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EQS-Media / 28.04.2026 / 16:44 CET/CEST Am Donnerstag richten sich wieder alle Augen nach Frankfurt am Main: Die Europäische Zentralbank (EZB) entscheidet über ihre Leitzinsen. Mit Überraschungen ist nicht zu rechnen. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird der Einlagensatz unverändert bei 2,0 Prozent bleiben. Doch wer daraus ableitet, dass sich an der Zinslandschaft wenig verändert hat, könnte sich täuschen. Denn die eigentliche Zinswende vollzieht sich möglicherweise unter der Oberfläche.
Mit der Eskalation rund um die Irankrise hat sich die geldpolitische Großwetterlage fundamental verschoben. Der Krieg hat die Energiepreise nach oben getrieben und damit eine neue Inflationsdynamik ausgelöst. Noch zu Jahresbeginn schien die Teuerung im Griff. Im März sprang die Inflation jedoch überraschend auf 2,6 Prozent im Euroraum und auf 2,7 Prozent in Deutschland – für April rechnen viele Beobachter bereits mit Werten oberhalb der Marke von 3 Prozent. Damit rückt das Inflationsziel der EZB wieder in weitere Ferne. Die nächste Bewegung dürfte eher nach oben gehen Genau hier beginnt die eigentliche Zinswende. Auch wenn die EZB stillhält, erwarten viele internationale Institutionen inzwischen eine andere Richtung für die kommenden Monate. Der International Monetary Fund (IMF) geht davon aus, dass die Notenbank im Jahr 2026 gleich zwei Zinserhöhungen vornehmen könnte. Eine erste Anhebung bereits im Juni gilt unter Marktbeobachtern inzwischen als realistisches Szenario. Die Märkte haben auf diese Erwartungen unterdessen reagiert. Besonders sichtbar wird das bei den langfristigen Zinsen. Die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen sind zuletzt nachhaltig über die 3-Prozent-Marke gestiegen – getrieben vom Irankrieg, höheren Inflationserwartungen und gleichzeitig (noch) robustem Wirtschaftswachstum. Eine schnelle Entspannung ist hier nicht in Sicht. Solange die Renditen hoch bleiben, bleiben entsprechend auch die Finanzierungskosten erhöht. Bauzinsen auf 4-Prozent-Niveau – Entlastung kaum in Sicht Für Immobilieninteressierte ist diese Entwicklung zunächst wenig erfreulich. Die Bauzinsen bewegen sich derzeit wieder um die Marke von rund 4 Prozent – ein Niveau, das viele Käufer in ihren Kalkulationen spürbar belastet. Und selbst ohne unmittelbare Zinserhöhung durch die EZB ist klar: Die Richtung zeigt eher nach oben als nach unten. Gleichzeitig ist Bewegung in den Immobilienmarkt gekommen. Nach einer Phase der Zurückhaltung zeigen die Preise seit zwei Jahren wieder eine moderate, aber stabile Aufwärtsbewegung. Studien deuten darauf hin, dass Wohnimmobilienpreise in Deutschland bis 2027 erneut Höchststände erreichen könnten. Die Zahl der Angebote bleibt begrenzt, während die Nachfrage langsam zurückkehrt. Sollten für Kaufinteressierte in der aktuellen Krisenstimmung interessante Angebote auf dem Immobilienmarkt entstehen, sollten sie diese nutzen – besser dürften die Chancen in den nächsten Jahren kaum werden. +++++ Über den Autor Über Baufi24 +++++ Die oben aufgeführten Aussagen stehen Ihnen zur freien redaktionellen Verwendung zur Verfügung. Auf Anfrage sind Pressefotos von Oliver Kohnen erhältlich. Pressekontakt:
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