Deutsche Unternehmen blicken etwas optimistischer in die Zukunft. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg im Oktober auf 90,2 Punkte, nach 89,9 im September. Die Ifo-Exporterwartungen stiegen auf 12,2 Punkte, nach 9,0 Punkten im September. Die aktuelle Lage wurde hingegen etwas schlechter eingeschätzt.
- Ifo-Index klettert auf 90,2 Punkte: Das Geschäftsklima stieg im Oktober von 89,9 auf 90,2 Punkte – getrieben von besseren Zukunftserwartungen.
- Export-Hoch seit 2022: Die Ifo-Exporterwartungen sprangen von 9,0 auf 12,2 Punkte (höchster Wert seit Februar 2022), vor allem dank Rückenwind aus der Autoindustrie.
- Wendepunkt in der Industrie: Im Verarbeitenden Gewerbe drehten Lage und Erwartungen erstmals seit über 3 Jahren wieder zeitgleich ins Plus.
- Gemischtes Branchenbild: Während IT-Dienstleister, Elektroindustrie und Maschinenbau optimistisch sind, bremsen gestiegene Kraftstoffpreise das Logistikgewerbe und die Chemie leidet unter Auftragsrückgang.
Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Index deutlich gestiegen. Die Unternehmen beurteilten sowohl ihre aktuelle Lage als auch ihre Erwartungen substanziell besser. Beide Indikatoren drehten erstmals seit mehr als drei Jahren wieder ins Plus. Die Zahl der Neuaufträge ist gestiegen. Infolgedessen planen die Unternehmen die Produktion zu steigern.
Auch im Bauhauptgewerbe ist der Index gestiegen. Die Unternehmen waren spürbar zufriedener mit den laufenden Geschäften. Auch die Erwartungen legten leicht zu.
Unzufriedenheit bei den Dienstleistern und im Handel
Schlechtere Stimmung herrschte dagegen im Dienstleistungssektor. Die Unternehmen waren unzufriedener mit den laufenden Geschäften. Laut Ifo-Präsident Clemens Fuest liegt das unter anderem an den gestiegenen Kraftstoffpreisen, unter denen beispielsweise Speditionen leiden. Die Erwartungen fielen hingegen besser aus. Positiv stachen die IT-Dienstleister hervor.
Sie wollen wissen, wie sich die Wirtschaft entwickelt?
Tragen Sie sich jetzt für unseren wöchentlichen Newsletter ein.
Im Handel hat sich der Indikator nicht bewegt. Auf der einen Seite beurteilten die Händler ihre aktuelle Lage schlechter. Auf der anderen Seite hellten sich ihre Erwartungen etwas auf. Der Großhandel entwickelte sich besser als der Einzelhandel.
Exporterwartungen gestiegen
Die Stimmung unter den Exporteuren hat sich ebenfalls gebessert. Die Ifo-Exporterwartungen stiegen auf 12,2 Punkte, nach 9,0 Punkten im September. Das ist der höchste Wert seit Februar 2022. „Vor allem die Automobilindustrie hat ihre Exportaussichten deutlich nach oben korrigiert“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. „Auch in vielen anderen Industriebranchen stehen die Zeichen auf Exportwachstum.“
Nach einem deutlichen Minus im September rechnen nun auch die Automobilhersteller wieder mit steigenden Exporten. Im Maschinenbau bleiben die Unternehmen optimistisch.
Besonders zuversichtlich sind weiterhin die Hersteller elektrischer Ausrüstungen sowie von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen. In der Metallerzeugung und -bearbeitung haben sich die Exportaussichten ebenfalls verbessert. Die Getränkeindustrie erwartet weiterhin ein kräftiges Exportgeschäft. Dagegen rechnen die Unternehmen der Chemischen Industrie und des Papiergewerbes im Oktober mit rückläufigen Ausfuhren.
Die Kapital Medien GmbH, der Verlag der Finanzzeitschriften AnlegerPlus, AnlegerPlus News und AnlegerLand, ist eine 100-%-Tochter der SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V.
Foto: © unsplash







