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Emittent / Herausgeber: ANSCHÜTZ + Company / Schlagwort(e): Monatszahlen/Sonstiges Auswertung von Clever Tanken zeigt: Super E10 im Februar so teuer wie seit 19 Monaten nicht 02.03.2026 / 11:16 CET/CEST Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. PRESSEMITTEILUNG www.clever-tanken.de
Für Interviewwünsche oder detaillierte regionale Daten zur Benzinpreisentwicklung in den 20 größten deutschen Städten kontaktieren Sie bitte die PR-Agentur. Auswertung von Clever Tanken zeigt:
Nürnberg, 2. März 2026. Die Kraftstoffpreise in Deutschland sind laut einer Auswertung des Verbraucherinformationsdienstes Clever Tanken im Februar erneut gestiegen. Hintergrund waren vor allem höhere Rohölnotierungen. Denn insbesondere die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten sorgten für Unsicherheiten an den Ölmärkten. Für Autofahrerinnen und Autofahrer bedeutete das höhere Durchschnittspreise für Benzin und Diesel. Nach der Eskalation des Iran-Konflikts am Wochenende erwartet Clever Tanken für März noch deutlich höhere Preise. Die Auswertung von Clever Tanken für den Monat Februar zeigt einen wiederholten Anstieg der Kraftstoffpreise. Super E10 kostete im bundesweiten Durchschnitt 1,7523 Euro pro Liter und war damit rund 2 Cent teurer als im Vormonat (1,7310 Euro). Ein höherer Durchschnittspreis wurde zuletzt im Juli 2024 mit etwa 1,7590 Euro je Liter erreicht. Auch Diesel verteuerte sich im Februar. Der bundesweite Durchschnittspreis stieg auf 1,7177 Euro je Liter – rund 3 Cent mehr als im Januar (1,6878 Euro). So teuer war Diesel zuletzt im April 2024 mit einem Durchschnittspreis von 1,7318 Euro je Liter. Steffen Bock, Geschäftsführer von Clever Tanken: „Der erneute Anstieg der Kraftstoffpreise im Februar verwundert nicht, da sie doch maßgeblich von den Rohölpreisen beeinflusst werden. Und diese sind Ende Februar so hoch gewesen wie seit Juni vergangenen Jahres nicht mehr.“
Preisspanne verringert sich erneut: Diesel im Februar nur noch rund 3,5 Cent günstiger als Benzin
Im Februar war Diesel im bundesweiten Durchschnitt nur noch rund 3,46 Cent je Liter günstiger als Super E10. Damit ist der Preisabstand zwischen den beiden Kraftstoffsorten wie bereits im Januar um etwa 1 Cent geschrumpft – zulasten von Diesel. Steffen Bock führt dies vor allem auf die saisonal hohe Nachfrage nach Heizöl zurück. Diese sorgt dafür, dass Diesel trotz eines steuerlichen Vorteils von rund 20 Cent je Liter derzeit kaum günstiger ist als Benzin. Da Diesel und Heizöl nahezu identische Produkte sind, wirkt sich eine erhöhte Heizölnachfrage in den Wintermonaten regelmäßig auch preistreibend auf den Dieselmarkt aus. Die günstigsten und teuersten Tanktage im Februar Im vergangenen Monat waren beide Kraftstoffsorten am Donnerstag, dem 5. Februar, im Bundesdurchschnitt am günstigsten. An diesem Tag kostete der Liter Super E10 rund 1,7270 Euro und der Liter Diesel rund 1,6950 Euro. Ebenso viel kostete Diesel im vergangenen Monat zudem am Mittwoch, dem 18. Februar. Am teuersten waren beide Kraftstoffsorten hingegen am Samstag, dem 28. Februar. Autofahrerinnen und Autofahrer zahlten an diesem Tag 1,7810 Euro für den Liter Super E10 und rund 1,7480 Euro für den Liter Diesel.
