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Unternehmenscenter: Nachrichten

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DatumUnternehmenUnternehmensmeldung
13.10.2026Auto-SchweizVerkehr ’45 plant am Mobilitätsbedarf der Schweiz vorbei
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12.10.2026Auto-SchweizMehr als jedes vierte neu immatrikulierte schwere Nutzfahrzeug fährt bereits vollelektrisch
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02.10.2026Auto-SchweizHohe Treibstoffpreise stärken Elektroauto-Nachfrage – im September ist mehr als jeder dritte Neuwagen ein BEV
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01.09.2026Auto-SchweizStabile Nachfrage nach E-Autos in schwierigem Marktumfeld
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03.08.2026Auto-SchweizSchweizer Automobilmarkt mit Bremsspuren
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08.07.2026Auto-SchweizNutzfahrzeuge sorgen für Wachstum
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01.07.2026Auto-SchweizSchweizer Automobilmarkt legt im ersten Halbjahr leicht zu
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19.06.2026Auto-SchweizVerkehr(t)’45 – fragwürdige Prioritätensetzung des Bundesrats im Ausbauschritt 2027
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03.06.2026Auto-SchweizAutomobilbranche fordert politischen Kurswechsel
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02.06.2026Auto-SchweizSchweizer Automarkt in der Regulierungsfalle: Absatz stagniert
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07.05.2026Auto-SchweizEU treibt marktorientierte Klimapolitik voran – Mauterleichterungen und flexibilisierte CO₂-Vorgaben für Lastwagenhersteller
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04.05.2026Auto-SchweizAuto-Markt stagniert weiterhin
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09.04.2026Auto-SchweizJeder vierte neue Lastwagen fährt elektrisch
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02.04.2026Auto-SchweizPlus im März beschert Automarkt kleinen Lichtblick
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03.03.2026Auto-SchweizMarkt bleibt im Februar im Rückwärtsgang – Plug-in-Hybride bei elektrifizierten Antrieben gefragt
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03.02.2026Auto-SchweizFehlstart ins neue Jahr – Druck auf verkehrs- und klimapolitische Kurskorrektur steigt weiter
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30.01.2026Auto-SchweizKlima- und wirtschaftspolitisch fatal: auto-schweiz kritisiert Verzicht auf Flexibilisierung der CO2-Emissionsvorschriften scharf
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20.01.2026Auto-SchweizDie Schweizer Automobilitätspolitik braucht dringend eine Kurskorrektur
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15.01.2026Auto-SchweizSchweizer Nutzfahrzeugmarkt im Rückwärtsgang wegen Planungsunsicherheiten und Konjunktursorgen
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02.01.2026Auto-SchweizFehlgeleitete CO2-Regulierung: Schweizer Automarkt auf historischem Tief
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16.12.2025Auto-SchweizJetzt sind Technologieoffenheit und Flexibilisierung gefordert
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02.12.2025Auto-SchweizSteckerfahrzeuge bleiben deutlich hinter den politischen Zielwerten zurück
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18.11.2025Auto-SchweizEinigung zwischen Schweiz und USA im Zollstreit bietet Chancen – Automobilsteuer generell abschaffen
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04.11.2025Auto-SchweizTrotz stark wachsender Plug-in-Hybride kein goldener Oktober
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16.10.2025Auto-SchweizKonjunktursorgen belasten den Nutzfahrzeugmarkt
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02.10.2025Auto-SchweizUnrealistische Roadmap E-Mobilität für 2025 – Marktrealität widerspricht politischem Wunschdenken
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26.09.2025Auto-SchweizNein zu neuen Steuern: Die vom Bundesrat geplante E-Abgabe belastet das Portemonnaie und bremst die Elektromobilität aus
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13.09.2025Auto-SchweizMobilitätsmonitor 2025: Die Bevölkerung erteilt Verteuerung der Mobilität eine Absage
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02.09.2025Auto-SchweizPlug-in-Hybride werden beliebter
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16.07.2025Auto-SchweizElektro-Anteil steigt – doch Markt schwächelt wegen wirtschaftlicher Unsicherheit
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02.07.2025Auto-SchweizSchweizer Automobilmarkt hinter europäischer Entwicklung
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01.07.2025Auto-SchweizFrank Keidel wird neuer Mediensprecher von auto-schweiz
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26.06.2025Auto-SchweizZielwerte abermals erreicht – Engagement bleibt bestehen
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03.06.2025Auto-SchweizAuto-Markt unter Druck: Fehlanreize und Überregulierung hemmen Erholung
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04.03.2025Auto-SchweizDrohende Überregulierung lähmt Schweizer Auto-Markt
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20.02.2025Auto-SchweizMassnahmenplan für Mobilität: Existenzbedrohende Überregulierung der Automobilwirtschaft stoppen, Elektromobilität voranbringen
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04.02.2025Auto-SchweizPolitisch geschürte Unsicherheit befeuert Nachfragerückgang
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28.01.2025Auto-SchweizAusgeglichene Bilanz des Nutzfahrzeugmarktes 2024
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21.01.2025Auto-SchweizUniversität St.Gallen gründet «auto-schweiz Lehrstuhl für Mobilität»
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Verkehr ’45 plant am Mobilitätsbedarf der Schweiz vorbei

Verkehr ’45 plant am Mobilitätsbedarf der Schweiz vorbei

Bern, 13. Oktober 2026

Die vom Bundesrat vorgeschlagene Weiterentwicklung der Verkehrsinfrastruktur bis 2045 setzt falsche Prioritäten. An einer Medienkonferenz im Hotel Schweizerhof in Bern fordern führende Vertreter aus Wirtschaft und Politik eine grundlegende Überarbeitung von Verkehr ‘45 und deutlich mehr Investitionen in die Nationalstrassen. Die Investitionen müssten sich stärker an Verkehrsleistung, Nachfrage, volkswirtschaftlicher Bedeutung und vorhandenen Finanzierungsmöglichkeiten orientieren.

An der Medienkonferenz legten Nationalrätin Jacqueline de Quattro (FDP), Nationalrat und Transportunternehmer Benjamin Giezendanner (SVP), Ständerat Fabio Regazzi (Die Mitte), Präsident des Schweizerischen Gewerbeverbands sgv, und Peter Grünenfelder, Präsident von auto-schweiz, ihre Erwartungen an die künftige Schweizer Verkehrspolitik dar.

Begrüsst wird grundsätzlich, dass der Bundesrat Strasse und Schiene in Verkehr ’45 gemeinsam betrachtet. Ein Gesamtverkehrskonzept kann jedoch nur überzeugen, wenn sich der Ausbau der Infrastruktur an der tatsächlichen und künftigen Nachfrage orientiert. Die vom Bundesrat vorgeschlagene Schwerpunktsetzung zugunsten der Bahninfrastruktur wird diesem Anspruch nicht gerecht und lässt die Bedarfsorientierung der Bürgerinnen und Bürger für die Strassenverkehrsinfrastruktur aussen vor.

Jaqueline de Quattro, FDP-Nationalrätin VD, sagt: «Mobilität ist die Voraussetzung für Wohlstand, Arbeitsplätze und gesellschaftliche Teilhabe. Wer die Schweiz auch in zwanzig Jahren als attraktiven Wirtschafts- und Lebensraum erhalten will, muss heute dafür sorgen, dass ihre Verkehrsadern leistungsfähig bleiben.»

Für Transportunternehmer Benjamin Giezendanner, SVP-Nationalrat AG ist klar: «Der Unternehmensstandort Schweiz braucht zwingend ein Nationalstrassennetz, das mit der Entwicklung von Bevölkerung, Wirtschaft und Mobilität Schritt hält. Hier überzeugt Verkehr 45 in der heutigen Konzeption nicht.»

Gewerbeverbandspräsident Fabio Reggazzi, Ständerat (die Mitte) TI führt aus: «Der vorgesehene Ausbau der Nationalstrassen reicht angesichts der bestehenden und absehbaren Engpässe nicht aus. Wir brauchen mehr Projekte und eine stärkere Gewichtung der Strasseninfrastruktur, damit Menschen und Güter auch künftig zuverlässig ans Ziel kommen.»

Peter Grünenfelder, Präsident auto-schweiz ergänzt: «Eine grundlegende Überarbeitung von Verkehr ’45 ist notwendig. Das Projekt droht zu einem milliardenschweren Bahnausbauprogramm zu verkommen, während die Engpässe auf den Nationalstrassen immer grösser werden.»

Staurekorde rufen nach Konsequenzen

Die Lage auf den Nationalstrassen verschärft sich seit Jahren. Die Zahl der Staustunden erreicht regelmässig neue Höchstwerte und verursacht volkswirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe. Die beiden im Ausbauschritt 2027 vorgesehenen Strassenprojekte Birrfeld im Aargau und Perly–Bernex in Genf reichen deshalb bei weitem nicht aus, um die Staustundenentwicklung einzudämmen. Sie verbessern die Situation lediglich punktuell und lösen die strukturellen Kapazitätsprobleme des Nationalstrassennetzes nicht. Es sind deshalb weitere Projekte mit hoher Priorität aufzunehmen. Dazu gehören unter anderem der Ausbau Wallisellen–Brüttisellen, Lugano Sud–Mendrisio,  der Ausbau des Anschlusses La Blécherette sowie die Beseitigung des Engpasses Crissier in der Waadt. Gleichzeitig sollen auf besonders staugeplagten Autobahnen die Pannenstreifen konsequent für den Verkehr nutzbar gemacht werden. Auch die vom Parlament überwiesene Motion für einen sechsspurigen Ausbau der N1 müsse in Verkehr ’45 berücksichtigt werden. Die N1 als zentrale Ost-West-Achse sei für die Funktionsfähigkeit des Landes von herausragender Bedeutung.

Mobilität ist Voraussetzung für eine starke Wirtschaft

Die Vertreter aus Politik und Wirtschaft unterstrichen an der Medienkonferenz, dass eine leistungsfähige Strasseninfrastruktur weit über die Interessen der Automobilisten hinausgeht. Auch Gewerbe, Logistik und Industrie, sind täglich auf funktionierende Verkehrswege angewiesen. Kapazitätsengpässe führen zu Zeitverlusten, höheren Kosten und sinkender Standortattraktivität.

Besonders deutlich zeigt sich die Bedeutung der Strasse im Güterverkehr: 63 Prozent des Güterbinnenverkehrs werden auf der Strasse erbracht; beim Personenverkehr entfallen über 68 Prozent der Personenkilometer auf das Automobil. Gleichzeitig tragen der motorisierte Individual- und Güterverkehr jährlich mehr als 13 Milliarden Franken zur Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur und der allgemeinen Bundeskasse bei.

Höherer Eigenfinanzierungsgrad bei der Bahn

Vor diesem Hintergrund beurteilt auto-schweiz die Finanzierung des geplanten Bahnausbaus kritisch. Während für die Strasse mit dem Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds NAF ein zweckgebundenes Finanzierungsinstrument besteht, sieht die Vorlage bei der Bahn Ausbauvorhaben vor, deren Finanzierung nicht ausreichend gesichert ist. auto-schweiz fordert deshalb einen höheren Eigenfinanzierungsgrad der Bahn und lehnt eine zusätzliche oder unbegrenzte Finanzierung über die Mehrwertsteuer ab.

Mehr als jedes vierte neu immatrikulierte schwere Nutzfahrzeug fährt bereits vollelektrisch

Mehr als jedes vierte neu immatrikulierte schwere Nutzfahrzeug fährt bereits vollelektrisch

Neue Nutzfahrzeuge nach neun Monaten 2026

Bern, 12. Oktober 2026

Der Nutzfahrzeugmarkt kommt nach neun Monaten angesichts eines leichten Plus von 0,9 Prozent nicht recht vom Fleck. Hingegen gewinnt die Elektrifizierung des Schweizer Lastwagenmarktes weiter an Fahrt: Von Januar bis September 2026 verfügte bereits mehr als jedes vierte neu immatrikulierte schwere Nutzfahrzeug über 3,5 Tonnen Gesamtgewicht über einen reinelektrischen Antrieb. Besonders dynamisch entwickelt sich das Segment zwischen 3,5 und 16 Tonnen Gesamtgewicht, in dem elektrische Fahrzeuge bereits über 40 Prozent der Neuzulassungen ausmachen. 


•    Der Schweizer Nutzfahrzeugmarkt entwickelt sich nach drei Quartalen insgesamt stabil (+0,9 Prozent). 
•    Leichte Nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen legen um 0,8 Prozent zu. 
•    Die Personentransportfahrzeuge wachsen um 2,2 Prozent. 
•    Schwere Nutzfahrzeuge bleiben mit einem Minus von 0,4 Prozent praktisch auf Vorjahresniveau. 
•    Bereits 27,4 Prozent aller neu immatrikulierten schweren Nutzfahrzeuge fahren reinelektrisch. 
•    Im Segment von 3,5 bis 16 Tonnen liegt der Elektrofahrzeuge-Anteil bereits bei über 40 Prozent.

Nutzfahrzeugmarkt kommt nicht recht vom Fleck
Nach drei Quartalen 2026 zeigt sich der Schweizer Nutzfahrzeugmarkt insgesamt stabil. Von Januar bis Ende September 2026 wurden 28’431 leichte und schwere Sachen- sowie Personentransportfahrzeuge in Verkehr gesetzt, was einem Plus von 0,9 Prozent entspricht. Die leichten Nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht wachsen gegenüber dem Vorjahr um 0,8 Prozent auf 20’741 Neuzulassungen. Auch die Personentransportfahrzeuge legen um 2,2 Prozent zu und weisen bisher 4’596 Immatrikulationen aus.

Bei den schweren Nutzfahrzeugen über 3,5 Tonnen Gesamtgewicht wurden von Januar bis September 3’094 Fahrzeuge neu zugelassen, was einem leichten Minus von 0,4 Prozent entspricht. Während die Gewichtskategorie von 16 bis 32 Tonnen um 2,8 Prozent zulegen konnte, schrumpfte der Markt für schwere Nutzfahrzeuge in der Gewichtsklasse von 3,5 und 16 Tonnen um 12 Prozent

Elektroantriebe etablieren sich im Nutzfahrzeugmarkt
Der Anteil reinelektrischer Fahrzeuge bei den schweren Nutzfahrzeugen ab 16 Tonnen erreichte per Ende September 27,4 Prozent. Insgesamt wurden 847 Elektrolastwagen neu immatrikuliert. Im Segment zwischen 3,5 und 16 Tonnen Gesamtgewicht liegt der Elektro-Anteil sogar bei 40,8 Prozent. Im September lag der Anteil reinelektrischer Fahrzeuge bei den Neuzulassungen bei über 30 Prozent.

Thomas Rücker, Direktor von auto-schweiz, sagt: «Die Elektrifizierung des Nutzfahrzeugmarktes gewinnt sichtbar an Fahrt und Bedeutung. Viele Unternehmen finden heute für immer mehr Transportaufgaben passende elektrische Fahrzeuge. Das spiegelt sich zunehmend auch in den Neuimmatrikulationen wider. Der Entscheid des Bundesparlamentes zu Gusten der Investitionssicherheit bei der Leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA) schafft die nötige Investitionssicherheit, dass dieser Trend weiter anhält.»

Wasserstoff und Gas-Antriebe bleiben Randerscheinungen
Andere alternative Antriebe spielen im Markt weiterhin eine untergeordnete Rolle. Seit Jahresbeginn wurden fünf Brennstoffzellenfahrzeuge und ein gasbetriebenes schweres Nutzfahrzeug ab 3,5 Tonnen neu zugelassen.

Cars auf der Überholspur
Die Personentransportfahrzeuge – darunter Wohnmobile, Kleinbusse, Cars und Busse – konnten von Anfang Jahr bis Ende September um 2,2 Prozent zulegen. Besonders erfreulich entwickelte sich dabei das Segment der Busse und Cars. Diese haben um 35 Prozent zugelegt und erreichten insgesamt 559 Neuzulassungen im laufenden Kalenderjahr.

