The Stepstone Group: Zum langen Wochenende: Wie Beschäftigte Brückentage im Arbeitsalltag erleben

EQS-Media / 12.05.2026 / 13:01 CET/CEST

Presseinformation  
Zum langen Wochenende: Wie Beschäftigte Brückentage im Arbeitsalltag erleben 

  • Jede*r Vierte gibt an, die eigene Arbeit auch in verkürzten Wochen gut bewältigen zu können 
  • 18 % berichten, an Brückentagen konzentrierter zu arbeiten, vor allem weil Meetings und Störungen abnehmen 
  • 27 % wünschen sich eine bundesweit einheitliche Anzahl gesetzlicher Feiertage 

Düsseldorf, 12. Mai 2026 – Die Diskussion über Feiertage, Arbeitszeit und Produktivität beschäftigt Politik und Wirtschaft. Vor dem Hintergrund dieser Debatte hat Stepstone gemeinsam mit YouGov repräsentativ erhoben, wie Erwerbstätige in Deutschland verkürzte Arbeitswochen und Brückentage selbst erleben. Während ein Teil der Beschäftigten kurze Wochen nach eigener Einschätzung gut bewältigt, hängen die Erfahrungen stark vom Beruf, der Teamorganisation und regionalen Feiertagsregelungen ab.

Viele sehen ihre Produktivität nicht beeinträchtigt

Wie die Stepstone-Umfrage zeigt, führen Feiertage für viele Beschäftigte nicht zwangsläufig zu liegengebliebener Arbeit. Jede*r vierte Erwerbstätige (25 %) gibt an, die eigene Arbeit auch dann gut bewältigen zu können, wenn Feiertage die Arbeitswoche verkürzen. 18 % berichten, an Brückentagen konzentrierter zu arbeiten, weil Meetings und Störungen abnehmen. Für 21 % der Erwerbstätigen sind lange Wochenenden nach eigener Aussage wichtig für die Work-Life-Balance. 
„Die Ergebnisse machen deutlich, welche Bedingungen Beschäftigte selbst mit gutem Arbeiten verbinden“, sagt Dr. Anna Wittich, Arbeitsmarktforscherin bei Stepstone. „Wer kurze Wochen als gut machbar erlebt, beschreibt vor allem weniger Unterbrechungen, klarere Prioritäten und mehr Fokus als hilfreich. Das zeigt, wie wichtig es ist, die eigene Arbeit gut strukturieren zu können und im Arbeitsalltag ausreichend Raum für konzentriertes Arbeiten zu haben.“

Brückentage im Team: häufig fair, aber nicht für alle gleich zugänglich

Die Abstimmung rund um Brückentage funktioniert in vielen Teams offenbar überwiegend unkompliziert. Knapp jede*r dritte Erwerbstätige (30 %) gibt an, dass die Urlaubsplanung fair verläuft und niemand benachteiligt wird. 16 % berichten von Spannungen bei der Planung freier Tage rund um Feiertage. 
Wie unterschiedlich Brückentage im Arbeitsalltag erlebt werden, hängt auch stark vom Beruf ab. Während viele Beschäftigte lange Wochenenden gezielt zur Erholung nutzen können, erlaubt der Arbeitsalltag bei 13 % der Erwerbstätigen in Deutschland nur selten freie Brückentage, etwa in der Pflege, bei der Polizei oder in der Gastronomie.

Wunsch nach bundesweit einheitlichen Regelungen

Auch die regionalen Unterschiede bei gesetzlichen Feiertagen spielen für viele Beschäftigte eine Rolle. Nur neun gesetzliche Feiertage gelten gleichermaßen in allen Bundesländern. Darüber hinaus gibt es weitere Feiertage, die nur in bestimmten Bundesländern oder einzelnen Regionen gelten. 27 % der Erwerbstätigen wünschen sich laut der Befragung eine bundesweit einheitliche Anzahl gesetzlicher Feiertage. „Die Unterschiede bei Feiertagen passen für viele Beschäftigte immer weniger zu einer modernen Arbeitswelt, in der Teams häufig bundesländerübergreifend zusammenarbeiten“, sagt Wittich. „Unterschiedliche freie Tage führen dabei zu organisatorischen Herausforderungen und werden von vielen Beschäftigten als unfair wahrgenommen.“
 
Über die Umfrage
Die Daten dieser Befragung basieren auf Online-Interviews mit Mitgliedern des YouGov Panels. Die Mitglieder des Panels haben der Teilnahme an der Befragung zugestimmt. Für diese Befragung wurden im Zeitraum 04. – 06.05.2026 insgesamt 2094 Personen befragt, darunter 1124 Erwerbstätige. Die Erhebung wurde nach Alter, Geschlecht und Region quotiert und die Ergebnisse anschließend entsprechend gewichtet. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Wohnbevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren. Die Ergebnisse sind gerundet.

Über Dr. Anna Wittich
Dr. Anna Wittich ist Arbeitsmarkt- und Karriereforscherin bei TheStepstoneGroup. Als Expertin für Jobsuche, Bewerbung, Recruiting und Arbeitszufriedenheit analysiert sie, wie sich Erwartungen und Erfahrungen von Beschäftigten, Bewerbenden und Unternehmen auf dem Arbeitsmarkt verändern. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen datenbasierte Studien zu Karrierewegen, Bewerbungsverhalten, Arbeitsbedingungen, Wechselbereitschaft und moderner Personalarbeit. In Medien, Interviews und Vorträgen verbindet sie wissenschaftliche Analyse mit praxisnahen Empfehlungen für Beschäftigte, Unternehmen und Politik.

Über The Stepstone Group
TheStepstoneGroup ist eine weltweit führende digitale Recruiting-Plattform, die Unternehmen mit passenden Talenten zusammenbringt und Menschen hilft, den richtigen Job zu finden. Mit Hilfe KI-unterstützterJob-Marktplätze und programmatischer Marketing-Lösungenerreichen jedes Jahrmehr als130Millionen Bewerbungenrund130.000 Arbeitgeber. Das Unternehmen ist in mehr als10Ländern aktiv – darunter mitStepstonein Deutschland, mitAppcastin den USA und mit Totaljobs in Großbritannien. TheStepstoneGroup mit Hauptsitz in Düsseldorf beschäftigt weltweitrund3.000Menschen.MehrInformationenunter:www.thestepstonegroup.com/deutsch

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