Städteranking im Februar: Essen wird günstigste Super-E10-Tankstadt, Frankfurt am Main zum vierten Mal Schlusslicht
Im monatlichen Preisranking von Clever Tanken belegte Essen im Februar den ersten Platz in der Kategorie der günstigsten Super-E10-Tankstädte unter den 20 größten deutschen Städten. Im Monatsdurchschnitt kostete der Liter dort 1,7275 Euro. Die Plätze zwei und drei belegten Bochum (1,7283 Euro) und Bonn (1,7299 Euro). Die teuerste Super-E10-Tankstadt war im vergangenen Monat zum vierten Mal in Folge Frankfurt am Main (1,7781 Euro). Auf den Plätzen zwei und drei folgten wiederholt Dresden (1,7747 Euro) und Hannover (1,7610 Euro). Damit reihte sich Hannover zum zehnten Mal nacheinander in die Top drei dieser Kategorie ein. Vier Tankfüllungen à 60 Liter Super E10 kosteten im teuren Frankfurt am Main im Durchschnitt rund 426,74 Euro und damit etwa 12,14 Euro mehr als in der günstigsten Stadt Essen. Die drei günstigsten Diesel-Tankstädte waren im Februar Bochum (1,6908 Euro), Essen (1,6951 Euro) und, wie bereits im Januar, Bonn (1,6961 Euro). Damit behauptete sich Bonn den zehnten Monat in Folge unter den Top drei in dieser Kategorie. In der Sparte der teuersten Diesel-Tankstädte gab es im Februar an der Spitzenposition zum zweiten Mal in Folge keine Veränderung. Leipzig (1,7675 Euro) belegte erneut Platz eins. Damit zählt die Sachsenmetropole seit 15 Monaten ohne Unterbrechung zu den drei teuersten Dieselstandorten unter den 20 größten Städten Deutschlands, davon stand sie zwölfmal an der Spitze. Auf Platz zwei folgte im Februar erneut Dresden (1,7396 Euro). Berlin (1,7309 Euro) belegte Platz drei.
Gründe für die Entwicklung der Kraftstoffpreise Für die Erhöhung der Kraftstoffpreise zeichneten im Februar vor allem die gestiegenen Rohölpreise verantwortlich. Seit Mitte Dezember 2025 hat sich die hierzulande wichtige Nordseesorte Brent von rund 59 US-Dollar je Barrel (159 Liter) auf knapp 73,15 US-Dollar Ende Februar verteuert. Höher lagen die Preise zuletzt im Juni 2025. Hintergrund für die Preisaufschläge war eine deutlich gestiegene geopolitische Risikobewertung. Maßgeblich prägte dabei der Konflikt zwischen den USA und dem Iran das Marktgeschehen: Wechselhafte Atomverhandlungen, militärische Drohungen aus Washington sowie Gegenwarnungen aus Teheran ließen Investoren eine Eskalation im ölreichen Nahen Osten einpreisen. Zusätzliche Unsicherheit brachte die ausbleibende Annäherung im Ukraine-Krieg. Russland zählt zu den weltweit bedeutenden Ölförderländern, weshalb jede politische oder militärische Zuspitzung unmittelbare Auswirkungen auf die Angebotserwartungen am Weltmarkt hat. Parallel dazu stützten temporäre Produktionsrückgänge in einzelnen Förderländern die Notierungen: Kasachstan exportierte aufgrund technischer Probleme im Tengiz-Ölfeld deutlich weniger Öl als geplant und auch aus dem Iran sowie aus Venezuela wurden rückläufige Fördermengen gemeldet. Robuste US-Konjunkturdaten stärkten zudem die Nachfrageerwartungen. Zwar dämpften zwischenzeitliche Hoffnungen auf diplomatische Lösungen im Iran-Konflikt sowie Spekulationen über eine moderate Förderausweitung der Opec+ die Preise phasenweise, insgesamt überwogen im Februar jedoch die preistreibenden Faktoren. Ausblick: Kräftig steigende Preise nach Eskalation im Nahen Osten erwartet
Steffen Bock zufolge dürfte der Öl- und damit auch der Kraftstoffmarkt in den kommenden Wochen noch deutlich volatiler werden als im Februar – mit einer hohen Tendenz zu steigenden Preisen. Hintergrund sind die jüngsten militärischen Eskalationen im Nahen Osten: Nach Luftangriffen der USA und Israels auf iranische Städte und iranischen Vergeltungsschlägen gegen US-Stützpunkte in der Golfregion sowie gegen das israelische Militärhauptquartier und Einrichtungen der Rüstungsindustrie in Tel Aviv sind auch wichtige Ölhäfen und Infrastruktureinrichtungen ins Visier geraten. Besonders brisant ist die Sperrung der Straße von Hormus. Denn über sie werden mehr als 20 Prozent des weltweit gehandelten Öls transportiert. Mehrere große Tanker-Eigner haben ihre Lieferungen ausgesetzt, Reedereien leiten Schiffe über deutlich längere Routen um. Marktteilnehmer gehen davon aus, dass eine anhaltende Unterbrechung der Passage den Ölmarkt empfindlich treffen würde. In diesem Umfeld dürften die Risikoprämien weiter spürbar steigen. Bereits direkt nach Beginn der Angriffe stiegen die Notierungen