Immer mehr Menschen nutzen die Säule 3a
Die für die Studie ausgewerteten Steuerdaten zeigen: Immer mehr Personen mit Wohnsitz im Kanton Basel-Stadt nutzen die Säule 3a zur privaten Altersvorsorge. Während 2007 knapp ein Drittel (32 %) entsprechende Abzüge geltend machten, waren es 2022 bereits fast die Hälfte (46 %). Besonders stark hat die Nutzung bei den unter 35-Jährigen zugenommen. 2007 haben 17 % der 25- bis 29-Jährigen und 29 % der 30- bis 34-Jährigen in die Säule 3a eingezahlt, 15 Jahre später sind es nahezu doppelt so viele (36 % bzw. 50 %). Dies deutet darauf hin, dass die Sensibilisierung für die private Vorsorge immer früher einsetzt.
Auch die eingezahlten Beträge sind gestiegen. Im Durchschnitt wurden 2022 rund 5282 CHF pro Jahr eingezahlt, gegenüber 4371 CHF im Jahr 2007. Die durchschnittliche Ausschöpfungsquote des Maximalabzugs ist somit von 69 % (2007) auf 77 % (2022) gestiegen. Damit hat sich die Säule 3a für viele Menschen zu einem festen Bestandteil der persönlichen Vorsorge entwickelt.
Mit zunehmendem Alter steigt der Anteil der Personen, die in die Säule 3a einzahlen. Gleichzeitig bleibt ein klarer Zusammenhang mit dem Einkommen bestehen. Personen mit höheren Einkommen nutzen die Möglichkeiten der dritten Säule deutlich häufiger. Die private Vorsorge ist damit breiter abgestützt als noch vor einigen Jahren, erreicht sie weiterhin nicht alle Bevölkerungsgruppen im gleichen Mass.
Pensionskasseneinkäufe erfolgen häufig erst in den letzten Erwerbsjahren
Ein ähnliches Bild zeigt sich bei freiwilligen Einkäufen in die Pensionskasse. Diese erfolgen überwiegend in den letzten Erwerbsjahren. Bei jüngeren Erwerbstätigen spielen Pensionskasseneinkäufe kaum eine Rolle. Bei den unter 30-Jährigen lag der Anteil in den Steuerjahren 2007 und 2022 mehrheitlich unter einem Prozent. Dieser Anteil steigt mit dem Alter stetig an, bleibt aber auf einem vergleichsweise tiefem Niveau. Bei den 50- bis 54-Jährigen waren es im Steuerjahr 2022 rund 9 %, welche freiwillige Einzahlungen in die Pensionskasse leisteten – der Höchststand wurde in der Altersgruppe der 55- bis 59-Jährigen mit rund 12 % erreicht. Insgesamt deutet vieles darauf hin, dass Vorsorgeentscheide häufig erst dann konkret werden, wenn der Übergang in den Ruhestand näher rückt.
Vorsorgevermögen wächst – Vorbereitung erfolgt meist relativ spät
Diese Entwicklung zeigt sich auch in der persönlichen Vorbereitung. Ein Teil der Bevölkerung beginnt erst spät, sich intensiver mit der eigenen Altersvorsorge zu befassen. So hat rund ein Viertel der 50- bis 64-Jährigen noch keine konkrete finanzielle Planung für die Pensionierung vorgenommen.
«Viele Menschen beginnen erst spät, sich vertieft mit ihrer Vorsorge auseinanderzusetzen», sagt Regula Berger, CEO der Basler Kantonalbank. «Wer sich frühzeitig mit diesen Fragen beschäftigt, schafft sich mehr Handlungsspielraum für die Zeit nach der Pensionierung.»
Ein Blick in die Kundendaten der Basler Kantonalbank zeigt zudem, wie sich die private Vorsorge im Zeitverlauf entwickelt. Das Säule-3a-Medianguthaben steigt von rund 3500 CHF bei jungen Erwachsenen auf rund 45 600 CHF kurz vor der Pensionierung. Über alle Altersgruppen hinweg liegt es bei rund 30 400 CHF und ist in den letzten Jahren weiter angestiegen.
Vorsorgegelder werden zunehmend häufiger investiert
Die Kundendaten der BKB zeigen zudem, dass der durchschnittliche Anteil der Säule-3a-Guthaben, den Kundinnen und Kunden in Wertschriftenlösungen anlegen, deutlich gestiegen ist – von 22 % im Jahr 2019 auf 38 % im Jahr 2025. Besonders ausgeprägt ist dieser Trend bei jüngeren Personen, vor allem bei jungen Männern: War der Wertschriftenanteil von Männern unter 40 Jahren im 2019 noch unterdurchschnittlich, liegt er 2025 bei rund 50 % und damit deutlich höher als in älteren Altersgruppen und mehr als doppelt so hoch wie noch 2019. Damit zeigt sich insbesondere bei jungen Personen ein klarer Geschlechtergraben im Anlageverhalten der dritten Säule.
Teil der BKB-Vorsorgestudie zur Region Basel
Die Auswertungen sind Teil der BKB-Vorsorgestudie «Glücklich älter werden», die in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut Sotomo durchgeführt wurde. Sie basiert auf einer repräsentativen Befragung von rund 1300 Personen in der Region Basel sowie ergänzenden Analysen von Steuerdaten des Kantons Basel-Stadt und Kundendaten der BKB.
Unter bkb.ch/vorsorgestudie können die wichtigsten Ergebnisse der Studie heruntergeladen sowie die vollständige Studie kostenlos bestellt werden.
Für weitere Auskünfte
Patrick Riedo
Leiter Kommunikation
Basler Kantonalbank, CEO Office
Telefon 061 266 27 89
medien@bkb.ch
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