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123fahrschule SE / Schlagwort(e): Umsatzentwicklung 123fahrschule SE stellt mögliche Auswirkungen der geplanten Fahrschulreform auf die Geschäftsentwicklung vor 16.06.2026 / 10:30 CET/CEST Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. 123fahrschule SE stellt mögliche Auswirkungen der geplanten Fahrschulreform auf die Geschäftsentwicklung vor Köln, 16.06.2026
Legislativer Rahmen abgesteckt: Gesetz und Verordnung auf dem Weg Das Bundeskabinett hat am 10. Juni 2026 einen weiteren entscheidenden Schritt zur Modernisierung der Fahrschulausbildung vollzogen. Mit dem entsprechenden Kabinettsbeschluss ist nun der gesamte legislative Rahmen der Fahrschulreform auf den Weg gebracht worden. Gesetz und Verordnung befinden sich gemeinsam im parlamentarischen Verfahren, wie die Bundesregierung auf ihrer offiziellen Webseite bestätigt hat. Das Inkrafttreten der Kernreform zum 1. Januar 2027 ist somit nach Einschätzung des Vorstands auf Kurs. Das Geschäftsmodell, das die 123fahrschule SE (ISIN: DE000A2P4HL9, Ticker: 123F, Primärmarkt: Düsseldorf) seit 2016 aufgebaut hat, wird mit dem wichtigen Schritt zum Abschluss eines jahrelangen regulatorischen Prozesses zum Quasi-Standard. Die Reform löst die bisherige Präsenzpflicht für den Theorieunterricht auf, erkennt Fahrsimulatoren für Pflichtinhalte wie die Schaltkompetenz gesetzlich an und ermöglicht die vollständige Digitalisierung der Ausbildung. 123fahrschule, FahrerWerk GmbH und Foerst GmbH wurden gezielt für dieses Szenario positioniert.
Boris Polenske, Gründer und Vorstand der 123fahrschule SE: „Gesetz und Verordnung sind gemeinsam auf den Weg gebracht worden. Der legislative Rahmen ist abgesteckt. Für uns beginnt jetzt die Phase, in der wir die Infrastruktur, die wir über Jahre aufgebaut haben, konsequent in Wachstum übersetzen können.“
Aktuelle Ertragslage: Stabiles Fundament für die Wachstumsphase Der Vorstand der 123fahrschule SE konkretisiert die Umsatzerwartung für das Geschäftsjahr 2026 auf eine Bandbreite von 26 bis 29 Mio. EUR. Die EBITDA-Zielspanne von 1,5 bis 2,5 Mio. EUR wird unverändert bestätigt. Die Grundlage bilden die bereinigte Kostenstruktur, operative Effizienzgewinne sowie die bereits eingeleitete Transformation auf ein Lean-Modell. Das Bestandsgeschäft trägt sich und bildet eine stabile Ausgangsbasis für die Wachstumsphase ab 2027. Das Jahr 2027 wird dabei bewusst als Investitionsjahr geplant: Die Expansion in neue Städte, der Aufbau des Plattform- und Freelancer-Netzwerks sowie die Vorbereitung der digitalen Erlössäulen erfordern Vorleistungen, die sich ab 2028 in deutlich höheren Margen niederschlagen sollen.
Bis 2029 deutlicher Wachstumssprung mit klar definierten Treibern möglich Mit dem fixierten legislativen Rahmen gibt der Vorstand erstmals einen Fahrplan für die Wachstumsphase 2027 bis 2029 auf Basis interner Berechnungen und Schätzungen bekannt. Der Fahrschulmarkt in Deutschland hat ein Volumen von rund 3 Mrd. EUR jährlich. Über 90 Prozent der rund 9.700 Fahrschulen sind Einzelbetriebe ohne eigene Digitalstrategie. Die gesetzliche Öffnung schafft die Voraussetzung dafür, dass skalierbare digitale Anbieter diesen Markt erstmals systematisch konsolidieren können. 123fahrschule hält heute bereits einen Marktanteil von ca. 1,5 Prozent, welcher auf rund 10 Prozent im Jahr 2029 gesteigert werden soll. 123fahrschule ist der einzige Anbieter in Deutschland, der laufenden Betrieb, eigene Plattform, Simulatorproduktion über die Foerst GmbH und Fahrlehrerausbildung über die FahrerWerk GmbH unter einem Dach vereint. Ausgangspunkt ist die heutige operative Präsenz in 12 der 30 größten deutschen Städte. Der beabsichtigte Ausbau auf alle 30 Metropolregionen bis spätestens 2029 bildet den zentralen Wachstumshebel. Bereits für das Gesamtjahr 2027 schätzt der Vorstand ein Umsatzwachstum von über 25 Prozent auf rund 35 Mio. EUR. Die Annahmen des Unternehmens führten für das Jahr 2029 zu einem Umsatz von bis zu 90 Mio. EUR. Gleichzeitig wird bis 2029 ein EBITDA-Margenanstieg auf rund 26 Prozent angenommen, was somit zu einem EBITDA von rund 23 Mio. EUR führen würde. Der Grund für diese Annahme ist das erwartete Zusammenwirken der drei sich strukturell ergänzenden Erlösströme: dem Eigenbetrieb mit angestellten Fahrlehrern in den 30 Großstädten, der digitalen Theorieausbildung mit Grenzkosten nahe null sowie dem provisionsbasierten Plattformmodell über ein Kooperations- und Freelancer-Netzwerk mit bundesweit über 650 Standorten. Letzteres umfasst neben kooperierenden Fahrschulen in Mittelstädten auch selbständige Fahrlehrer, die über die Plattform von 123fahrschule agieren und für das Unternehmen eine skalierbare, fixkostenfreie Erlöskomponente darstellen. In