Insgesamt knapp 202’000 neue Motorfahrzeuge
Insgesamt wurden von Januar bis September 2026 in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein 201’968 Personenwagen und Nutzfahrzeuge neu immatrikuliert. Die Personenwagen-Neuzulassungen lagen dabei mit 173’537 Fahrzeugen um 2,7 Prozent über dem Vorjahreswert, während sich der Nutzfahrzeugmarkt insgesamt stabil entwickelte.

Die detaillierten Zahlen nach Marken stehen auf www.auto.swiss zur Verfügung. Die Auswertungen von auto-schweiz basieren auf Erhebungen des Bundes, die Daten sind möglicherweise vorläufig und nicht abgeschlossen. 

Weitere Auskünfte:
Frank Keidel
Mediensprecher
T 076 399 69 06
frank.keidel@auto.swiss 

auto-schweiz
auto-schweiz, die Vereinigung der offiziellen Schweizer Automobil-Importeure, engagiert sich für die Stärkung der individuellen und gewerblichen Mobilität und schafft Mehrwert für den Wirtschaftsstandort und den Werkplatz Schweiz. Die 41 Verbandsmitglieder vertreten über 60 Marken, importieren mehr als 90 Prozent der Neuwagen in der Schweiz und Liechtenstein, und bedienen damit ihre mehr als 4‘000 Markenvertreter. Mit einem jährlichen Einfuhrwert von 11 Milliarden Schweizer Franken ist die Schweizer Automobilwirtschaft die drittgrösste Importwirtschaft der Schweiz. Schweizweit beschäftigt die Autobranche über 120’000 Mitarbeitende.

Hohe Treibstoffpreise stärken Elektroauto-Nachfrage – im September ist mehr als jeder dritte Neuwagen ein BEV

Hohe Treibstoffpreise stärken Elektroauto-Nachfrage – im September ist mehr als jeder dritte Neuwagen ein BEV

Neue Personenwagen September 2026

Bern, 2. Oktober 2026

Im September wurden in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein 21'948 Personenwagen neu zugelassen. Seit Jahresbeginn beläuft sich das Plus gegenüber dem sehr schwachen Vorjahr auf 2,7 Prozent. Die wirtschaftliche Lage der Schweizer Automobilbranche bleibt weiterhin angespannt, und der Schweizer Gesamtmarkt hinkt sowohl dem europäischen Trend als auch den Erwartungen aus der Roadmap Elektromobilität 2025 hinterher. 

Reinelektrische Autos auf der Überholspur
Die Nachfrage nach elektrifizierten Fahrzeugen hat im September weiter zugelegt. Die Plug-in-Hybride (PHEV), die neben einem Verbrennungsmotor auch über einen batteriegestützten Elektroantrieb und eine Auflademöglichkeit über das Stromnetz verfügen – machten im September 10,3 Prozent der Neuzulassungen aus, so wenig wie noch nie in diesem Jahr. Auf der Überholspur sind hingegen die reinelektrische Antriebe (BEV). Sie machten mit 35,7 Prozent erstmals mehr als ein Drittel der Neuzulassungen aus. Die Steckerfahrzeuge (BEV und PHEV) machen seit Anfang Jahr 26,2 bzw. 11,5 Prozent der Neuzulassungen aus. Bald jeder zweite neue Personenwagen (46 Prozent) verfügte im September über eine elektrische Auflademöglichkeit. Trotz dieser starken Zunahme bleibt die Elektromobilität noch deutlich hinter den Erwartungen aus der Roadmap Elektromobilität 2025 zurück. Die Nachfrage nach Autos mit reinen Benzin- und Diesel-Antrieben nimmt weiter ab, nicht zuletzt wegen den massiv gestiegenen Treibstoffpreisen.

Rekordhohe Treibstoffpreise befeuern Nachfrage nach Elektroautos
Geopolitische Krisen und angespannte Lieferketten haben die Treibstoffpreise auf Rekordhöhen getrieben. Die Treibstoffpreise belasten das Haushaltsbudget von Hundertausenden auf das Auto angewiesenen Bürgern. Und auch die Schweizer Unternehmen sind aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheiten dringend auf Entlastungsmassnahmen angewiesen. Weil in der Schweiz keinerlei Entlastungsprogramm aufgrund der hohen Energiekosten für die Bürger und Unternehmen vorgesehen ist, scheinen die Fahrzeugkäufer vermehrt auf Elektroantrieb zu setzen. 

Thomas Rücker, Direktor von auto-schweiz, kommentiert: «Die weiter steigenden Zulassungszahlen von Steckerfahrzeugen im September sind erfreulich. Gleichzeitig verdeutlichen sie die hohe finanzielle Belastung für Pendler und das Transportgewerbe. Bevölkerung und Unternehmen dürfen damit nicht alleingelassen werden. Die Kosten für Mobilität müssen deutlich sinken. Es ist zudem nicht alles Gold was glänzt: Der Hochlauf der Elektromobilität bleibt immer noch um ein Viertel hinter den Projektionen der Roadmap 2025 zurück. Die Rahmenbedingungen für die Elektromobilität müssen rasch verbessert werden.» 

Die detaillierten Zahlen nach Marken stehen auf www.auto.swiss zur Verfügung. Die Auswertungen von auto-schweiz basieren auf Erhebungen des Bundes, die Daten sind möglicherweise vorläufig und nicht abgeschlossen. 

Weitere Auskünfte:
Frank Keidel
Mediensprecher
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frank.keidel@auto.swiss 

auto-schweiz
auto-schweiz, die Vereinigung der offiziellen Schweizer Automobil-Importeure, engagiert sich für die Stärkung der individuellen und gewerblichen Mobilität und schafft Mehrwert für den Wirtschaftsstandort und den Werkplatz Schweiz. Die 41 Verbandsmitglieder vertreten 63 Marken, importieren mehr als 90 Prozent der Neuwagen in der Schweiz und Liechtenstein, und bedienen damit ihre mehr als 4‘000 Markenvertreter. Mit einem jährlichen Einfuhrwert von über 11 Milliarden Schweizer Franken ist die Schweizer Automobilwirtschaft die drittgrösste Importwirtschaft der Schweiz. Schweizweit beschäftigt die Autobranche über 120’000 Mitarbeitende.

Stabile Nachfrage nach E-Autos in schwierigem Marktumfeld

Stabile Nachfrage nach E-Autos in schwierigem Marktumfeld

Neue Personenwagen August 2026

Bern, 1. September 2026

Die Lage bleibt angespannt: Im traditionell schwachen August hat der Markt für neue Personenwagen in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein 16'047 Immatrikulationen verbucht, -0,6 Prozent weniger als im schwachen Vorjahresmonat. Seit Jahresbeginn wurden 151’589 Neuzulassungen registriert, 1,8 Prozent mehr als in den ersten acht Monaten des Vorjahres. Die Elektrifizierung schreitet sukzessive fort: Seit Anfang Jahr war jeder vierte neu zugelassene Personenwagen ein E-Auto (24,8 Prozent). Im August machten die reinelektrischen Antriebe 30,2 Prozent aus. Steckerfahrzeuge erreichen seit Jahresbeginn einen Anteil von 37,2 Prozent an den Neuzulassungen und haben erstmals die Hybrid-Fahrzeuge überholt. 

Die Markterholung auf tiefem Niveau bei den Personenwagen in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein hat im August an Schwung verloren: Die Neuzulassungen sind gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Prozent auf 16'047 Personenwagen zurückgegangen. Seit Jahresbeginn beläuft sich das Plus gegenüber dem sehr schwachen Vorjahr nur noch auf 1,8 Prozent. Die wirtschaftliche Lage der Schweizer Automobilbranche bleibt damit äusserst angespannt, und der Schweizer Gesamtmarkt hinkt weiterhin dem europäischen Trend hinterher, welcher zur Jahresmitte mehr als 5 Prozent angewachsen ist. 

Reinelektrische Autos gefragter als Plug-in-Hybride
Die Nachfrage nach reinelektrischen Personenwagen (BEV) hat im August gegenüber dem Vorjahresmonat kräftig zugelegt (+48,7 Prozent), während die Plug-in-Hybride (PHEV) weniger gefragt waren (-4,3 Prozent). Die PHEV, die neben einem Verbrennungsmotor auch über einen batteriegestützten Elektroantrieb und eine Auflademöglichkeit über das Stromnetz verfügen – machten im August noch 12,4 Prozent der Neuimmatrikulationen aus. Die sogenannten Steckerfahrzeuge (BEV und PHEV) machen seit Anfang Jahr gesamthaft 37,2 Prozent aus und haben erstmals die Hybrid-Antriebe (36,7 Prozent) überholt. Autos mit reinen Benzin- und Diesel-Antrieben verlieren an Stellenwert und machen noch 20,6 bzw. 5,5 Prozent der Neuzulassungen aus. Im August wurde nur noch jedes fünfte Neufahrzeug rein fossil angetrieben. Seit Jahresbeginn verfügt mehr als jeder zweite Personenwagen über einen Allradantrieb (52,5 Prozent). 

Thomas Rücker, Direktor von auto-schweiz, kommentiert: «Die August-Zahlen belegen die nach wie vor sehr angespannte Branchensituation. Der sehr tiefe Gesamtmarktverlauf beeinträchtigt die Perspektiven im Neufahrzeughandel. Eine Deregulierung und Flexibilisierung der CO2-Vorschriften analog dem restlichen Europa ist dringend geboten. Zudem dürfen die steigenden Zulassungszahlen von Steckerfahrzeugen nicht durch neue regulatorische Vorgaben eingebremst werden. Neue Steuern oder regulatorischen Belastungen für Elektrofahrzeuge wirken sich kontraproduktiv aus. Jede zusätzliche Abgabe ist fehl am Platz.»

Die detaillierten Zahlen nach Marken stehen auf www.auto.swiss zur Verfügung. Die Auswertungen von auto-schweiz basieren auf Erhebungen des Bundes, die Daten sind möglicherweise vorläufig und nicht abgeschlossen. 

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Frank Keidel
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auto-schweiz, die Vereinigung der offiziellen Schweizer Automobil-Importeure, engagiert sich für die Stärkung der individuellen und gewerblichen Mobilität und schafft Mehrwert für den Wirtschaftsstandort und den Werkplatz Schweiz. Die 41 Verbandsmitglieder vertreten 63 Marken, importieren mehr als 90 Prozent der Neuwagen in der Schweiz und Liechtenstein, und bedienen damit ihre mehr als 4‘000 Markenvertreter. Mit einem jährlichen Einfuhrwert von über 11 Milliarden Schweizer Franken ist die Schweizer Automobilwirtschaft die drittgrösste Importwirtschaft der Schweiz. Schweizweit beschäftigt die Autobranche über 120’000 Mitarbeitende.

Schweizer Automobilmarkt mit Bremsspuren

Schweizer Automobilmarkt mit Bremsspuren

Neue Personenwagen Juli 2026

Bern, 3. August 2026

Der Schweizer Automobilmarkt verzeichnet im Juli einen Rückgang von 3,2 Prozent. Damit erweisen sich die leichten Erholungstendenzen seit Jahresbeginn mit einem Plus von 2,1 Prozent als fragil. Positiv entwickelt sich hingegen die Nachfrage nach elektrifizierten Fahrzeugen, die im Juli gegenüber dem Vorjahr erneut zugenommen hat. Steckerfahrzeuge erreichen seit Jahresbeginn einen Anteil von 36,6 Prozent an den Neuzulassungen. Damit sich die Erholung des Automobilmarkts nachhaltig festigen kann, braucht es einen raschen Abbau der “Swiss Finish”-Überregulierung und marktrealistische Rahmenbedingungen.

Der Markt für neue Personenwagen in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein zeigt im Juli deutliche Bremsspuren: Die Neuzulassungen gehen um 3,2 Prozent zurück. Mit 135’542 Neuzulassungen nach sieben Monaten ergibt sich gegenüber dem tiefen Vorjahresniveau nur noch ein Plus von 2,1 Prozent. Von einer nachhaltigen Trendwende kann damit noch keine Rede sein: Die wirtschaftliche Situation der Schweizer Automobilbranche bleibt äusserst herausfordernd, während der Gesamtmarkt infolge der hausgemachten Überregulierung weiterhin hinter der Entwicklung in Europa zurückbleibt. 

Steckerfahrzeuge gleichauf mit Hybrid-Antrieben 
Die Nachfrage nach elektrifizierten Fahrzeugen hat sich auch im Juli positiv entwickelt. Sowohl reinelektrische Antriebe als auch Plug-in-Hybride legten seit Anfang Jahr gegenüber dem Vorjahr mehr als 20 Prozent zu. Reinelektrische Personenwagen (BEV) und Plug-in-Hybride (PHEV) machen seit Anfang Jahr 24,2 bzw. 12,4 Prozent der Neuzulassungen aus. Ihr gemeinsamer Marktanteil macht neu 36,6 Prozent der Neuimmatrikulationen aus und liegt damit erstmals gleichauf mit den Hybridantrieben, der bisher volumenstärkste Antriebskategorie. Demgegenüber geht die Nachfrage nach Autos mit reinen Benzin- und Diesel-Antrieben weiter zurück: Diesel-PW verlieren fast ein Viertel seit Anfang Jahr. 

Thomas Rücker, Direktor von auto-schweiz, kommentiert: «Die Elektrifizierung des Wagenparks hat sich im Juli fortgesetzt und schreitet sukzessive voran. Zahlreiche Massnahmen seitens der Hersteller und Importeure haben das ermöglicht: ein breites Angebot in allen Preis- und Fahrzeugklassen, ausreichende Reichweiten und niedrige Betriebskosten. Die Juli-Zahlen zeigen auch, dass die wirtschaftlichen Herausforderungen unserer Branche immens bleiben. Deshalb werden wir bei der Bekämpfung der Überregulierung, wie Anfang Jahr in den acht Forderungen von auto-schweiz dargelegt, nicht nachlassen. Die Schweizer Politik ist gefordert, mit einer Verbesserung der Rahmenordnung den Motor der Wirtschaft zu stärken».

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auto-schweiz, die Vereinigung der offiziellen Schweizer Automobil-Importeure, engagiert sich für die Stärkung der individuellen und gewerblichen Mobilität und schafft Mehrwert für den Wirtschaftsstandort und den Werkplatz Schweiz. Die 41 Verbandsmitglieder vertreten 63 Marken, importieren mehr als 90 Prozent der Neuwagen in der Schweiz und Liechtenstein, und bedienen damit ihre mehr als 4‘000 Markenvertreter. Mit einem jährlichen Einfuhrwert von über 11 Milliarden Schweizer Franken ist die Schweizer Automobilwirtschaft die drittgrösste Importwirtschaft der Schweiz. Schweizweit beschäftigt die Autobranche über 120’000 Mitarbeitende.

Nutzfahrzeuge sorgen für Wachstum

Nutzfahrzeuge sorgen für Wachstum

Neue Nutzfahrzeuge im ersten Halbjahr 2026

Bern, 8. Juli 2026

Der Schweizer Markt für neue Nutzfahrzeuge hat sich im ersten Halbjahr 2026 stärker als Personenwagen erholt. Viele Unternehmen haben trotz wirtschaftlicher Unsicherheit in die Fuhrparkerneuerung investiert. Insbesondere bei den schweren Nutzfahrzeugen und Personentransportfahrzeugen wachsen sowohl das Gesamtvolumen als auch der Anteil emissionsarmer Fahrzeuge. Es wird sich zeigen müssen, ob dies nach der Anpassung der Leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgab (LSVA) so bleibt.