für Brent-Rohöl im außerbörslichen Handel am Wochenende um rund zehn Prozent auf etwa 80 US-Dollar je Barrel. In der Nacht zum heutigen Montag legten die Preise sowohl für Brent als auch US-Rohöl in den ersten Handelsminuten noch einmal kräftig zu. Der Brent-Preis kletterte dabei bis auf rund 82,37 US-Dollar. Kurzfristig rückt die Förderpolitik der Opec+ daher in den Hintergrund. Zwar hat das von Saudi-Arabien und Russland geführte Kartell am gestrigen Sonntag eine moderate Erhöhung der Fördermenge um 206.000 Barrel pro Tag ab April beschlossen, doch das entspricht weniger als 0,2 Prozent der weltweiten Nachfrage und dürfte eine mögliche Angebotslücke durch Transportausfälle kaum kompensieren. Den Krieg im Nahen und Mittleren Osten erwähnte die Gruppe nicht. Stattdessen begründete sie ihren Schritt mit einem stabilen globalwirtschaftlichen Ausblick und niedrigen Lagerbeständen. Zuvor hatte das Kartell seine Produktion im vergangenen Jahr schrittweise ausgeweitet und die Erhöhungen anschließend für drei Monate ausgesetzt. Insgesamt bleibt die Situation fragil: Solange die Versorgungssicherheit auf den zentralen Seewegen nicht wiederhergestellt ist, dominiert das geopolitische Risiko die Preisbildung. Erst danach dürften die klassischen Angebots- und Nachfragedynamiken wieder stärker ins Gewicht fallen. Spar-Tipps Angesichts der angespannten Lage im Nahen Osten empfiehlt Steffen Bock, nicht zu lange mit dem Tanken zu warten. Sollte der Ölpreis weiter anziehen, dürften die Preise an den Zapfsäulen zeitnah folgen. „Doch unabhängig davon, wie sich die Öl- und damit die Kraftstoffpreise in den kommenden Wochen entwickeln, können Autofahrerinnen und Autofahrer sparen, wenn sie die Preise entlang ihrer geplanten Route vergleichen“, sagt Steffen Bock. Am einfachsten geht das per App, Navigationssystem oder online. Zudem rät der Experte dazu, Autobahntankstellen möglichst zu meiden. Denn aufgrund ihrer Lage sind sie in der Regel deutlich teurer als innerstädtische Anbieter. Darüber hinaus lohnt es sich, abends zu tanken. Zwischen 18 und 20 Uhr liegen die Preise meist am niedrigsten. Es gibt aber auch vereinzelt günstige Zeitfenster am späten Vormittag oder am Nachmittag. Allerdings können sich die Preise je nach Region sehr kurzfristig ändern.
Über Clever Tanken Als weltweit erstes Unternehmen informierte die infoRoad GmbH mit ihrem Internetportal www.clever-tanken.de bereits im Jahr 1999 Autofahrer und Autofahrerinnen in Deutschland über die günstigsten Kraftstoffpreise der jeweiligen Umgebung. Seit 2013 ist Clever Tanken einer der ersten zugelassenen Verbraucherinformationsdienste bei der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe (MTS-K). Unterstützt von Recherchen des eigenen Teams werden damit täglich die Preise nahezu aller Tankstellen in Deutschland aktualisiert. Als besonderes Angebot erhalten die Nutzer der App von Clever Tanken außerdem eine exklusive HEM-Tiefpreisgarantie. Diese sichert ihnen den günstigsten Spritpreis aller Tankstellen im Umkreis von fünf Kilometern, der an der nächsten in diesem Radius liegenden HEM-Tankstelle eingelöst werden kann. Der App-Bereich Clever Laden ergänzt das Angebot seit 2018 um Services rund ums elektrische Laden. Nach einem Update im Juli 2025 lassen sich hier erstmals in Deutschland auch die Preise für spontane Ad-hoc-Ladevorgänge abrufen und melden. So schafft Clever Tanken mehr Transparenz an öffentlichen Ladesäulen und baut sein Informationsangebot in Richtung Elektromobilität konsequent aus. In Deutschland ist Clever Tanken Marktführer unter den Verbraucherinformationsdiensten zum Thema Spritpreise. Die gleichnamige Webseite wird monatlich circa fünf Millionen Mal aufgerufen, die Apps circa 20 Millionen Mal. (Stand: Juni 2025; Quellen: IVW – https://ausweisung.ivw-online.de/, AGOF Daily facts, Google Analytics). Nicht nur Verbraucher greifen auf die Services von Clever Tanken zurück. Auch Anbieter wie HERE und Garmin verwenden die Datenbank, um ihre Nutzer über die aktuellen Spritpreise zu informieren. Print- und Rundfunkmedien nutzen den Dienst, um ihren Rezipienten die günstigsten Tankstellen in der Umgebung zu melden.
Städteranking der Spritkosten für Februar 2026. © infoRoad GmbH / Clever Tanken
Städteranking mit Durchschnittskosten für Diesel und Super E10 im Februar 2026. © infoRoad GmbH / Clever Tanken
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