WBD: Warner Bros. und Discovery unter einem Dach

Warner Bros. Discovery

Die Börse erwartete mit Spannung die am Dienstag anstehenden Inflationszahlen. Auf Grund der gestiegenen Energiekosten rechnen Experten mit einem Anstieg der US-Verbraucherpreise um 8,5 %. Auch die Covid-Maßnahmen in China belasteten das Börsenklima: Sollte die Regierung in Peking ihr strenges Corona-Regime fortsetzen, ist mit weiteren Belastungen der Lieferketten zu rechnen.

Der Dow Jones verschlechterte sich im Laufe des Tages um 1,13 %, am Ende stand er bei 34.318 Punkten. Für den S&P 500 ging es um 1,94 % auf 4.415 Punkte nach unten, der Nasdaq 100 verschlechterte sich um 2,59 % und landete bei 14.004 Zählern. 

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Warner Bros. Discovery – Fusion abgeschlossen

Bereits letzten Sommer wurde die Fusion zwischen WarnerMedia, der Mediensparte des Telekommunikationsunternehmens AT&T, und Discovery angekündigt. Seit Montag ist das zusammengeführte Unternehmen unter dem Kürzel WBD (Warner Bros. Discovery) an den amerikanischen Börsen notiert. Durch den Zusammenschluss ist der nach Disney zweitgrößte Unterhaltungskonzern der Welt entstanden, zu dem Marken wie HBO, Eurosport, Cartoon Network und Adult Swim gehören. 

WBD starte seine Börsengeschichte mit einem Kurs von 24,08 US-Dollar. Der Wert der AT&T-Papiere verringerte sich durch die Abspaltung optisch um etwa 20 %, da der Basisaktienkurs angepasst wurde. AT&T-Aktionäre bekamen als Entschädigung pro gehaltener AT&T-Aktie etwa 0,242 Anteilen an dem neuen Medienunternehmen. Langfristig sollen auch die Streaming-Dienste HBO Max und Discovery+ zusammengeführt werden. Ob hier eine Chance besteht, den Platzhirschen Disney, Amazon und Netflix den Rang abzulaufen, ist noch nicht abschätzbar. 

Trotz Musk-Absage: Twitter im Plus

Obwohl Elon Musk nun doch keinen offiziellen Posten bei Twitter einnehmen wird, legte die Aktie leicht zu und verbesserte sich um 1,67 %. Eigentlich war geplant, Musk am 9. April in den Verwaltungsrat aufzunehmen. Musks Pläne hatten sich inzwischen aber geändert, wie Twitter-CEO Parag Agrawal mitteilte. Der Unternehmer bleibt vorerst passiver Investor. Nach unten ging es für Musks eigenes Unternehmen, Tesla gab am Montag 4,85 % nach. 

Auch die Halbleiterbranche litt weiterhin unter dem für Tech-Werte ungünstigem Klima: Nvidia verschlechterte sich um 5,18 %, AMD um 3,59 %. Im Dow Jones waren es ebenfalls Technologieunternehmen, die besonders schlecht abschnitten. Apple ging mit einem Minus von 2,53 % in den Feierabend, Microsoft verlor 3,94 %. 

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Foto: © unsplash.com

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