Von Januar bis Ende Juni 2026 wurden 19’597 leichte und schwere Sachen- sowie Personentransportfahrzeuge in Verkehr gesetzt. Das entspricht einem Plus von 5,4 Prozent gegenüber der Vergleichsperiode 2025. Die wirtschaftspolitischen Unsicherheiten bleiben zwar bestehen, doch zahlreiche Unternehmen holen aufgeschobene Investitionsentscheide nach. Davon profitieren insbesondere die schweren Nutzfahrzeuge über 3,5 Tonnen Gesamtgewicht, deren Neuimmatrikulationen gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 um 9,2 Prozent auf 2'155 Fahrzeuge gestiegen sind. Auch die Personentransportfahrzeuge – darunter Wohnmobile, Kleinbusse, Cars und Busse – legen mit 3'206 Neuimmatrikulationen um 4,2 Prozent zu. Auch das Segment der leichten Nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht profitierte von einem Wachstum von 5,1 Prozent und wuchs auf 14'236 Zulassungen an. Viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) investieren aufgrund der weiterhin unsicheren Wirtschaftslage vorsichtig und ersetzen ihre Fahrzeugflotten später als geplant. Dennoch zeigt sich im Verlauf des zweiten Quartals eine leichte Kompensation der Rückgänge vorausgehender Quartale.

Thomas Rücker, Direktor von auto-schweiz, ordnet ein: «Das erste Halbjahr hat gezeigt, dass die Unternehmen dort in neue Antriebe investieren, wo sie betrieblich und wirtschaftlich überzeugen», so Rücker. «Umso wichtiger sind langfristig verlässliche Rahmenbedingungen, welche Planungssicherheit bei Investitionen ermöglichen.» Abermals weist auto-schweiz das Parlament darauf hin, die Elektromobilität nicht auszubremsen. Der Blick in die Statistik zeigt, dass in der Gewichtsklasse von 3,6 bis 16 Tonnen, anders als bei schweren Lastwagen, der Elektrifizierungsgrad noch sehr gering ist – obwohl auch diese Fahrzeuge der Schwerverkehrsabgabe (LSVA) unterstehen. 
«Alternative Antriebskonzepte werden sich nur durchsetzen, wenn es sich für die Transporteure rechnet. Dafür müssen die Güter zu gleichen Gesamtkosten transportiert werden können. Das ist derzeit offenbar nicht für jeden Einsatzzweck in allen Gewichtsklassen möglich», so Rücker. 
 
Mehr als jeder vierte neue Lastwagen fährt elektrisch
Der Anteil reinelektrischer Fahrzeuge (BEV) bei den schweren Nutzfahrzeugen über 3,5 Tonnen Gesamtgewicht bleibt hoch. Er lag in den ersten sechs Monaten 2026 bei 26,3 Prozent. Damit ist bereits mehr als jedes vierte neu zugelassene Fahrzeug in diesem Segment elektrisch unterwegs, weil das bisherige Fördersystem eine grosse Marktnachfrage insbesondere in der Gewichtsklasse ab 18 Tonnen erzeugte. Bei den leichten Nutzfahrzeugen, den Lieferwagen und leichten Sattelschleppern bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht, ist das anders. Hier beträgt der Marktanteil von BEV nur 13,9 Prozent. 

Zusammen mit den 116’548 neuen Personenwagen sind im ersten Halbjahr 2026 in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein insgesamt 136’145 neue Motorfahrzeuge in Verkehr gesetzt worden. Im Vergleich zum Vorjahr stellt dies einen Anstieg um 4’423 Neuimmatrikulationen oder 3,4 Prozent dar.

Die detaillierten Zahlen nach Marken stehen auf www.auto.swiss zur Verfügung. Die Auswertungen von auto-schweiz basieren auf Erhebungen des Bundes, die Daten sind möglicherweise vorläufig und nicht abgeschlossen. 

Weitere Auskünfte:
Frank Keidel
Mediensprecher
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frank.keidel@auto.swiss 

auto-schweiz
auto-schweiz, die Vereinigung der offiziellen Schweizer Automobil-Importeure, engagiert sich für die Stärkung der individuellen und gewerblichen Mobilität und schafft Mehrwert für den Wirtschaftsstandort und den Werkplatz Schweiz. Die 41 Verbandsmitglieder vertreten über 60 Marken, importieren mehr als 90 Prozent der Neuwagen in der Schweiz und Liechtenstein, und bedienen damit ihre mehr als 4‘000 Markenvertreter. Mit einem jährlichen Einfuhrwert von 11 Milliarden Schweizer Franken ist die Schweizer Automobilwirtschaft die drittgrösste Importwirtschaft der Schweiz. Schweizweit beschäftigt die Autobranche über 120’000 Mitarbeitende.

Schweizer Automobilmarkt legt im ersten Halbjahr leicht zu

Schweizer Automobilmarkt legt im ersten Halbjahr leicht zu

Neue Personenwagen Juni 2026

Bern, 1. Juli 2026

Der Markt für neue Personenwagen in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein hat im ersten Halbjahr moderat zugelegt. Kumuliert ergibt sich nach den ersten sechs Monaten ein Volumen von 116’584 Personenwagen, was einem Plus von 3,0 Prozent gegenüber dem schwachen Vorjahr entspricht. Mit 25’207 Neuzulassungen ist das Monatsresultat Juni gegenüber dem Vorjahr feiertagsbedingt höher ausgefallen (+15,6%). Reinelektrische Antriebe und Plug-in-Hybride konnten weiter zulegen. Die sogenannten Steckerfahrzeuge machten im Juni erstmals 40,0 Prozent der Neuzulassungen aus. Der Anteil der Steckerfahrzeuge seit Anfang Jahr beträgt kumuliert 36,3 Prozent. Damit bleibt die natürliche Nachfrage nach Elektrofahrzeugen weiterhin deutlich hinter den Erwartungen der Politik zurück. Für eine Trendwende und stärkere Marktdurchdringung der E-Mobilität müssen die Rahmenbedingungen markant verbessert werden.

Der Schweizer Personenwagenmarkt schliesst das erste Halbjahr 2026 mit einem leichten Plus ab. Bis zum 30. Juni wurden in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein 116’584 neue Personenwagen immatrikuliert – das sind 3,0 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum (113'133). Im Juni lagen die Neuzulassungen mit 25'207 Fahrzeugen um 15,6 Prozent über dem Vorjahr. Dieser starke Zuwachs im Juni darf indes nicht überbewertet werden, weil dafür ein Kalendereffekt mitverantwortlich ist: Im Vergleich zum Vorjahr fielen 2026 weniger Feiertage auf Werktage, was mehr Verkaufstage zur Folge hatte.

Positive Entwicklung braucht stabile Rahmenbedingungen
Die leichte Erholung des Schweizer Automobilmarktes ist erfreulich, bleibt aber angesichts der wirtschaftlichen Herausforderungen der Branche fragil. Damit sich der positive Trend fortsetzen kann, braucht es verlässlichere und marktorientierte Rahmenbedingungen. Insbesondere bei der Umsetzung der CO₂-Regulierung sollte die Schweiz so rasch wie möglich die beschlossenen europäischen Erleichterungen übernehmen. Auf einen regulatorischen «Swiss Finish» ist zu verzichten, um Kosten- und Wettbewerbsnachteile gegenüber dem europäischen Umfeld zu vermeiden.

Elektrifizierung setzt Wachstum fort
Die Elektrifizierung des Neuwagenmarktes hat im ersten Halbjahr weiter zugelegt. Reinelektrische Personenwagen legten bis Ende Juni gegenüber dem Vorjahr um 20,2 Prozent auf 27’889 Fahrzeuge zu. Noch stärker fiel das Wachstum bei Plug-in-Hybriden aus, deren Immatrikulationen um 24,7 Prozent auf 14’456 Fahrzeuge stiegen. Gemeinsam erreichen die Steckerfahrzeuge heute bereits einen Marktanteil von 36,3 Prozent (23,9 Prozent BEV und 13,4 Prozent PHEV). Damit kommen die Steckerfahrzeuge erstmals an die Hybridantriebe heran, mit einem Anteil von 36,5 Prozent die bisher volumenstärkste Antriebskategorie. Herkömmliche Antriebe (27,2 Prozent) verlieren weiter an Bedeutung. 

Obwohl die fossilen Antriebe (27,2 %) an Bedeutung verlieren, bliebt das Wachstum der E-Mobilität hinter den Erwartungen zurück. Thomas Rücker, Direktor bei auto-schweiz, ordnet ein: «Die Vielzahl von mehr als 350 elektrischen Modellen in allen Preisklassen überzeugen in der Mehrheit noch nicht alle Neuwagenkäufer. Offenbar konnten die bisherigen Markterfolge die Vorurteile noch nicht genügend abbauen.» 

Attraktivere Rahmenbedingungen notwendig
Der Anteil der Steckerfahrzeuge am Gesamtfahrzeugbestand befindet sich erst auf einstelligen Prozentniveau. Für den Umstieg auf emissionsarme Antriebe sind daher attraktivere Rahmenbedingungen notwendig. Dazu gehören Steuererleichterungen statt -erhöhungen auf Elektroantrieben, der weitere Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur, erst recht in den Städten, günstige Energiepreise sowie wirtschaftlich attraktive Voraussetzungen für das Laden zuhause und am Arbeitsplatz.

Die detaillierten Zahlen nach Marken stehen auf www.auto.swiss zur Verfügung. Die Auswertungen von auto-schweiz basieren auf Erhebungen des Bundes, die Daten sind möglicherweise vorläufig und nicht abgeschlossen. 

Weitere Auskünfte:
Frank Keidel
Mediensprecher
T 076 399 69 06
frank.keidel@auto.swiss 

auto-schweiz
auto-schweiz, die Vereinigung der offiziellen Schweizer Automobil-Importeure, engagiert sich für die Stärkung der individuellen und gewerblichen Mobilität und schafft Mehrwert für den Wirtschaftsstandort und den Werkplatz Schweiz. Die 41 Verbandsmitglieder vertreten über 60 Marken, importieren mehr als 90 Prozent der Neuwagen in der Schweiz und Liechtenstein, und bedienen damit ihre mehr als 4‘000 Markenvertreter. Mit einem jährlichen Einfuhrwert von 11 Milliarden Schweizer Franken ist die Schweizer Automobilwirtschaft die drittgrösste Importwirtschaft der Schweiz. Schweizweit beschäftigt die Autobranche über 120’000 Mitarbeitende.

Verkehr(t)’45 – fragwürdige Prioritätensetzung des Bundesrats im Ausbauschritt 2027

Verkehr(t)’45 – fragwürdige Prioritätensetzung des Bundesrats im Ausbauschritt 2027

Stellungnahme zum Projekt Verkehr 45

Bern, 19. Juni 2026

Der Bundesrat hat heute die Vernehmlassung zum Ausbauschritt 2027 der Vorlage «Verkehr '45» publiziert. Die Bedeutung der Strasse für das wirtschaftliche Wohl der Schweiz wird verkannt. Obwohl rund drei von vier Personenkilometern und zwei Drittel der Gütertransporte auf der Strasse stattfinden, sieht Verkehr(t) ’45 nur einen Bruchteil der Investitionen für den Strassenausbau vor. Das ist angesichts der stark wachsenden Nutzung der Strasse durch Unternehmen und Gesellschaft deutlich zu wenig. Der Bund kommt damit dem Verfassungsauftrag einer ausreichenden Strasseninfrastruktur nicht nach.

auto-schweiz begrüsst, dass sich die Vorlage «Verkehr ’45» zum dringend nötigen Infrastrukturausbau bekennt, damit die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit unseres Landes erhalten bleibt. Dass die Vorlage «Verkehr ‘45» Infrastrukturprojekte durch unabhängige Fachleute überprüfen und priorisieren lässt, ist unabdingbar. Die vorgeschlagene Verteilung der Investitionen wird jedoch der Bedeutung der verschiedenen Mobilitätsträger der Schweiz nicht gerecht. Während im Ausbauschritt 2027 für den Bahnausbau Investitionen von 20 Milliarden Franken vorgesehen sind, ohne dass deren Finanzierung gesichert ist, sollen für den Ausbau der Nationalstrassen lediglich 1,6 Milliarden Franken investiert werden, obwohl die Strassenprojekte finanziert werden können. Dazu kommen 9,46 Milliarden für Betrieb und Unterhalt sowie ein Anteil am Programm Agglomerationsverkehr (5. Generation: 518 Millionen Franken). Im Gegenzug hat der Bundesrat 31 bereits geplante Verkehrsprojekte im Umfang von rund 16 Milliarden Franken gestrichen. Diese Aufteilung orientiert sich mitnichten an den Bedürfnissen der Bevölkerung und der Wirtschaft – das zeigen die Verkehrs- und Staustatistiken.  

Thomas Rücker, Direktor von auto-schweiz, sagt: «Wer Verkehrspolitik plant, muss sich an der tatsächlichen Mobilität von Wirtschaft und Bevölkerung orientieren. Heute werden drei Viertel der Personenkilometer mit dem Auto zurückgelegt und zwei Drittel aller Güter auf der Strasse transportiert . Diese Realität muss sich auch im geplanten Infrastrukturausbau widerspiegeln – alles andere wäre verkehrt.» 

Wirtschaft und Bevölkerung leiden unter Rekordstaus
Die Kapazitätsengpässe auf den Nationalstrassen verschärfen sich seit Jahren. Die Staustunden dürften auch dieses Jahr einen neuen Höchststand erreichen. Die Folge sind volkswirtschaftliche Kosten in Milliardenhöhe: Lieferungen verzögern sich, Arbeitswege verlängern sich, und Produkte sowie Dienstleistungen verteuern sich für Unternehmen und Konsumenten gleichermassen. Gemäss Bundesverfassung (Art. 83) hat der Bund für eine ausreichende Strasseninfrastruktur zu sorgen. Die Jahr für Jahr steigenden Staustunden belegen, dass er diesem Auftrag derzeit nicht gerecht wird. Es braucht daher zwingend mehr Strasseninfrastrukturprojekte im «Verkehr ‘45».

Kostenintensiver Ausbau der Schieneninfrastruktur ist unverhältnismässig 
Die Finanzierung der Strasseninfrastruktur erfolgt heute nach dem Nutzerprinzip. Zusätzlich leisten Automobilistinnen und Automobilisten mit Steuern und Abgaben von jährlich fast 13 Milliarden Franken den zentralen Beitrag zur Finanzierung der gesamten Verkehrsinfrastruktur. Während die Investitionen für den Strassenverkehr finanziell gesichert sind, muss das vom Bundesrat vorgesehene Volumen von 20 Milliarden Franken imAusbauschritt 2027 für den Bahnausbau mit Investitionen in teilweise wenig rentable Infrastrukturprojekte durch zusätzliche Steuern bei der Bevölkerung eingefordert werden. Zudem sind die Bahnbetreiber laut Experten  bereits beim Unterhalt der bestehenden Infrastruktur finanziell am Anschlag. auto-schweiz fordert deshalb, dass die Investitionsplanung an der tatsächlichen Transportleistung und den Möglichkeiten der zweckgebundenen Finanzierung ausgerichtet wird. Bei den zusätzlichen Ausbauten im Schienenverkehr ist finanzpolitisches Augenmass zu halten und die Nutzerfinanzierung in den Vordergrund zu stellen.  

Peter Grünenfelder, Präsident von auto-schweiz, sagt: «Es kann nicht sein, dass die Automobilistinnen und Automobilisten mit immer mehr Steuern und Abgaben einen wesentlichen Teil der Verkehrsinfrastruktur finanzieren und gleichzeitig immer länger im Stau stehen, weil der Bundesrat unter Ausblendung der tatsächlichen Mobilitätsbedürfnisse einseitig in die Bahninfrastruktur investieren will. Die Politik muss die vorhandenen Mittel dort einsetzen, wo sie den grössten Nutzen für Bevölkerung und Wirtschaft schaffen.»

Integrale Verkehrspolitik aus einem Guss 
auto-schweiz setzt sich im Rahmen der Vernehmlassung für eine Neubeurteilung der Prioritäten und für zusätzliche Strassenprojekte ein. Ziel muss ein Verkehrssystem sein, das sich an den tatsächlichen Mobilitätsbedürfnissen und gesicherten Finanzierungsströmen orientiert. Die Schweiz braucht bis 2045 und darüber hinaus eine leistungsfähige Mobilitätsinfrastruktur. Dazu gehören ein funktionierendes Nationalstrassennetz sowie ein leistungsfähiger und langfristig finanzierbarer öffentlicher Verkehr. 
 

