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EQS-Media / 05.05.2026 / 14:35 CET/CEST
Frankfurt am Main, 5. Mai 2026 – Der deutsche Baufinanzierungsmarkt zeigte sich im ersten Quartal 2026 bemerkenswert widerstandsfähig. Trotz anhaltend hoher Zinsen, geopolitischer Unsicherheiten und inflationsbedingtem Kostendruck hat sich die neue Normalität fest etabliert. Eine aktuelle Analyse des Baufinanzierungsvermittlers Hüttig & Rompf zeigt: Eigennutzer und Kapitalanleger kaufen weiter. Mit hohen Eigenkapitalquoten und mehr Flexibilität bei der Zinsbindung ist Wohneigentum auch im neuen Umfeld realisierbar. Eigennutzer: Keine Kompromisse bei der Wohnfläche Eigennutzer zahlten im 1. Quartal 2026 durchschnittlich 555.047,16 € für ihre Immobilie. Das sind rund 4 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Gleichzeitig blieb die durchschnittliche Wohnfläche mit 139,52 Quadratmetern nahezu unverändert (Q1/2025: 137,98 m2). In der Folge legte der durchschnittliche Quadratmeterpreis um 3,41 Prozent auf 3.978,26 € zu. Während die Objektgröße also fast gleich blieb, wandelte sich die Objektstruktur: Der Anteil der Eigentumswohnungen stieg innerhalb eines Jahres um 4,97 Prozentpunkte auf 27,34 Prozent. Reihenhäuser verloren dagegen massiv an Bedeutung; ihr Anteil sank um 23,18 Prozentpunkte auf 15,24 Prozent. Die beliebteste Objektart bleibt mit 35,35 Prozent zwar das Einfamilienhaus, verliert jedoch leicht (Q1/2025: 37,35 Prozent). Kapitalanleger: Fokus auf Effizienz Bei Kapitalanlegern bleibt die Eigentumswohnung mit einem Anteil von 73,60 Prozent zwar erste Wahl. Allerdings war auch hier ein Rückgang um 4,5 Prozentpunkte zu verzeichnen. Gleichzeitig stieg das Interesse an Einfamilienhäusern als Kapitalanlage um 5,1 Prozentpunkte auf 7,20 Prozent. Auffällig ist zudem: Kapitalanleger investierten im Schnitt 2,01 Prozent weniger als im Vorjahresquartal, bekamen dafür aber etwas mehr Wohnfläche. Die durchschnittliche Objektgröße stieg um 2,88 Quadratmeter auf 97,39 Quadratmeter. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis sank von 3.468,74 € auf 3.298,23 €. Rekord beim Eigenkapital – und bei der Monatsrate Insgesamt blieb der Baufinanzierungsmarkt im ersten Quartal 2026 stabil. Die Zahl der Finanzierungsabschlüsse lag nur 2 Prozent unter dem Vorjahreswert, bei Eigennutzern – dem Rückgrat des Marktes – sogar lediglich 0,4 Prozent niedriger. Kapitalanleger agierten zurückhaltender (-8,7 Prozent). Der entscheidende Stabilitätsfaktor ist der Eigenkapitaleinsatz. Eigennutzer brachten im ersten Quartal im Schnitt 30,5 Prozent Eigenkapital in die Finanzierung ein – ein neuer 10-Jahres-Höchststand. Ein höherer Eigenkapitalanteil führt dazu, dass der Beleihungsauslauf sinkt, was den Banken zusätzliche Sicherheit bietet und den Käufern hilft, die monatliche Annuität trotz gestiegener Zinsen tragfähig zu gestalten. Dennoch stieg die durchschnittliche Monatsrate für Eigennutzer um 4,3 Prozent auf 1.938 Euro. Das entspricht im Schnitt 27,46 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens (Q1/2025: 26,77 Prozent). Bei Kapitalanlegern reduzierte sich der Eigenkapitalanteil um fast zwei Prozentpunkte auf 22 Prozent. Ihre Annuität erhöhte sich im Durchschnitt um 3,2 Prozent auf 1.310 Euro. Das entspricht im Schnitt 14,15 Prozent des Haushaltseinkommens (Q1/2025: 12,79 Prozent). Mietmarkt erhöht Kaufdruck Ein wesentlicher Treiber für den Immobilienkauf bleibt der Mietmarkt. Während die Kaufpreise moderat steigen, ziehen die Angebotsmieten laut einer Bilthouse-Studie vor allem außerhalb der Metropolen weiter an. „In immer mehr Regionen nähern sich die monatlichen Mietkosten der Finanzierungsrate an“, beobachtet Benjamin Papo, Geschäftsführer von Hüttig & Rompf. „Gerade für Haushalte mit solidem Eigenkapital wird der Immobilienkauf damit trotz höherer Zinsen zu einer wirtschaftlich rationalen Entscheidung.“ Zinsbindung als Wette auf die Zukunft Eine interessante Entwicklung zeigt sich bei der Wahl der Zinsfestschreibung. Zwar dominiert die zehnjährige sowohl bei Eigennutzern (82,62 Prozent) als auch bei Kapitalanlegern (83,94 Prozent) klar, doch der Wunsch nach Flexibilität wächst. So stieg der Anteil der fünfjährigen Zinsbindungen bei Kapitalanlegern auf 7,8 Prozent (Q1/2025: 4,4 Prozent). Bei Eigennutzern konnte er sich sogar auf 1,9 Prozent mehr als verdoppeln (Q1/2025: 0,9 Prozent). Einige Käufer setzen darauf, sich in fünf Jahren zu günstigeren Konditionen refinanzieren zu können. Ausblick: Geopolitik als Zinstreiber Für den weiteren Jahresverlauf bleibt die geopolitische Lage ein zentrales Risiko. „Der Konflikt im Iran heizt die Inflation über steigende Energiepreise an und dämpft damit die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen“, so Benjamin Papo. „Wir beobachten bei den Renditen für Staatsanleihen einen Aufwärtsdruck, der sich direkt auf die Bauzinsen überträgt. Für den Rest des Jahres rechnen wir daher mit einem Zinsniveau nahe der 4-Prozent-Marke. Eine solide Planung und ein hoher Eigenkapitalanteil bleiben daher die entscheidenden Eintrittskarten für den Markt.“ +++++ Über die Hüttig & Rompf GmbH Über Bilthouse Pressekontakt: Emittent/Herausgeber: Hüttig & Rompf AG
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| Sprache: | Deutsch |
| Unternehmen: | Hüttig & Rompf AG |
| Hanauer Landstraße 126-128 | |
| 60314 Frankfurt am Main | |
| Deutschland | |
| Internet: | https://www.huettig-rompf.de/ |
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