der Summe ergibt sich für 2029 ein Netzwerk von mehr als 650 Standorten mit rund 1.200 Fahrlehrern und einem angestrebten Marktanteil von rund 10 %. Darüber hinaus profitiert die Foerst GmbH als einer der wenigen Simulatorhersteller in Europa unmittelbar von der gesetzlichen Anerkennung von Fahrsimulatoren für Pflichtinhalte. Boris Polenske ergänzt: „Wir sind heute in 12 Städten aktiv und planen die Expansion auf die 30 wichtigsten Städte in Deutschland. Wenn man nun hochrechnet, was 18 weitere Städte mit digitalem Theoriegeschäft, Simulatoren und Plattformerlösen bedeuten, dann wird klar, warum wir für die Jahre ab 2027 sehr zuversichtlich sind. Jede neue Stadt ist nicht nur ein weiterer Standort, sondern ein weiterer Knotenpunkt in einem Netzwerk, welches mit jeder Erweiterung stärker und skalierbarer wird.“
Neue Wertschöpfungsstufe: 123preisvergleich.de und Mobilitätsdienstleistungen Die Transformation der Fahrschulausbildung eröffnet der 123fahrschule SE eine neue Wertschöpfungsstufe jenseits der Ausbildung selbst. Über die geplante Plattform 123preisvergleich.de plant das Unternehmen einen bundesweiten Rollout von Mobilitätsdienstleistungen, die nach bestandener Führerscheinprüfung greifen. Dazu zählen Kfz-Versicherungen, Fahrzeugfinanzierungen und weitere mobilitätsorientierte Angebote, die über den bestehenden Kundenstamm provisionsbezogen vermittelt werden. Internationale Vorbilder belegen das Potenzial dieses Modells: In Frankreich erwirtschaftet das führende digitale Fahrschulunternehmen bereits rund 50 Prozent seines Umsatzes mit solchen Anschlussprodukten. Der Vorstand sieht in diesem Bereich einen eigenständigen, margenstarken Wachstumspfad, der das Kerngeschäft strukturell ergänzt. Die daraus resultierenden Umsatz- und Ergebnispotenziale sind in den oben genannten Schätzungen für 2027 bis 2029 ausdrücklich noch nicht enthalten und stellen damit einen eigenständigen, zusätzlichen Werttreiber dar.
Lean-Modell bereits in Umsetzung Die operative Transformation ist bereits in vollem Gange. Rund die Hälfte der Mietverträge wurde bereits gekündigt, der Präsenztheorieunterricht wird vollständig auf E-Learning umgestellt und die Fahrzeugflotte wird konsolidiert. Parallel dazu schafft die Digitalisierung administrativer Abläufe erhebliche Effizienzgewinne und ermöglicht eine fokussiertere Nutzung personeller Kapazitäten entlang der kunden- und wachstumsrelevanten Prozesse. Boris Polenske erläutert: „Wir sprechen nicht über Transformation, wir liefern sie. Die Reduzierung unserer Standorte, die vollständige Digitalisierung des Theorieunterrichts und die Optimierung unserer Fahrzeugflotte sind bereits Realität. Damit schaffen wir die Grundlage für eine deutlich skalierbarere und profitablere Unternehmensstruktur. Ab Januar 2027 beginnt die nächste Phase: Dann wollen wir die operative Hebelwirkung unserer Plattform konsequent nutzen und das Wachstum auf ein neues Niveau heben.“
Über die 123fahrschule SE Die 123fahrschule SE (ISIN: DE000A2P4HL9, Ticker: 123F, Primärmarkt: Düsseldorf) ist ein KI-getriebenes Ausbildungs- und Technologieunternehmen im deutschen Führerscheinausbildungsmarkt. Das 2016 gegründete Unternehmen entwickelt und betreibt eine integrierte Plattform für die Führerscheinklasse B, bestehend aus KI-gestützter Lernsteuerung, digitalen Theorieformaten und eigenen Fahrsimulatoren. Mit bundesweit über 60 Standorten ist 123fahrschule bereits heute die größte Fahrschulkette im B-Segment und verfolgt eine skalierbare Wachstumsstrategie inklusive einer geplanten Franchise-Expansion. Zum Unternehmensverbund gehören neben der 123fahrschule SE die FahrerWerk GmbH (Fahrlehrerausbildung an drei Standorten) sowie die Foerst GmbH (Entwicklung und Vertrieb von Fahrsimulatoren für PKW und LKW). Alle drei Einheiten profitieren unmittelbar von der Fahrschulreform zum 1. Januar 2027. Technologisch verfügt das Unternehmen durch proprietäre Software- und KI-Systeme, eigenentwickelte Fahrsimulatoren sowie einen kontinuierlich wachsenden Datenbestand aus Theorie-, Simulator- und Praxisausbildung über einen in der Branche bislang einzigartigen Vorsprung. Für Investoren markiert 2026 einen zentralen Entwicklungsschritt: Die 123fahrschule entwickelt sich von einem technologiegestützten Ausbildungsanbieter hin zu einer skalierbaren Ausbildungs- und Plattformgesellschaft mit klarer Governance, der Perspektive wiederkehrender Erlösstrukturen und dem Anspruch, die technologische Transformation der Führerscheinausbildung langfristig maßgeblich mitzugestalten.
Ihr Ansprechpartner: Boris Polenske Kontakt: ir@123fahrschule.de Mehr Infos: https://123fahrschule.de/investor-relations Oder: https://fahrschulreform2027.de/
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