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Frank Keidel
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Automobilbranche fordert politischen Kurswechsel

Automobilbranche fordert politischen Kurswechsel

Generalversammlung 2026

Bern, 03. Juni 2026


Die Mitglieder von auto-schweiz haben Präsident Peter Grünenfelder an der gestrigen Generalversammlung in Safenwil einstimmig für weitere drei Jahre im Amt bestätigt. Angesichts des anhaltenden Drucks auf die Schweizer Automobilwirtschaft fordert der Verband einen politischen Kurswechsel: die Übernahme der europäischen Flexibilisierung bei den CO₂-Vorschriften, den Abbau von Überregulierung sowie eine Entlastung von Unternehmen und Automobilisten bei Steuern und Abgaben.

Die ordentliche 68. Generalversammlung von auto-schweiz stand ganz im Zeichen der grossen Herausforderungen für die Schweizer Automobilwirtschaft in einem stagnierenden Markt. Die anwesenden Mitglieder genehmigten sämtliche statutarischen Geschäfte einstimmig und erteilten dem Vorstand Décharge. Präsident Peter Grünenfelder wurde für eine weitere Amtsdauer von drei Jahren bestätigt. Ebenfalls wiedergewählt wurde Claudia Meyer (Renault Group). Neu in den Vorstand gewählt wurde Dirk Adelmann, CEO Schweiz von Mercedes-Benz Schweiz AG. Der Verband wird durch die Aufnahme zwei neuer Marken weiter gestärkt, womit die Branche Einigkeit und Zusammenhalt bekräftigt. Mit 63 Mitgliedsmarken zählt der Verband so viele Marken wie noch nie, die mehr als 90 Prozent des Inverkehrbringungsvolumen neuer Fahrzeuge abdecken. Peter Grünenfelder dankte den Mitgliedern für das Vertrauen: «Die geschlossene Wiederwahl stärkt uns den Rücken, um die verkehrs- und klimapolitischen Interessen der Schweizer Automobilbranche weiterhin mit Nachdruck in Bern zu vertreten.»

Keine Schweizer Sonderwege bei den CO₂-Vorschriften
In seiner Ansprache verwies Peter Grünenfelder auf die schwierige Lage der Schweizer Automobilwirtschaft. Während sich zahlreiche europäische Fahrzeugmärkte erholen und die Europäische Union ihre Regulierung an die Marktrealität anpasst, bleiben die Automobilimporteure in der Schweiz mit einem rückläufigen Markt, rigider Regulierung und millionenschweren Sanktionen konfrontiert. Für auto-schweiz hat deshalb die rasche Übernahme der europäischen Flexibilisierungsmassnahmen bei den CO₂-Flottenvorschriften oberste Priorität. Die Schweiz dürfe ihre Automobilwirtschaft nicht länger durch zusätzliche Belastungen gegenüber den europäischen Nachbarländern benachteiligen.Thomas Rücker, Direktor auto-schweiz, ergänzte: «Die Schweiz darf sich keinen regulatorischen Sonderweg leisten. Es braucht mehr Technologieoffenheit, mehr Pragmatismus und eine Politik, die sich an den Marktgegebenheiten statt an ideologischen Wunschvorstellungen orientiert. Zusätzliche Belastungen für Unternehmen und Konsumenten sowie eine zunehmende Diskrepanz zwischen politischen Zielsetzungen und der Marktrealität sind die Folgen der aktuellen Regulierung.»

Deregulierung und Entlastung statt neue Belastungen
Neben einer Anpassung des CO₂-Regimes fordert auto-schweiz einen konsequenten Abbau des Regulierungsdickichts, das die Branche zunehmend belastet. Die Schweizer Automobilwirtschaft sei auf Planungs- und Investitionssicherheit angewiesen. Statt neuer Vorschriften brauche es marktwirtschaftliche Rahmenbedingungen, welche Innovationen und Investitionen fördern. Der Verband setzt sich deshalb für eine umfassende Deregulierung ein. Die Bandbreite reicht von der Überprüfung unnötiger Deklarationspflichten bis hin zum Abbau marktverzerrender Vorschriften. Gleichzeitig fordert auto-schweiz eine Entlastung bei Steuern und Abgaben. Die Automobilisten und die Automobilwirtschaft leisten bereits heute jährlich fast 13 Milliarden Franken an Steuern und Abgaben. Vor diesem Hintergrund lehnt auto-schweiz zusätzliche Belastungen entschieden ab und spricht sich unter anderem für die Abschaffung der Automobilsteuer aus.

Ausgewogene Mobilitätspolitik gefordert
Kritisch beurteilt auto-schweiz die zunehmende Schieflage bei den Infrastrukturinvestitionen des Bundes. Obwohl rund zwei Drittel aller Personen- und Gütertransporte auf der Strasse stattfinden, soll im Rahmen von Verkehr’45 ein Grossteil der geplanten zusätzlichen Investitionen in den Schienenverkehr fliessen. Gleichzeitig erreichen Staus und Engpässe auf dem Strassennetz Rekordwerte. Es braucht eine ausgewogene Verkehrspolitik, die den tatsächlichen Mobilitätsbedürfnissen von Bevölkerung und Wirtschaft Rechnung trägt. Dabei bleiben leistungsfähige Strassen eine zentrale Voraussetzung für Wohlstand, Versorgungssicherheit und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Schweiz.
«Wir werden uns weiterhin mit Nachdruck für eine wettbewerbsfähige Automobilwirtschaft, bezahlbare Mobilität und marktwirtschaftliche Rahmenbedingungen einsetzen. Die Schweiz braucht mehr Bewegung statt mehr Bürokratie», sagte Peter Grünenfelder abschliessend.

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Frank Keidel
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Schweizer Automarkt in der Regulierungsfalle: Absatz stagniert

Schweizer Automarkt in der Regulierungsfalle: Absatz stagniert

Neue Personenwagen Mai 2026

Bern, 2. Juni 2026

Der Schweizer Automobilmarkt kommt nicht vom Fleck. Angesichts von 91’341 Neuzulassungen bis Mai hat sich der Markt seit Jahresbeginn keinen Zentimeter nach vorne bewegt (+0,0 Prozent). Der Anteil der Steckerfahrzeuge bei den Neuzulassungen erreicht seit Anfang Jahr mittlerweile 35,4 Prozent. Diese Entwicklung zeigt: Für eine Erholung des Marktes braucht es einen konsequenten Abbau der Überregulierung.

Der Markt für neue Personenwagen in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein verharrte im Mai auf dem tiefen Niveau des Vorjahres. Nach fünf Monaten liegt die Zahl der Neuzulassungen von 91’341 Fahrzeugen exakt auf Vorjahresniveau. Trendwende ist keine in Sicht. Der Gesamtmarkt bleibt in Folge der Überregulierung in der Schweiz deutlich unter dem europäischen Niveau (siehe Grafik) und unter den Erwartungen der Branche. Zusätzliche regulatorische Belastungen für Unternehmen und Konsumenten sowie eine zunehmende Diskrepanz zwischen politischen Zielsetzungen und der Marktrealität sind die Folgen.

Steckerfahrzeuge legen im Mai zu 
Einzig die Nachfrage nach elektrifizierten Fahrzeugen hat sich im Mai positiv entwickelt. Batterieelektrische Personenwagen und Plug-in-Hybride machen seit Anfang Jahr 23,3 bzw. 12,1 Prozent der Neuzulassungen aus. Sie konnten im Vorjahresvergleich Marktanteile hinzugewinnen. Ihr gemeinsamer Marktanteil macht mittlerweile über ein Drittel aller Neuimmatrikulationen (35,4 Prozent) aus. Mehr als ein Drittel aller Kunden sehen Vorteile im Umstieg auf elektrische Antriebe. Reinelektrische Antriebe (BEV) legten seit Anfang Jahr gegenüber dem Vorjahr um 15,5 Prozent zu, während Plug-in-Hybride (PHEV) mit einem Plus von 20,1 Prozent noch stärker wachsen. Demgegenüber stagnieren die Hybridantriebe (+0,3 Prozent) und die Neuzulassungen von reinen Benzin- und Diesel-Antrieben gehen weiter zurück. Diese Zahlen verdeutlichen, dass die politische Zielsetzung eines schnellen Markthochlaufs der Elektromobilität weit ausser Reichweite liegt.

Thomas Rücker, Direktor von auto-schweiz, kommentiert: «Die aktuellen Zahlen sind ein ernüchterndes Signal für unsere Branche. Anders als im Rest Europas motivieren viele neue Fahrzeugmodelle mit unterschiedlichen Technologien die Schweizer nicht zu mehr Neuwagen. Die Nachfrage nach reinelektrischen Antrieben hat sich im Mai zwar positiv entwickelt, aber nur geringfügig. So sind für unsere Mitglieder die Emissionsziele nicht erreichbar.» Weiter weist Rücker darauf hin, dass der BEV-Anteil seit 2023 zwischen 20 und 23 Prozent liegt. 

Die detaillierten Zahlen nach Marken stehen auf www.auto.swiss zur Verfügung. Die Auswertungen von auto-schweiz basieren auf Erhebungen des Bundes, die Daten sind möglicherweise vorläufig und nicht abgeschlossen. 

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Frank Keidel
Mediensprecher
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frank.keidel@auto.swiss 

auto-schweiz
auto-schweiz, die Vereinigung der offiziellen Schweizer Automobil-Importeure, engagiert sich für die Stärkung der individuellen und gewerblichen Mobilität und schafft Mehrwert für den Wirtschaftsstandort und den Werkplatz Schweiz. Die 39 Verbandsmitglieder vertreten über 60 Marken, importieren mehr als 90 Prozent der Neuwagen in der Schweiz und Liechtenstein, und bedienen damit ihre mehr als 4‘000 Markenvertreter. Mit einem jährlichen Einfuhrwert von 11 Milliarden Schweizer Franken ist die Schweizer Automobilwirtschaft die drittgrösste Importwirtschaft der Schweiz. Schweizweit beschäftigt die Autobranche über 120’000 Mitarbeitende.

EU treibt marktorientierte Klimapolitik voran – Mauterleichterungen und flexibilisierte CO₂-Vorgaben für Lastwagenhersteller

EU treibt marktorientierte Klimapolitik voran – Mauterleichterungen und flexibilisierte CO₂-Vorgaben für Lastwagenhersteller

Bern, 7. Mai 2026

Am 5. Mai hat das Parlament der Europäischen Union einer Änderung der EU-Regeln zur Strassenbenutzungsgebühr zugestimmt. Damit können emissionsfreie Lastwagen und Busse bis 30. Juni 2031 von Maut- und Nutzungsgebühren befreit oder deutlich günstiger gestellt werden. Erst im März hatte das Europäische Parlament einer Anpassung der CO₂-Regulierung für schwere Nutzfahrzeuge zugestimmt. Dies erleichtert es Lastwagenherstellern, Emissionsgutschriften zu sammeln und damit Zielabweichungen in späteren Jahren auszugleichen. Damit reagiert die EU auf die Marktrealitäten beim Hochlauf emissionsfreier Nutzfahrzeuge. Die Schweiz verliert mit den strengeren Vorschriften zunehmend den Anschluss.

Am 5. Mai hat das EU-Parlament eine gezielte Änderung der EU-Vorschriften zur Strassenbenutzungsgebühr, um die Möglichkeit zu verlängern, umweltfreundliche Lastwagen und Busse bis zum 30. Juni 2031 von Mautgebühren zu befreien. Die Abgeordneten unterstützten einen Vorschlag der Kommission, die Option zu verlängern, emissionsfreie schwere Nutzfahrzeuge von Maut- und Nutzungsgebühren auszunehmen oder deutlich reduzierte Gebühren anzuwenden. Dies soll für weitere fünfeinhalb Jahre gelten, vom 31. Dezember 2025 bis 30. Juni 2031.

Flexibilisierung ohne Langfristziele auszusetzen
An ihren langfristigen Reduktionszielen für schwere Nutzfahrzeuge hält die EU fest. Die CO₂-Emissionen neuer Lastwagen sollen gegenüber dem Niveau von 2019 bis 2025 um 15 Prozent sinken, bis 2030 um 45 Prozent, bis 2035 um 65 Prozent und bis 2040 um 90 Prozent. Die im März 2026 beschlossenen Anpassungen betreffen nicht die Zielwerte, sondern den Umsetzungsweg. Die Hersteller erhalten mehr Möglichkeiten, sogenannte CO2-Credits zu sammeln. Dabei handelt es sich um Emissionsgutschriften, die in spätere Jahre übertragen werden können, um mögliche Zielverfehlungen auszugleichen. Damit entfällt die bisher vorgesehene lineare Verschärfung der Zielwerte zwischen 2025 und 2029. Die EU ist überzeugt, dass so Investitionen in emissionsfreie Lastwagen und Busse gestärkt werden.

Starke Signale für eine wirtschaftsorientierte Klimapolitik
Aus Sicht der Schweizer Automobilimporteure sind diese Entscheide des EU-Parlaments ein wichtiges Signal für eine marktorientierte Klimapolitik. Thomas Rücker, Direktor von auto-schweiz, sagt: «Die EU hat ihren Kurs konsequent korrigiert und zeigt, dass Klimapolitik und wirtschaftliche Realität zusammen gedacht und umgesetzt werden müssen. Die Transformation im Nutzfahrzeugsektor gelingt nur bei einem funktionierenden Ökosystem. Während die EU für Personenwagen und nun auch für schwere Nutzfahrzeuge die dringend benötigte Flexibilität schafft, zögert die Schweiz und setzt damit ihre Vorreiterrolle in der Elektrifizierung des Schwerverkehrs auf Spiel. Während andere flexibilisieren, denkt die Schweiz über höhere oder zusätzliche Abgaben für Elektrofahrzeuge nach und sieht keine Notwendigkeit für eine ähnliche Behandlung hiesiger Unternehmen.»

Schweiz bei E-Lastwagen europäische Spitze
Dabei zeigt gerade der Schweizer Nutzfahrzeugmarkt, dass die Elektrifizierung grundsätzlich vorankommt: Mit fast 1’000 neu immatrikulierten Elektro-Lastwagen über 3,5 Tonnen im vergangenen Jahr erreichte die Schweiz einen Marktanteil von über 22 Prozent – der höchste Wert in Europa. Wenn regulatorisch langfristige Investitionssicherheit geschaffen wird, etwa durch die Ausgestaltung der Leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA) für emissionsfreie Lastwagen, sind Unternehmen bereit, in den Infrastrukturaufbau zu investieren. 

Auto-Markt stagniert weiterhin

Auto-Markt stagniert weiterhin

Neue Personenwagen April 2026

Bern, 4. Mai 2026

Der Markt für neue Personenwagen in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein hat im April 2026 an Dynamik verloren. Mit 18’618 Neuzulassungen bleibt das Monatsresultat verglichen mit dem Vorjahreswert von 18'664 Fahrzeugen quasi unverändert (-0,2%). Kumuliert ergibt sich nach den ersten vier Monaten ein Volumen von rund 71’600 Personenwagen, was nur einem hauchdünnen Plus von 0,3 Prozent gegenüber dem schwachen Vorjahr entspricht. Damit setzt sich die verhaltene Marktentwicklung des ersten Quartals fort. Auch im April konnten reinelektrische Antriebe und Plug-in-Hybride weiter zulegen. Diese Steckerfahrzeuge machten im April 37,5 Prozent der Neuzulassungen aus. Der Anteil der Steckerfahrzeuge seit Anfang Jahr beträgt kumuliert 34,7 Prozent.

Der Markt für neue Personenwagen in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein kommt noch nicht in Fahrt. Trotz Frühlingsausstellungen, attraktiven Angeboten und einigen Produktneuheiten bleibt die Nachfrage gedämpft. 

