Rückkehr zu stabilen Marktbedingungen kann sich die strukturelle Nachfrage nach erneuerbaren Energieträgern entfalten und die Bioenergie-Branche kann mit zukunftsfähigen Investitionen ihre zentrale Rolle für Preisstabilität und Resilienz in der einheimischen Energieversorgung wieder voll ausfüllen.

„In der Energiekrise ist die Biokraftstoffbranche das Notstromaggregat. Wir stellen zuverlässig preisgünstige und klimafreundliche Energie für Verkehr und Industrie bereit. Mit der neuen RED III werden wir integraler Bestandteil eines vorausschauenden Energiekonzepts. Wir erhalten künftig nicht mehr nur eine Klimaschutz-Prämie für unsere Produkte, sondern auch eine Resilienz-Prämie“, erläutert Verbio-Chef Claus Sauter die Bedeutung der Beschlussfassung für Industrie und Verbraucher.

Er fügt hinzu: „Biokraftstoffe sind nicht nur gelebter Klimaschutz. Sie sind auch eine wichtige Unterstützung für die Landwirtschaft und für eine sichere Energieversorgung. Unsere Rohstoffe müssen nicht durch die Straße von Hormus. Sie wachsen direkt auf dem Feld nebenan in Sachsen-Anhalt, Sachsen oder Brandenburg.“

Regulatorische Impulse eröffnen zusätzliches Potenzial

Über die RED III hinaus eröffnen weitere regulatorische Impulse auf nationaler und europäischer Ebene zusätzliches Potenzial für die konsequente Stärkung regional erzeugter Biokraftstoffe und grüner Moleküle für vielfältige Anwendungen.

In Deutschland ist die Beimischung von Bioethanol zu Benzin derzeit auf maximal zehn Prozent begrenzt. Die Biokraftstoffbranche setzt sich schon seit Längerem für eine Anhebung auf 20 Prozent ein, um zusätzliche CO₂-Einsparpotenziale zu erschließen und Kraftstoffpreise unabhängig von geopolitischen Preisschwankungen fossiler Energieträger zu stabilisieren.

Auch EU-Agrarkommissar Christophe Hansen spricht sich angesichts hoher Kraftstoffkosten und der noch ungenutzten Potenziale regional erzeugter Biomasse unter anderem für höhere Beimischungsquoten erneuerbarer Anteile bei Kraftstoffen aus. Weltweit leiden die Landwirte an schlechten Preisen für ihre Produkte. Er weist deshalb darauf hin, dass höhere Beimischungsquoten auch die Wirtschaftlichkeit landwirtschaftlicher Erzeuger positiv beeinflussen und damit stabilisierend auf Nahrungsmittelpreise wirken können.

Zeitgleich setzt sich die Bundesregierung dafür ein, fortschrittliche Biokraftstoffe bei der Berechnung der europäischen Flottengrenzwerte zu berücksichtigen und damit neben den direkten Emissionen des Fahrzeugbetriebs auch die Treibhausgasbilanz von Kraftstoffen entlang ihrer gesamten Wertschöpfungskette einzubeziehen.

Multitalent Biomethan bleibt im Fokus

Zu diesen fortschrittlichen Biokrafstoffen gehört zum Beispiel Biomethan aus Reststoffen. Im Verkehrsbereich treibt es als BioCNG und BioLNG insbesondere LKW-Flotten günstig und klimafreundlich an. Es kann aber auch im Wärmesektor oder bei der stofflichen Verwertung in Industrieprozessen sein Potenzial als Ersatz für fossiles Erdgas entfalten.

In diesem Zusammenhang sind die derzeit laufenden regulatorischen Verfahren zur Ausgestaltung des EnWG (Energiewirtschaftsgesetz) und die Einführung einer Grüngasquote im deuschen Gasmarkt von zentraler Bedeutung.

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