Elektroanteil wächst 
Reinelektrische Fahrzeuge (BEV) legten seit Anfang Jahr gegenüber Vorjahr um 13,3 Prozent zu, während Plug-in-Hybride (PHEV) mit einem Plus von 27,0 Prozent deutlich stärker wachsen. Zusammen erreichen die Steckerfahrzeuge seit Anfang Jahr einen Marktanteil von 34,7 Prozent. Die Hybrid-Fahrzeuge legten um 1,8 Prozent zu. Daraus resultiert ein weiter rückläufiger Markt von reinen Benzin- und Diesel-Antrieben. 

Thomas Rücker, Direktor von auto-schweiz, kommentiert: «Die Elektrifizierung des Fuhrparks legt weiter zu – auch wenn die reinelektrischen Antriebe noch unter den Erwartungen liegen. Der Druck auf die Automobilwirtschaft bleibt ungebrochen hoch, weil sich der Gesamtmarkt noch nicht erholt.»

Moderne Fahrzeuge sind Teil der Lösung
Neue Personenwagen sind ein wichtiger Bestandteil der Schweizer Klimaziele. Sie leisten einen grossen Beitrag zur Erneuerung des Fahrzeugbestands und zur Reduktion von CO₂-, Feinstaub- und Lärmemissionen. Gleichzeitig erhöhen sie dank moderner Assistenzsysteme die Sicherheit im Strassenverkehr. Eine nachhaltige Marktentwicklung ist daher auch aus volkswirtschaftlicher Perspektive zentral.

Die detaillierten Zahlen nach Marken stehen auf www.auto.swiss zur Verfügung. Die Auswertungen von auto-schweiz basieren auf Erhebungen des Bundes, die Daten sind möglicherweise vorläufig und nicht abgeschlossen. 

Weitere Auskünfte:
Frank Keidel
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auto-schweiz
auto-schweiz, die Vereinigung der offiziellen Schweizer Automobil-Importeure, engagiert sich für die Stärkung der individuellen und gewerblichen Mobilität und schafft Mehrwert für den Wirtschaftsstandort und den Werkplatz Schweiz. Die 39 Verbandsmitglieder vertreten über 60 Marken, importieren mehr als 90 Prozent der Neuwagen in der Schweiz und Liechtenstein, und bedienen damit ihre mehr als 4‘000 Markenvertreter. Mit einem jährlichen Einfuhrwert von 11 Milliarden Schweizer Franken ist die Schweizer Automobilwirtschaft die drittgrösste Importwirtschaft der Schweiz. Schweizweit beschäftigt die Autobranche über 120’000 Mitarbeitende.

Jeder vierte neue Lastwagen fährt elektrisch

Jeder vierte neue Lastwagen fährt elektrisch

Neue Nutzfahrzeuge im ersten Quartal 2026

Bern, 09. April 2026

Der Schweizer Markt für neue Nutzfahrzeuge ist in den ersten drei Monaten um 6,7 Prozent gewachsen.
Die Elektrifizierung im Schweizer Nutzfahrzeugmarkt kommt voran: Im ersten Quartal 2026 ist der Anteil reinelektrisch angetriebener Nutzfahrzeuge weiter gestiegen. Jeder vierte neu zugelassene Lastwagen fährt mit Strom.

Von Januar bis März wurden 9’406 leichte und schwere Sachen- sowie Personentransportfahrzeuge in Verkehr gesetzt. Das entspricht einem Plus von 6,7 Prozent gegenüber 2025 (8'813). Im ersten Quartal 2026 wurden 1’073 schwere Nutzfahrzeuge über 3,5 Tonnen Gesamtgewicht zugelassen. Das entspricht einem Zuwachs von 15,6 Prozent. Der Anteil rein elektrischer Fahrzeuge (BEV) bei den schweren Nutzfahrzeugen über 3,5 Tonnen Gesamtgewicht ist damit weiter gewachsen. Er lag in den ersten drei Monaten 2026 bei 26,8 Prozent. Damit ist bereits mehr als jedes vierte neu zugelassene Fahrzeug in diesem Segment elektrisch unterwegs. Im Segment der schweren Lastwagen über 16 Tonnen: beträgt der Elektro-Anteil rund 25,1 Prozent, was jedem vierten neuen Lastwagen entspricht. Das bisherige Fördersystem erzeugte insbesondere für die letztgenannte Kategorie eine grosse Marktnachfrage, anders als bei den leichten Nutzfahrzeugen, den Lieferwagen und leichten Sattelschleppern bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht, die bedeutend langsamer wachsen. Hier beträgt das Wachstum gegenüber dem Vorjahresquartal 4,3 Prozent. Bei den leichten Nutzfahrzeugen beträgt der Marktanteil von BEV 12,2 Prozent und 3,1 Prozent Plug-in-Hybride, ein positiver Trend gegenüber dem Vorjahr.

Bourgeois-Fahrzeuge weiterhin mit angezogener Handbremse unterwegs
Die Zulassungszahlen von schweren Nutzfahrzeugen bis max. 4,25 Tonnen, die sogenannten Bourgeois-Fahrzeuge (siehe unten) stagnieren; sie machen gerade mal fünf Prozent der Neuzulassungen bei Nutzfahrzeugen in der Gewichtsklasse von 3,5 bis 16 Tonnen im ersten Quartal aus. Noch immer wird diese Fahrzeugkategorie von regulatorischen Hürden ausgebremst und die Branche wartet weiterhin auf marktrealistischere Rahmenbedingungen. 

«Die Elektrifizierung bei den Nutzfahrzeugen gewinnt an Dynamik – insbesondere im schweren Segment. Das zeigt, dass der Markt in einem stimulierenden regulatorischen Umfeld funktioniert.», sagt Thomas Rücker, Direktor von auto-schweiz. «Gleichzeitig wird deutlich, dass der Hochlauf der Elektromobilität je nach Einsatzbereich unterschiedlich schnell erfolgt. Eine verlässliche Politik, die langfristige Planungs- und Investitionssicherheit bietet, beeinflusst den Markterfolg in entscheidender Weise.»

Zusammen mit den 52'982 neuen Personenwagen sind im ersten Quartal 2026 in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein insgesamt 62'388 neue Motorfahrzeuge in Verkehr gesetzt worden. Im Vergleich zum Vorjahreswert von 61'503 stellt dies einen Anstieg um 6'442 Neuimmatrikulationen oder 1,4 Prozent dar.

Die detaillierten Zahlen nach Marken stehen auf www.auto.swiss zur Verfügung. Die Auswertungen von auto-schweiz basieren auf Erhebungen des Bundes, die Daten sind möglicherweise vorläufig und nicht abgeschlossen. 

Was sind Bourgeois-Fahrzeuge?
Diese sogenannten Bourgeois-Fahrzeuge verdanken ihren Namen einem politischen Vorstoss von Alt Nationalrat Jacques Bourgeois. Dieser hatte den Bundesrat in einer Motion aufgefordert, das zulässige Gesamtgewicht von Lieferwagen mit emissionsfreiem Antrieb von 3,5 auf 4,25 Tonnen zu erhöhen, soweit die Gewichtserhöhung rein auf das Mehrgewicht des alternativen Antriebs zurückzuführen ist. Die betroffenen Fahrzeuge müssen allerdings die technischen Vorschriften für Fahrzeuge mit einem Gewicht zwischen 3,5 und 12 Tonnen erfüllen. Der Gesetzgeber und die Politik haben erkannt, dass es weitere Hürden abzubauen gilt, um den Wechsel zu emissionsfreien Lieferwagen zu beschleunigen. Vor kurzem wurde die Vernehmlassung über weitere Erleichterungen für «Bourgeois-Fahrzeuge» und ihre Chauffeure abgeschlossen. Derzeit wertet der Bundesrat die Vernehmlassungsantworten aus. Auch auto-schweiz hat sich für weitere Erleichterungen stark gemacht.

Weitere Auskünfte:
Frank Keidel
Mediensprecher
T 076 399 69 06
frank.keidel@auto.swiss 

Plus im März beschert Automarkt kleinen Lichtblick

Plus im März beschert Automarkt kleinen Lichtblick

Neue Personenwagen Februar 2026

Bern, 2. April 2026

Der Schweizer Personenwagenmarkt zeigt im März 2026 auf niedrigem Niveau Erholungstendenzen. Mit 23’258 Neuzulassungen wurden 7,2 Prozent mehr Fahrzeuge in Verkehr gesetzt als im Vorjahresmonat. Damit fand der Negativtrend seit Anfang Jahr ein vorläufiges Ende: Es resultiert nunmehr ein leichtes Plus von 0,6 Prozent gegenüber dem sehr schwachen Vorjahresquartal. Auch im März liessen die Kunden herkömmliche Antriebe links liegen und wandten sich Plug-In-Hybriden zu. Diese konnten gegenüber dem Vorjahresquartal um bald ein Drittel zulegen. Steckerfahrzeuge machen in diesem Jahr insgesamt ein Drittel der Neuzulassungen aus.

Der Markt für neue Personenwagen in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein gab im März 2026 ein Lebenszeichen von sich. Die 23’258 Neuzulassungen im März entsprechen einem Wachstum von 7,2 Prozent im Vergleich zum sehr schwachen Vorjahresmonat. Damit dreht auch die Jahresbilanz leicht ins Positive: In den ersten drei Monaten wurden 52'982 neue Personenwagen immatrikuliert, was einem Plus von 0,6 Prozent entspricht. 

Reinelektrische Modelle (BEV) und vor allem Plug-in-Hybride (PHEV) sind auf Wachstumskurs
Gegenüber dem Vorjahresquartal haben die sogenannten Steckerfahrzeuge (BEV und PHEV) um 37,6 Prozent zugelegt. Sie machen in diesem Jahr ein Drittel der Neuzulassungen aus. Damit setzen sich die Antriebstrends fort: Während reine Diesel-Personenwagen seit Januar mehr als ein Viertel unter dem Vorjahresniveau liegen (-26,8 Prozent), verzeichnen Plug-in-Hybride ein starkes Wachstum von 31,3 Prozent – nahezu ein Drittel mehr als im Vergleichszeitraum 2025. Dieses Wachstum ist auch Ausdruck der anhaltenden Zurückhaltung gegenüber der Elektromobilität in Reinform. Reinelektrische Antriebe (BEV) haben seit Anfang Jahr um moderate 6,3 Prozent zugelegt. Offenbar ist das Vertrauen in das Ökosystem Elektromobilität bei vielen potenziellen Käufern noch nicht gross genug, obwohl die Reichweiten der E-Autos zunehmen und diese auch preislich immer attraktiver werden. Diese Haltung ist verständlich: Mehr als 60% Prozent der Haushalte wohnen zur Miete und die allermeisten können bisher nicht zuhause laden. Auch die Strompreise bleiben hoch. Hier besteht weiterhin dringender Handlungsbedarf, wenn die Schweiz ihre Klimaziele erfüllen soll.

Thomas Rücker, Direktor bei auto-schweiz, ordnet die Entwicklung ein: «Die aktuellen Zahlen sind ermutigend, obwohl sie sich nach wie vor auf tiefem Niveau befinden. Die nächsten Monate werden zeigen ob die Erholung von Dauer ist. Es ist damit zu rechnen, dass die Treibstoffkostenentwicklung einen wachsenden Einfluss haben wird. Die Branche hofft weiterhin auf eine stärkere Nachfrage, damit dem alternden Fahrzeugpark entgegengewirkt wird. Eine schnelle Erneuerung des Wagenparks hilft, die Emissionen im Strassenverkehr zu senken, und dank der modernen Assistenzsysteme die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer zu erhöhen.»

Die detaillierten Zahlen nach Marken stehen auf www.auto.swiss zur Verfügung. Die Auswertungen von auto-schweiz basieren auf Erhebungen des Bundes, die Daten sind möglicherweise vorläufig und nicht abgeschlossen. 

Weitere Auskünfte:
Frank Keidel
Mediensprecher
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Markt bleibt im Februar im Rückwärtsgang – Plug-in-Hybride bei elektrifizierten Antrieben gefragt

Markt bleibt im Februar im Rückwärtsgang – Plug-in-Hybride bei elektrifizierten Antrieben gefragt

Neue Personenwagen Februar 2026

Bern, 3. März 2026

Der Markt für neue Personenwagen in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein bleibt im Februar 2026 unter Druck. Mit 15’697 Neuzulassungen wurden 515 Fahrzeuge weniger immatrikuliert als im bereits schwachen Vorjahresmonat, was einem Rückgang von 3,2 Prozent entspricht. Unterschiedliche Dynamik bei den Antrieben: Einzig Plug-in-Hybride konnten gegenüber dem Vorjahr zulegen.

Der Markt für neue Personenwagen in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein bleibt auch im Februar 2026 im Rückwärtsgang. Mit einem Minus von 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat setzt sich der Negativtrend fort. Nach zwei Monaten beträgt der Rückgang kumuliert 4,1 Prozent. Rückläufige Zahlen bei den Personenwagen sind in den ersten Wochen des Jahres zwar eine typische Gegenbewegung zum Jahresendgeschäft, aber die CO2-Überregulierung verstärkt diese Marktverzerrung noch.

Unterschiedliche Dynamik bei den Antrieben
Klassische Verbrenner verlieren weiter an Bedeutung. Beispielsweise wurden weniger als 1’000 Fahrzeuge mit Dieselantrieb im Februar neu zugelassen, was einem Rückgang von 26,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Bei den elektrifizierten Antrieben zeigt sich ein differenziertes Bild. Während Voll- sowie Mildhybride, die den grössten Anteil der Neuzulassungen ausmachen, mit 6’009 Neuzulassungen auf der Stelle traten, gingen reinelektrische Antriebe (BEV) um 8,5 Prozent auf 3’113 Einheiten zurück. Einzig Plug-in-Hybride (PHEV) verzeichneten einen deutlichen Zuwachs von 25,1 Prozent auf 1’829 Neuzulassungen. Damit kamen im Februar doppelt soviele Plug-in-Hybride wie Dieselfahrzeuge in den Verkehr.

Thomas Rücker, Direktor bei auto-schweiz, sagt: «Der deutliche Rückgang bei Diesel-Fahrzeugen unterstreicht den strukturellen Wandel im Markt. Insgesamt bleibt die Erneuerung des Fahrzeugbestands zentral, um CO₂-Emissionen weiter zu senken und die Verkehrssicherheit zu erhöhen.» 

Die detaillierten Zahlen nach Marken stehen auf www.auto.swiss zur Verfügung. Die Auswertungen von auto-schweiz basieren auf Erhebungen des Bundes, die Daten sind möglicherweise vorläufig und nicht abgeschlossen. 

Bereit zum Rennsportauftakt
Wussten Sie, dass ab der Formel 1 Saison 2026 die Hybridmotoren ausschliesslich mit CO₂-neutralem synthetischen Treibstoff betrieben werden? Mit diesem starken Signal für verminderte Emissionen im Rennsport wird nicht nur die technische Möglichkeit ausgelotet, sondern dieser Treibstoff wird gleichzeitig auch unter Extrembedingungen auf die Beständigkeit geprüft. Erstmalig wird damit bewiesen, dass mit synthetischem Treibstoff selbst unter hoher Temperaturbelastung und maximalen Druckverhältnissen Höchstleistungen erzielt werden können. Synthetische Treibstoffe sind derzeit noch sehr teuer. Aber mit ihrer Hilfe könnte auch der bestehende Fahrzeugpark seinen Beitrag zu den Klimazielen leisten. 

Weitere Auskünfte:
Frank Keidel
Mediensprecher
T 076 399 69 06
frank.keidel@auto.swiss 

Fehlstart ins neue Jahr – Druck auf verkehrs- und klimapolitische Kurskorrektur steigt weiter

Fehlstart ins neue Jahr – Druck auf verkehrs- und klimapolitische Kurskorrektur steigt weiter

Neue Personenwagen Januar 2026

Bern, 3. Februar 2026

Das Auto-Jahr 2026 beginnt mit einem Fehlstart: Gerade einmal etwas mehr als 14'000 neue Personenwagen sind im Januar in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein immatrikuliert worden. Damit wurde das bereits tiefe Marktniveau aus dem Vorjahr um 5,1 Prozent unterschritten. Damit setzt sich die Überalterung der Schweizer Autoflotte fort, und die Klimaziele werden unerreichbar. Eine rasche verkehrs- und klimapolitische Kurskorrektur ist dringend notwendig. 

Der Schweizer Markt für neue Personenwagen ist sehr schwach ins Jahr 2026 gestartet. Die 14'027 Neuzulassungen entsprechen einem Minus von 5,1 Prozent gegenüber Januar 2025 und markieren den schlechtesten Zulassungsmonat in diesem Jahrhundert. Auffällig ist die Diskrepanz zum starken Vormonat Dezember. Gegenüber Dezember 2025 gingen die Neuzulassungen im Januar 2026 im Vergleich um 47,6% oder knapp die Hälfte zurück. Rückläufige Januarzahlen bei den Personenwagen sind zwar eine typische Gegenbewegung zum Jahresendgeschäft, aber die CO2-Überregulierung verstärkt diese Marktverzerrung markant. Das lässt sich an den BEV-Neuzulassungen gut ablesen: Im Januar 2026 wurden mit 2'913 Fahrzeugen zwei Drittel oder 66 Prozent weniger BEV in Verkehr gesetzt als im Dezember 2025 (8'584).

Die Schweizer Autoimportwirtschaft und die Händler und Garagisten hatten im Dezember alles unternommen, um die CO2-Sanktionen zu vermeiden oder zu minimieren. Dadurch kam es im Jahresendgeschäft zu unnatürlichen Effekten. Die Januarzahlen sind grundsätzlich nur bedingt aussagekräftig für den weiteren Jahresverlauf, aber das Minus von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr macht deutlich, dass für die CO2-Rahmenordnung dringender Anpassungsbedarf besteht. Peter Grünenfelder, Präsident von auto-schweiz, sagt: «Bundesrat und Parlament sind angesichts dieser Zahlen mehr denn je gefordert, die CO2-Rahmenbedingungen rasch anzupassen und die Klima- und Verkehrspolitik endlich an der Markrealität auszurichten, um weitere Schäden zulasten von Autowirtschaft, KMU und privaten Haushalten zu vermeiden. Ansonsten setzt sich die Überalterung des Schweizer Fahrzeugbestands unvermindert fort und die klimapolitischen Ziele verkommen zur unbezahlbaren und wirtschaftlich höchst schädlichen Utopie.»

Die detaillierten Zahlen nach Marken stehen auf www.auto.swiss zur Verfügung. Die Auswertungen von auto-schweiz basieren auf Erhebungen des Bundes, die Daten sind möglicherweise vorläufig und nicht abgeschlossen. 

Weitere Auskünfte:
Frank Keidel
Mediensprecher
T 076 399 69 06
frank.keidel@auto.swiss 

Klima- und wirtschaftspolitisch fatal: auto-schweiz kritisiert Verzicht auf Flexibilisierung der CO2-Emissionsvorschriften scharf

Klima- und wirtschaftspolitisch fatal: auto-schweiz kritisiert Verzicht auf Flexibilisierung der CO2-Emissionsvorschriften scharf

Bern, 30. Januar 2026

auto-schweiz, die Vereinigung Schweizer Automobil-Importeure, nimmt mit grosser Verwunderung zur Kenntnis, dass die enormen Transformationslasten ihrer Mitgliederunternehmen und der KMU-Vertriebspartner im Handel bei der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (UREK-N) kein Gehör fanden. Zu den direkten CO2-Sanktionskosten, die der Bund auf 125 Millionen Franken schätzt, kommen noch sogenannte Vermeidungskosten in mindestens gleicher Höhe hinzu. Die volkswirtschaftlichen Schäden durch den Schweizer Sonderweg sind immens und gefährden die Wettbewerbsfähigkeit und zukünftige Investitionen. Mit dem Abrutschen auf den 13. Platz in Europa beim Hochlauf der Elektromobilität und dem ältesten Fahrzeugbestand der Schweizer Geschichte rücken die Klimaziele durch diesen Sonderweg in weite Ferne.  

Am Dienstag hat die Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (UREK-N) ihre Initiative zur Flexibilisierung der CO2-Emissionsvorschriften für die Jahre 2025 bis 2027 (25.481) zurückgezogen. Damit verzichtet sie darauf, das CO2-Gesetz im Gleichschritt mit der Europäischen Union (EU) anzupassen. Die EU hat den Herstellern eine dreijährige Übergangsfrist zur Erreichung der CO2-Ziele ermöglicht, ohne dabei die Zielwerte in Frage zu stellen.

«Die knappe Mehrheit in der Kommission nimmt in vollem Bewusstsein wirtschaftliche Verwerfungen in der Schweizer Autowirtschaft in Kauf und gefährdet damit Arbeitsplätze, Lehrstellen und Investitionen. Eine solche realitätsferne Politik ist gerade auch angesichts der angespannten Konjunkturlage und der schwierigen wirtschaftlichen Lage der Schweizer Autobranche verantwortungslos», führt Verbandspräsident Peter Grünenfelder aus.  

Thomas Rücker, Direktor auto-schweiz, kritisiert: «Wir standen voll hinter den Zielen dieser Kommissionsinitiative und sind masslos enttäuscht, dass die teilweise existentiellen Sorgen der Importunternehmen und vor allem ihrer Handelspartner kein Gehör bei der Kommission fanden. Die Einschätzung der Kommission, Sanktionszahlungen von rund 125 Millionen Franken seien «verkraftbar», verkennt die wirtschaftliche Realität der Schweizer Automobilwirtschaft und deren finanzielle Sorgen aufgrund des tiefen Gesamtmarkts sowie der regulierungsbedingt unzureichenden Nachfrage nach Steckerfahrzeugen.

Der Neuwagenmarkt befindet sich, Pandemieeffekte ausgenommen, auf dem tiefsten Stand seit über 25 Jahren, die Margen stehen unter erheblichem Druck, und zahlreiche Betriebe sehen sich mit sinkenden Volumen und steigenden Kosten konfrontiert. Sanktionen in dieser Grössenordnung entziehen der Branche dringend benötigte Mittel für Investitionen, Innovationen und den Erhalt von Arbeitsplätzen. Entgegen der Darstellung in der Medienmitteilung der Kommission betrifft dieser Entscheid keineswegs nur Grossimporteure, sondern belastet auch Garagisten und KMU in der ganzen Schweiz sowie Autokäufer. 

Die Branche hat im vergangenen Jahr alles unternommen, um die CO2-Emissionsziele einzuhalten. Rücker sagt: «Die dadurch entstandenen sogenannten Vermeidungskosten sind ausserordentlich hoch und übersteigen die direkten Sanktionskosten.» Zu den Vermeidungskosten zählen beispielsweise: Senkung der Werbeaufwendungen, Abwertung von bewusst breit verfügbar gehaltenen Demonstrationsfahrzeugen, die überproportionale Abwertung von Occasionsfahrzeugen aufgrund schwacher Nachfrage sowie die hohen Lagerbestände von Steckerfahrzeugen und Ausgaben für den Emissionshandel. Der Verband rechnet bei seinen Mitgliedsunternehmen, die rund 95 Prozent des Schweizer Importmarkts abdecken, und den Partnern im Handel mit zusätzlichen Sparmassnahmen zur Senkung der Betriebskosten und einer weiteren Ausdünnung des Händlernetzes. 

Während die Schweiz stur an ihrem rigiden Sanktionsregime festhält und dadurch die inländische Autoimportwirtschaft jährlich mit Sanktionen belastet, wird im Rest Europas versucht, Sanktionsfolgen zu vermeiden. Zusätzlich wird dort die stark belastete Autowirtschaft unterstützt, um Nachfrage sowie Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. In der Schweiz wurde bereits in den vergangenen Monaten zusätzlich belastend eine rückwirkend und unterjährig angepasste CO₂-Regelungen und ab dem 1. Januar 2024 die 4prozentige Automobilsteuer auf Elektrofahrzeuge eingeführt. Durch die weitere Erosion der Rahmenbedingungen rücken die Klimaziele durch diesen Sonderweg in weite Ferne. Mittlerweile ist die Schweiz auf den 13. Platz in Europa beim Hochlauf der Elektromobilität abgerutscht und weist den ältesten Fahrzeugbestand der Schweizer Geschichte aus.

Um diese wirtschaftlichen und ökologischen Verwerfungen abzumildern, bedarf es nun dringend eines Verzichts auf die 4prozentige Automobilsteuer und eine marktrealistischere Rahmenordnung. auto-schweiz wird ihre Bemühungen zugunsten besserer Rahmenbedingungen auch nach dem abschlägigen Entscheid der UREK-N fortsetzen. 

Die Schweizer Automobilitätspolitik braucht dringend eine Kurskorrektur

Die Schweizer Automobilitätspolitik braucht dringend eine Kurskorrektur

Jahresmedienkonferenz 2026

Zürich, 20. Januar 2026

An ihrer heutigen Jahresmedienkonferenz fordert auto-schweiz eine deutliche Kurskorrektur in der Schweizer Automobilitäts- und Klimapolitik. Es gilt, die Überregulierung rasch zu beenden, Mobilität wieder bezahlbar zu machen, und die politischen Rahmenbedingungen zu verbessern. Nur so lassen sich die Schweizer Klimaziele mit den Bedürfnissen der Branche und der Konsumenten vereinbaren.

Der Schweizer Personenwagenmarkt befindet sich in einem historischen Tief. Die knapp 234’000 Neuzulassungen im Jahr 2025 entsprechen dem tiefsten Stand seit 25 Jahren, abgesehen von der Corona-Pandemie. Während sich die europäischen Märkte schrittweise erholen, verharrt die Schweiz klar unter dem Vor-Pandemie-Niveau von über 300’000 Fahrzeugen pro Jahr. Diese Entwicklung ist hausgemacht: Eine realitätsferne Regulierung, hohe Energiepreise und fehlende marktwirtschaftliche Anreize bremsen die Nachfrage. Dabei hat die Automobilimportwirtschaft geliefert: Die Automobilhersteller investieren Jahr für Jahr mehr als 80 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung, mehr als jede andere Branche in Europa. Die Kunden können zwischen rund 300 elektrifizierten Personenwagen-, 70 Lieferwagen sowie 45 Lastwagen in allen Preis- und Nutzungskategorien wählen. 

Trotz dieses breiten Angebots verläuft der Hochlauf emissionsarmer Fahrzeuge nur schleppend. Der Marktanteil der Steckerfahrzeuge lag 2025 bei rund 34 Prozent und damit deutlich unter den politischen Zielwerten. Die 50 Prozent-Zielmarke der Roadmap des Bundes wird klar verfehlt; die Ausbreitung der Elektromobilität braucht mehr Zeit als von der Politik erwartet. Das Problem liegt bei den politisch gesetzten Rahmenbedingungen und den zu ambitionierten Fristen: hohe Strompreise, ungenügende städtische Ladeinfrastruktur, regulatorische Unsicherheit sowie neue Steuer- und Abgabenpläne verunsichern Private ebenso wie Firmenkunden.

auto-schweiz-Präsident Peter Grünenfelder sagt: «Die Politik muss aufhören, die Automobilwirtschaft zu drangsalieren und die Mobilität für Private und Firmen zu verteuern. Stattdessen braucht es ein funktionierendes Ökosystem für die Elektromobilität, Investitionssicherheit und verlässliche politische Signale für Autonutzerinnen und -nutzer. Davon profitieren alle: Private, Unternehmen, unser Wirtschaftssektor und das Klima».   

Bezahlbare Mobilität und bessere Rahmenbedingungen sind der Schlüssel zum Erfolg
auto-schweiz fordert deshalb den Abbau der finanziellen Belastung für die Autowirtschaft und Autonutzer. Dazu zählen ein Deregulierungspaket für die Autowirtschaft mit einem raschen Abbau bürokratischer Auflagen, die Kosten verursachen, aber keine Lenkungswirkung entfalten, der Verzicht auf neue Steuern und Abgaben, die Abschaffung der 4-prozentigen Automobilimportsteuer sowie Preiswettbewerb im Strommarkt. Ebenso zentral ist eine Verbesserung der politischen Rahmenbedingungen für Elektromobilität. Die Schweiz soll die europäischen Flexibilisierungsmassnahmen übernehmen und konsequent auf einen kostenverursachenden «Swiss Finish» verzichten. Die Zielerreichung ist zeitlich zu glätten und der Absenkungspfad marktrealistisch auszugestalten. Von der millionenschweren, unwirksamen Sanktionspolitik ist wegzukommen, dafür ist die Technologieoffenheit zu stärken. Helmut Ruhl, Vizepräsident auto-schweiz und CEO AMAG Group AG, sagt: «Entscheidend für den Markthochlauf sind zudem der beschleunigte Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur in den Städten sowie die Umsetzung des Rechts auf Laden.»

Die acht Forderungen von auto-schweiz:

1.    Autowirtschaft deregulieren
2.    Keine neuen Steuern (E-Abgabe, LSVA)
3.    4%-Automobilimportsteuer abschaffen
4.    Preiswettbewerb am Strommarkt
5.    Europäische Flexibilisierung übernehmen
6.    CO2-Sanktionsmechanismus überarbeiten
7.    Öffentlichen Ladeinfrastruktur ausbauen
8.    «Verkehr 45»: mehr Projekte für den Strassenverkehr


Schweizer Sonderweg verteuert die Mobilität und bremst das Erreichen der Klimaziele
Die Schweiz verfügt europaweit über eines der rigidesten CO₂-Sanktionsregimes mit Strafzahlungen im dreistelligen Millionenbereich, welche einseitig die Fahrzeugimporteure treffen, unabhängig von der tatsächlichen Nachfrage. Donato Bochicchio, Vizepräsident auto-schweiz, Managing Director PCDOL & LOGEP, Emil Frey AG, ergänzt: «Während das restliche Europa seine CO₂-Vorgaben flexibilisiert hat und sie marktnäher gestalten will, hält die Schweiz an einem Sanktionsmodell fest, das die Mobilität verteuert und Ersatzinvestitionen schwächt». Gekoppelt mit einer hohen Steuer- und Abgabenlast der Fahrzeugbesitzer wird dadurch eine weitere Ausbreitung der Elektromobilität massiv erschwert. 

E-Abgabe ist aufzuschieben
Eine zusätzliche Abgabe auf Elektrofahrzeuge ist zum heutigen Zeitpunkt kontraproduktiv und bremst den dringend notwendigen Markthochlauf. Solange Elektrofahrzeuge nur einen geringen Anteil am Gesamtwagenpark ausmachen, lehnt auto-schweiz neue Belastungen entschieden ab und fordert stattdessen stabile, investitionsfreundliche Rahmenbedingungen.

Überarbeitung der Schwerverkehrsabgabe
Die Elektrifizierung des Schwerverkehrs ist ein bisheriger Erfolg der Schweizer Verkehrspolitik, der nicht durch regulatorische Unsicherheit gefährdet werden darf. Für die Leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA) braucht es langfristige Planungs- und Investitionssicherheit sowie verlässliche Übergangsregelungen, damit Unternehmen weiterhin in emissionsarme Lastwagen investieren.

Keine Zweckentfremdung der Finanzmittel von den Automobilisten
Die Automobilisten leisten bereits heute jährlich rund 13 Milliarden Franken an Steuern und Abgaben und finanzieren die Verkehrsinfrastruktur mehr als kostendeckend. Diese Mittel müssen konsequent und vollständig der Mobilitätsinfrastruktur zugutekommen – eine Zweckentfremdung untergräbt Akzeptanz, Investitionsbereitschaft und Vertrauen.

Infrastrukturprogramm «Verkehr ’45» aus Schieflage befreien
Ein weiterer zentraler Hebel für eine zukunftsfähige Mobilitätspolitik ist das Infrastrukturprogramm «Verkehr ’45». Obwohl der Strassenverkehr den Grossteil der Personen- und Güterkilometer erbringt und sich selbst finanziert, werden dringend notwendige Strassenprojekte aus politischen Gründen zurückgestellt. Die Folge sind jährlich rund 55’000 Staustunden mit volkswirtschaftlichen Schäden von mehreren Milliarden Franken. auto-schweiz fordert deshalb deutlich mehr Projekte für den Strassenverkehr. Die Mittel dafür sind vorhanden.

Schweizer Nutzfahrzeugmarkt im Rückwärtsgang wegen Planungsunsicherheiten und Konjunktursorgen

Schweizer Nutzfahrzeugmarkt im Rückwärtsgang wegen Planungsunsicherheiten und Konjunktursorgen

Neue Nutzfahrzeuge im Gesamtjahr 2025

Bern, 15.Januar 2026

Der Schweizer Markt für neue Nutzfahrzeuge hat im Jahr 2025 einen markanten Rückgang von 8,3 Prozent auf nur noch 38’707 Neuzulassungen verzeichnet. Besonders stark betroffen waren schwere Nutzfahrzeuge und Personentransportfahrzeuge, während sich bei elektrisch angetriebenen Nutzfahrzeugen ein gegenteiliger Trend zeigt: Die starke Förderung und die Angebotsvielfalt haben dazu beigetragen, dass im Jahr 2025 mehr als jeder fünfte neue Lastwagen mit Strom fährt.

Bei den schweren Nutzfahrzeugen über 3,5 Tonnen Gesamtgewicht sank die Zahl der Neuzulassungen von 4'876 Fahrzeugen im Jahr 2024 auf 4'197 im Jahr 2025. Das entspricht einem Rückgang von 14 Prozent. Ein zentraler Grund für diese Entwicklung ist die anhaltende Unsicherheit rund um die leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA). Wie geht es nach 2029 weiter? Offen ist für viele Transportunternehmen insbesondere, ab wann neue LSVA-Kategorien gelten. Die aktuelle parlamentarische Debatte um den Einführungszeitpunkt der LSVA-Erhebung für Elektrofahrzeuge verunsichert zunehmend den Markt. Noch vor kurzem gingen die Marktteilnehmer davon aus, dass Elektrolastwagen bis 2031 von der LSVA befreit sind. Die fehlende Planungssicherheit führt dazu, dass Investitionen in neue – teurere, aber umweltfreundlichere – Fahrzeuge nun zunehmend aufgeschoben werden.

Marktanteil von Elektro-Nutzfahrzeugen stark gestiegen
Trotz des allgemeinen Markteinbruchs hat sich die Elektrifizierung bei schweren Nutzfahrzeugen (>3,5t) bislang fortgesetzt. Die 942 neu in Verkehr gesetzten Fahrzeuge mit reinelektrischem Antrieb entsprechen einem Marktanteil von 22,4 Prozent, ein neuer Höchststand. Im abgelaufenen Jahr wurden 524 neue schwere batterieelektrische Lastwagen (BEV, >16t) neu zugelassen, was in dieser Gewichtsklasse einem Marktanteil von mehr als 16 Prozent entspricht. Das bisherige Fördersystem erzeugte insbesondere für die letztgenannte Kategorie eine beachtliche Marktnachfrage. 

auto-schweiz-Direktor Thomas Rücker kommentiert die gegenläufige Entwicklung: «Unsicherheiten über regulatorische Rahmenbedingungen und Konjunktursorgen hatten den Schweizer Nutzfahrzeugmarkt im Jahr 2025 fest im Griff. Dank dem bestehenden regulatorischen Umfeld ist die Schweiz bei der Elektrifizierung der schweren Nutzfahrzeuge im europäischen Vergleich zwar vorn dabei. Diese Position verspielen wir aber durch die Unsicherheit rund um die LSVA zunehmend. Es braucht unbedingt langfristige Planungs- und Investitionssicherheit, damit der bisherige Markterfolg nicht gefährdet wird.» Für Rücker hält der Nutzfahrzeugmarkt aber ein ermutigendes Zeichen für den Personenwagenmarkt bereit. «Es zeigt, dass sich ein Markt mit einem stimulierenden regulatorischen Umfeld wirksam steuern lässt. Finanzielle Anreize und Rahmenbedingungen, die sich an der Marktrealität ausrichten, zeigen Wirkung.» 

Neuzulassungen bei leichten Nutzfahrzeugen spiegeln Konjunktursorgen
Auch bei den leichten Nutzfahrzeugen bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht, den Lieferwagen und leichten Sattelschleppern, blieb in diesem Jahr eine Erholung aus. Im Gesamtjahr 2025 wurden 28'992 Fahrzeuge neu zugelassen, was einem Rückgang von 5,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Gerade kleine und mittlere Unternehmen sowie eine Vielzahl von Handwerkern rechnen offensichtlich mit einer Eintrübung der wirtschaftlichen Aussichten und zögern den Fahrzeugersatz hinaus.

Lieferwagen werden ökologischer
Bei den leichten Nutzfahrzeugen blieb der Dieselantrieb die dominierende Antriebsart, verlor aber Marktanteile an Plug-in-Hybride und reinelektrische Antriebe. Im Jahr 2024 betrug der Marktanteil der sogenannten Steckerfahrzeuge 8,1 Prozent. Dieser Anteil schnellte im Jahr 2025 auf 16,9 Prozent hoch. Die 4’895 Steckerfahrzeuge im Jahr 2025 (vs. 2’457 im 2024) entsprechen einer Verdoppelung. Diese Entwicklung ist auch der Anpassungsleistung der Fahrzeughersteller geschuldet. Die Importeure haben ihr Angebot an elektrifizierten Modellen stark ausgebaut, um die 20 Prozent strengeren Emissionsvorgaben für Lieferwagen erfüllen zu können.

Fast ein Fünftel weniger Personentransportfahrzeuge
Einen deutlichen Rückgang verzeichneten die Personentransportfahrzeuge. Die Neuzulassungen gingen im Jahr 2025 um 19 Prozent auf 5'518 Neuzulassungen zurück (2024: 6'800). Hauptverantwortlich dafür war die Entwicklung bei Kleinbussen, Reisecars sowie Wohnmobilen. Während sich der Rückgang bei Wohnmobilien schon länger abzeichnete, verzeichnete der Markt einen grossen Zuwachs an Bussen. In diesem Segment wuchs der Markt um beachtliche 49 Prozent. Verantwortlich dafür waren grössere Ersatzinvestitionen im öffentlichen Verkehr. 

Zusammen mit den historisch tiefen 233'737 neuen Personenwagen sind im Jahr 2025 in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein insgesamt 272'444 neue Motorfahrzeuge in Verkehr gesetzt worden. Im Vergleich zum Vorjahreswert von 281'740 stellt dies einen weiteren Rückgang um 9'296 Neuimmatrikulationen oder 3,3 Prozent dar. 

Die detaillierten Zahlen nach Marken stehen auf www.auto.swiss zur Verfügung. Die Auswertungen von auto-schweiz basieren auf Erhebungen des Bundes, die Daten sind möglicherweise vorläufig und nicht abgeschlossen. 

Weitere Auskünfte:
Frank Keidel
Mediensprecher
T 076 399 69 06
frank.keidel@auto.swiss 

Fehlgeleitete CO2-Regulierung: Schweizer Automarkt auf historischem Tief

Fehlgeleitete CO2-Regulierung: Schweizer Automarkt auf historischem Tief

Neue Personenwagen 2025

Bern, 2. Januar 202

Verursacht durch die europaweit rigideste CO2-Regulierung erreicht der Schweizer Automobilmarkt mit 233’737 Neuzulassungen 2025 den tiefsten Stand seit über 25 Jahren. Während sich der europäische Markt sukzessive erholt und leicht wächst, bleibt die Schweiz erneut unter dem Vorjahresniveau. Der Anteil neu zugelassener Steckerfahrzeuge beträgt 2025 ein Drittel. Damit bleibt das politische Ziel von 50-Prozent Steckerfahrzeugen ausser Reichweite. Trotz immenser Marktanstrengungen mit über 300 E-Modellen sind daher CO₂-Sanktionsfolgen in dreistelliger Millionenhöhe für die Importeure zu erwarten. Mit dieser Sanktionspolitik steht die Schweiz europaweit isoliert da. 

Mit 233’737 Neuzulassungen verzeichnet der Schweizer Automobilmarkt im Gesamtjahr 2025 ein äusserst schwieriges Jahr. Gegenüber dem Vorjahr wurden knapp 6’000 Fahrzeuge weniger immatrikuliert, was einem Rückgang von 2,4 Prozent entspricht. Damit erreicht der Markt – unter Ausklammerung der Corona-Pandemie – den tiefsten Stand seit mehr als 25 Jahren. Der Schweizer Gesamtmarkt bleibt, anders als das restliche Europa, weiterhin deutlich unter dem langjährigen Vorkrisenniveau von rund 300’000 Neuzulassungen pro Jahr. Der Volumenverlust der Schweizer Automobilwirtschaft resultiert aus marktfremden CO2-Vorgaben, überdurchschnittlich hohen Energiepreisen und konjunkturellen Unsicherheiten, was sowohl Konsumentinnen und Konsumenten als auch Gewerbetreibende belastet. Die Erneuerung des Wagenparks verzögert sich dadurch weiter. Die letzte Erhebung vom Bundesamt für Statistik zeigt ein Durchschnittsalter von 10,5 Jahren, während es vor 25 Jahren (2000) noch 7,4 Jahre betrug.

Peter Grünenfelder, Präsident von auto-schweiz, sagt: «Der Schweizer Automarkt schrumpft auf ein historisches Tief. Diese Entwicklung ist das Resultat einer fehlgeleiteten Klimapolitik mit einer europaweit einzigartigen CO2-Überregulierung, die gravierende Folgen für die Importeure, Händler und die Schweizer Autowirtschaft insgesamt hat. Die Bundespolitik muss sich endlich an den Marktrealitäten ausrichten. Die CO2-freie Mobilität kann nicht mit horrenden Strafzahlungen und Planwirtschaft, sondern nur mit Technologieoffenheit, einem funktionierenden Ökosystem und finanziellen Anreizen erreicht werden. Es braucht neben dem Wegfall der Sanktionen den Verzicht auf neue Elektrofahrzeug-Steuern und die Abschaffung des vierprozentigen Importzolls.»

Starker Dezember bestätigt saisonales Muster
Im Dezember 2025 wurden 26’744 Autos neu zugelassen. Das sind 5,5 Prozent mehr als im Vorjahr (-0,4 Prozent). Einmal mehr hat sich der Dezember als stärkster Monat des Jahres erwiesen. Dieses Wachstum wiederholt ein saisonales Muster und darf nicht als Trendwende missverstanden werden. 

Steckerfahrzeuge machen im Gesamtjahr rund ein Drittel der Neuzulassungen aus
Zusammengenommen erreichen Steckerfahrzeuge in einem Gesamtjahr einen Marktanteil von knapp mehr als einem Drittel (34 Prozent) an allen Neuzulassungen in der Schweiz. Der Marktanteil verteilt sich dabei auf 22,8 Prozent BEV und 11,2 Prozent PHEV. Damit liegen Steckerfahrzeuge nur noch knapp hinter den Hybridfahrzeugen, die insgesamt 35 Prozent der Neuzulassungen ausmachen. Im Jahr 2025 wurden 82'603 Hybride, 53'250 BEV und 26'189 PHEV (total 162'042 Einheiten) zugelassen.

Einbruch bei Diesel- und Benzinfahrzeugen
Der steigenden Akzeptanz für elektrifizierte Antriebe steht ein deutlicher Rückgang bei den klassischen Verbrennern gegenüber. Diesel-Fahrzeuge verzeichnen ein Minus von rund 30 Prozent, Benziner einen Rückgang von rund 20 Prozent. Beide Antriebsarten kommen im Neuwagenmarkt zusammen auf 71'685 Einheiten. 

Thomas Rücker, Direktor von auto-schweiz, ordnet die Zahlen ein: «Unsere Mitglieder haben mehr als 300 attraktive E-Modelle im Angebot. Trotz dieser Vielfalt und interessanten Einstiegsangeboten verläuft der Hochlauf emissionsarmer Fahrzeuge und die Erneuerung des Fuhrparks in der Schweiz nur schleppend. Für ein beschleunigtes Wachstum braucht es eine E-mobilitätsfreundliche Politik samt tieferen Strompreisen sowie einen markanten Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur.» 

Die detaillierten Zahlen nach Marken stehen auf www.auto.swiss zur Verfügung. Die Auswertungen von auto-schweiz basieren auf Erhebungen des Bundes, die Daten sind möglicherweise vorläufig und nicht abgeschlossen

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Immatrikulationen neuer Personenwagen (CH + FL) nach Marken, Dezember 2025

Grafik Entwicklung Automarkt (CH + FL) in den vergangenen 13 Monaten

Jetzt sind Technologieoffenheit und Flexibilisierung gefordert

Jetzt sind Technologieoffenheit und Flexibilisierung gefordert

Bern, 16. Dezember 2025

auto-schweiz begrüsst, dass die Ankündigung der EU-Kommission die Marktrealität auf dem Weg zu Netto-Null berücksichtigt. Auch Bundesbern ist gefordert, die Rahmenbedingungen für die Defossilisierung des Verkehrssektors zu verbessern.

auto-schweiz begrüsst den Entscheid der EU-Kommission, der europäischen Automobilbranche, an der 13 Millionen Arbeitsplätze hängen, bei ihrer fundamentalen Transformation entgegenzukommen. Die Kurskorrektur ist als Eingeständnis zu werten, dass bis 2035 europaweit kein tragfähiges Ökosystem für Elektromobilität geschaffen werden kann, und dass es ein industriepolitischer Fehler war, per 2035 einen Nullausstoss für die Neuwagenflotte auszurufen. Diese einseitige Festlegung polarisiert die Gesellschaften und verunmöglicht eine offene Technologieausgestaltung zur Erreichung der Ziele. 

Diese Signale sollten auch in der Schweizer Politik gehört werden, denn hierzulande ist die Ausgangssituation vergleichbar. Zusätzlich ist in der Schweiz die Automobilbranche als einziges Land in Europa von horrenden Sanktionszahlungen in dreistelliger Millionenhöhe betroffen, weil sich zu wenig Neuwagenkäufer trotz attraktivem Angebot für Autos mit emissionsarmen Antrieben (reinelektrische Antriebe (BEV) und Plug-in-Hybride (PHEV) entscheiden. Ebenso hat die europäische Flexibilisierung der CO2-Regulierung für die Schweizer Fahrzeugflotte noch keine Entsprechung gefunden. Erst recht nach dem jüngsten EU-Entscheid ist die Schweizer Automobilwirtschaft mit einem deutlich dogmatischeren Klimakurs konfrontiert als der Rest Europas. Werden diese zusätzlichen «Swiss Finish»-Regulierungen und marktferne Politik beibehalten, wird sich die Mobilität für die Schweizer Bevölkerung und das Gewerbe verteuern.

Peter Grünenfelder, Präsident von auto-schweiz, sagt: «Es ist ein Irrweg, die Klimaziele im motorisierten Verkehr per staatlichem Dekret allein über Elektromobilität ohne unterstützende Rahmenbedingungen erzwingen zu wollen. Die EU-Kommission hat dies erkannt und ihren Kurs korrigiert. Auch in Bundesbern braucht es mehr Realitätsbewusstsein und vor allem auch eine politische Unterstützung der Schweizer Autowirtschaft mit ihren rund 120’000 Arbeitsplätzen. Statt Technologiezwang brauchen wir Rahmenbedingungen, die günstigen Strom, ausreichende und bequem zugängliche Ladeinfrastruktur sowie Offenheit zur Entwicklung neuer Technologien ermöglichen.» Davon profitiert auch die Bevölkerung mit 78 Prozent der Schweizer Haushalte, die ein Auto besitzen, und Millionen von Erwerbstätigen, die auf das Automobil angewiesen sind.

Verbesserte Rahmenbedingungen für die Elektromobilität und Technologieoffenheit sind der Schlüssel zur Erreichung der Schweizer Klimaziele
Zur schnellen Skalierung der Elektromobilität muss der Zugang zu günstigem Strom für Mieter und Stockwerkeigentümer und -eigentümerinnen (rund 70 Prozent der Bevölkerung) sowie in den Agglomerationen ( 74 Prozent der Bevölkerung) deutlich vereinfacht werden. Zudem ist ein technologieoffener Ansatz auch in der Schweiz sinnvoll, wo der Gesamtbestand der Personenwagen durchschnittlich 10,5 Jahre alt ist und die Nachfrage nach reinen Elektroantrieben (BEV) und Plug-in-Hybriden (PHEV) erst sukzessive steigt. Nachhaltige Treibstoffe (inkl. biogene und synthetische Treibstoffe) können die CO₂-Emissionen rasch senken und dazu beitragen, dass die Schweizer Klimaziele erreicht werden. Dafür setzt sich auto-schweiz gemeinsam mit Partnerverbänden ein. 

Viele Wege führen nach Rom
Die Effizienz, die Leistungsfähigkeit als auch das Emissionsreduktionspotenzial von Elektrofahrzeugen ist deutlich besser als die anderen derzeit verfügbaren Technologien. Neben biogenen und synthetischen Treibstoffen senken auch andere Antriebstechnologien die CO2-Emmissionen: Wasserstoffelektrische Fahrzeuge (FCEV), Wasserstoffverbrenner, Hybride, und auch die Verbrennungsmotoren haben in den vergangenen Jahren grosse Fortschritte gemacht. Obwohl die Neuzulassungen in der Schweiz von Personenwagen von 1990 bis 2020 um 57 Prozent gestiegen sind, sind die CO2-Emissionen im gleichen Zeitraum um 6 Prozent gesunken.

Weitere Auskünfte:
Frank Keidel
Mediensprecher
T 076 399 69 06
frank.keidel@auto.swiss 

Steckerfahrzeuge bleiben deutlich hinter den politischen Zielwerten zurück

Steckerfahrzeuge bleiben deutlich hinter den politischen Zielwerten zurück

Neue Personenwagen November 2025

Trotz intensiver Verkaufsaktivitäten, attraktiven Angeboten und breiter Modellpalette zeigt der Gesamtmarkt kumuliert per Ende November 2025 keinen positiven Verlauf. Der Gesamtmarkt lässt angesichts eines Minus von 3.4% seit Anfang Jahr keine Erholung erkennen. Im Markt für neue Personenwagen in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein bleibt die Trendwende bei den Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeugen im November aus. Damit bleibt die Nachfrage weiterhin deutlich hinter den klimapolitischen Erwartungen und den marktfernen Anforderungen der CO₂-Regulierung zurück. 

Im November wurden 19’615 Autos neu zugelassen, annähernd so viele wie im Vorjahr (-0.4%). Dies illustriert die grossen Verkaufsanstrengungen der Importeure und Händler, die mit Aktionen versucht haben, ein weiteres schlechtes Jahr zu drehen. Dabei erreichten reinelektrische Fahrzeuge (BEV) im November immerhin einen Marktanteil von 24,3 Prozent, Plug-in-Hybride (PHEV) kamen auf 11,5 Prozent, was zusammen 35,8 Prozent ergibt. 

Kumuliert von Januar bis November bleiben die Neuzulassungen im Jahr 2025 mehr als drei Prozent (-3.4 Prozent) hinter den Zahlen von 2024 zurück: 206'993 neue Personenwagen wurden neu zugelassen. Kumuliert liegt der Marktanteil bei 21,6 Prozent BEV und 11,2 Prozent PHEV – zusammen 32,8 Prozent. Damit setzt sich der Trend der vergangenen Monate fort: Das moderate Wachstum kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Ziel der Roadmap Elektromobilität von 50 Prozent Steckerfahrzeugen ein unerfüllbarer Weihnachtswunsch bleibt. Die Zielverfehlung wird Sanktionsfolgen für die Schweizer Wirtschaft in dreistelliger Millionenhöhe fürs Jahr 2025 verursachen.

Die anhaltend niedrige Marktdurchdringung elektrischer Antriebe zeigt, dass der Funke immer noch nicht auf die Konsumenten überzuspringen vermag. Hohe Strompreise, die unzureichende Ladeinfrastruktur und fehlende marktwirtschaftliche Anreize sind Bremsklötze, die ein stärkeres Wachstum verhindern.

Thomas Rücker, Direktor von auto-schweiz, sagt: «Die Branche hat mobilisiert, was möglich ist – vom breiten Modellangebot bis zu zahlreichen Aktionen. Doch ohne ein funktionierendes Ökosystem Elektromobilität bleibt die Wende zum emissionsarmen Autofahren auf halbem Weg stecken. Eine weitere Verteuerung der individuellen und gewerblichen Mobilität ist abzulehnen.»

PHEV-Wachstum setzt sich fort
Erfreulich ist der stabile Aufwärtstrend bei den Plug-in-Hybridfahrzeugen, die im November gegenüber dem Vorjahresmonat um ein Drittel auf 11,5 Prozent zugenommen haben: Viele Kundinnen und Kunden schätzen die Kombination aus elektrischem Fahren im Alltag und Reichweitenflexibilität, die der Verbrennungsmotor sicherstellt. Die Nachfrage nach PHEV trägt zur Modernisierung der Fahrzeugflotte und zur Reduktion der CO₂-Emissionen beiträgt.

auto-schweiz fordert die Abschaffung des vierprozentigen Importzolls
Nach elf Monaten ist klar: Ohne zusätzliche politische und regulatorische Impulse wird das Ziel eines marktnahen Hochlaufs der Elektromobilität nicht erreichbar sein. Die verschärften CO₂-Zielwerte bleiben bei einem Steckeranteil von rund einem Drittel unerreichbar – mit erheblichen Folgen für die Importeure und einer Verteuerung der Mobilität für Konsumenten und Gewerbler. Peter Grünenfelder, Präsident von auto-schweiz, sagt: «Die Schweiz bremst sich selbst aus. Es kann doch nicht sein, dass sich als schwerfällig verschriene EU lernfähiger zeigt als wir.» Es braucht jetzt wirtschaftsfreundlichere Rahmenbedingungen, damit Konsumenten und KMU in neue, emissionsärmere Fahrzeuge investieren. Grünenfelder fordert: «Das bedeutet konkret eine Flexibilisierung der CO₂-Regelung, eine Politik ohne Sanktionen, den Verzicht auf neue E-Steuern und die Abschaffung des vierprozentigen Importzolls.»

Die detaillierten Zahlen nach Marken stehen auf www.auto.swiss zur Verfügung. Die Auswertungen von auto-schweiz basieren auf Erhebungen des Bundes, die Daten sind möglicherweise vorläufig und nicht abgeschlossen. 

Weitere Auskünfte:
Frank Keidel
Mediensprecher
T 076 399 69 06
frank.keidel@auto.swiss 

Einigung zwischen Schweiz und USA im Zollstreit bietet Chancen – Automobilsteuer generell abschaffen

Einigung zwischen Schweiz und USA im Zollstreit bietet Chancen – Automobilsteuer generell abschaffen

Bern, 18. November 2025

auto-schweiz begrüsst die grundsätzliche Einigung zwischen der Schweiz und den USA über eine deutliche Senkung der US-Importzölle. Jetzt ist vom Bund ein mutiger Schritt gefordert, Importzölle wie die Automobilsteuer für alle Herstellerländer aufzuheben. Beim Abbau der Handelsbarrieren gilt es, gleich lange Spiesse für alle Marktteilnehmer zu gewährleisten.

auto-schweiz, die Vereinigung Schweizer Automobil-Importeure, begrüsst die am vergangenen Wochenende bekannt gewordene grundsätzliche Einigung zwischen der Schweiz und den USA über eine deutliche Senkung der US-Zölle. Die gemeinsame Absichtserklärung ist ein wichtiges Signal für den bilateralen Handel. 

Jetzt die Automobilsteuer abschaffen
In der gemeinsamen Erklärung ist festgehalten, dass neben der Senkung der US-Zölle auch nichttarifäre Handelshemmnisse für US-Waren, also auch Autos, beseitigt werden sollen. Für auto-schweiz ist klar, dass dies zum Anlass zu nehmen ist, den “alten Zopf” der  Automobilsteuer defnitiv abzuschneiden. Diese Steuer in Höhe von vier Prozent, die bei der Einfuhr von jedem neuen Personenwagen erhoben wird, ist faktisch ein Zoll und belastet sowohl Konsumentinnen und Konsumenten als auch die Schweizer Automobilwirtschaft. Die Abschaffung ist ein direkter Beitrag zu einer wettbewerbsfähigen und bezahlbaren Mobilität. auto-schweiz-Präsident Peter Grünenfelder hält fest: «Wenn der Bundesrat mit den USA über Einfuhrerleichterungen für US-Autos verhandelt, sollte auch die veraltete Automobilsteuer fallen, und dies für alle Herkunftsländer. Diese Abgabe ist nicht mehr zeitgemäss, verzerrt den Markt und belastet die Bevölkerung übermässig.» 

Gleiche Bedingungen, unabhängig vom Herkunftsland
Das vom Weissen Haus veröffentlichte Factsheet zur Absichtserklärung enthält auch einen Passus zur vereinfachten Übernahme von US-amerikanischen Sicherheitsstandards. auto-schweiz-Direktor Thomas Rücker betont: «Wir begrüssen grundsätzlich Handelserleichterungen für die Wirtschaft. Damit es zu keinen Wettbewerbsverzerrungen kommt, müssen die gleichen Standards für alle gelten – für US-amerikanische wie für europäische und asiatische Automobilhersteller.»

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Trotz stark wachsender Plug-in-Hybride kein goldener Oktober

Trotz stark wachsender Plug-in-Hybride kein goldener Oktober

Neue Personenwagen Oktober 2025

Bern, 4. November 2025

Im Oktober konnte der Schweizer Markt für neue Personenwagen die Verluste seit Anfang Jahr zumindest eindämmen. Den grössten Zuwachs verzeichneten dabei die Plug-in-Hybride (PHEV), die im Oktober im Vergleich zum Vorjahr ein Drittel zulegen konnten. Über alle Antriebsarten hinweg blieb das Ergebnis mit 18’451 Neuzulassungen gleichwohl 1,6 Prozent unter dem Vorjahreswert. Kumuliert seit Jahresbeginn wurden 187’378 neue Personenwagen in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein immatrikuliert – ein Rückgang von knapp vier Prozent gegenüber 2024. Die Automobilimporteure bleiben damit von CO2-Ausgleichzahlungen in dreistelliger Millionenhöhe bedroht.

Im Oktober 2025 entfielen 22,6 Prozent der Neuzulassungen auf reine Elektroautos (BEV), was einem Plus von 17,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Plug-in-Hybride (PHEV) zeigten gegenüber dem Vorjahresmonat das grösste Wachstum; sie legten um ein Drittel (33,6 Prozent) zu und erreichten einen Marktanteil von 12,8 Prozent. Zusammengenommen hatten im Oktober 2025 somit 35,4 Prozent der neuen Personenwagen einen Ladestecker. 

Die grossen Verkaufsanstrengungen und zahlreichen Aktionen der Importeure und Händler im Oktober konnten nichts daran ändern, dass seit Anfang Jahr eine Erholung des Gesamtmarkts ausgeblieben ist, während der Anteil Steckerfahrzeuge leicht ausgebaut werden konnte. Kumuliert wurden in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein seit Jahresbeginn 187’378 neue Personenwagen immatrikuliert. Über das gesamte Jahr liegt der kombinierte Marktanteil von Steckerfahrzeugen (BEV und PHEV) bei 32,5 Prozent und damit unter einem Drittel. Das in der «Roadmap Elektromobilität» formulierte Ziel, bis Ende Jahr die 50-Prozent-Marke zu erreichen, ist somit  unerreichbar. Damit drohen den Automobilimporteuren CO2-Ausgleichzahlungen in dreistelliger Millionenhöhe für das Jahr 2025.

Die EU ist für einmal der Schweiz voraus 
Trotz des massiven Ausbaus an Elektromodellen in allen Preiskategorien und gezielter Verkaufsförderungen bleibt die Nachfrage der Kunden nach Steckerfahrzeugen noch immer verhalten. «Unsere Mitglieder tun viel, um die Elektromobilität voranzubringen, das zeigte sich jüngst auch an der Automobilausstellung Auto Zürich. Doch die Marktrealität zeigt, dass die Kaufanreize und die aktuellen Rahmenbedingungen in der Schweiz nicht ausreichen, um die Kunden zu überzeugen», erklärt der Direktor von auto-schweiz, Thomas Rücker. Dabei verunsichern neue Belastungen wie die geplante E-Abgabe die Kunden zunehmend und erschweren die Antriebswende. Anders in der Europäischen Union (EU): Sofortmassnahmen wie die Flexibilisierung der CO2-Ziele, Steuererleichterungen in Ländern wie Belgien und Norwegen, dem EU-Champion bei der Elektromobilität, zeigen Wirkung. In der EU ist der Gesamtmarkt seit Anfang Jahr um 0.9 Prozent gewachsen, statt wie hier knapp vier Prozent zu verlieren. «Die Schweiz ist gut beraten, die Signale aus der EU für den hiesigen Markt schnell zu adaptieren. Sonst wird die Schweizer Wirtschaft durch den verschärfenden «Swiss Finish» stärker belastet als in der EU», erläutert Thomas Rücker.

Die detaillierten Zahlen nach Marken stehen auf www.auto.swiss zur Verfügung. Die Auswertungen von auto-schweiz basieren auf Erhebungen des Bundes, die Daten sind möglicherweise vorläufig und nicht abgeschlossen. 
 

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auto-schweiz
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Konjunktursorgen belasten den Nutzfahrzeugmarkt

Konjunktursorgen belasten den Nutzfahrzeugmarkt

Neue Nutzfahrzeuge Januar bis September 2025

Bern, 16. Oktober 2025

Der Schweizer Markt für Nutzfahrzeuge zeigt in den ersten neun Monaten 2025 ein gemischtes Bild: Die Zahl der Neuzulassungen bleibt insgesamt klar rückläufig, was sich in den verbleibenden drei Monaten kaum mehr korrigieren lässt. Einzig positiv zu vermerken ist, dass der Anteil elektrisch betriebener Lastwagen hoch ist. Jeder fünfte neue schwere Lastwagen fährt inzwischen mit Strom, was nur dank der bis anhin starken Förderung und positiven Rahmenbedingungen möglich war.

auto-schweiz-Direktor Thomas Rücker kommentiert die Entwicklung in den ersten neun Monaten: «Der Schweizer Nutzfahrzeugmarkt bleibt wegen Konjunktursorgen und sich weiter abzeichnender Planungsunsicherheiten im Rückwärtsgang. Die steigenden Immatrikulationen von elektrischen Nutzfahrzeugen sind ein ermutigendes Zeichen. Aber es braucht deutliche Fortschritte bei den Rahmenbedingungen, um die Elektrifizierung der Fuhrparks von KMU, Gewerblern und Transportunternehmen zu beschleunigen». Die Schnellladeinfrastruktur ist zu wenig für Lastwagen ausgelegt; und die Fuhrunternehmen benötigen Klarheit, wie es mit der leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe für elektrische Antriebe nach 2030 weitergeht. Die Diskussionen um weitere Kostenbeiträge der E-Mobilität für die Strasseninfrastruktur helfen nicht, die Attraktivität zu steigern. Thomas Rücker sagt: «Im gewerblichen Güterverkehr sind Planungssicherheit bei Investitionen sowie die Totalbetriebskosten existenziell. Tarifobergrenzen und andere Massnahmen müssen langfristig verbindlich verankert werden.»

Jeder fünfte neu zugelassene Lastwagen fährt elektrisch
Im Segment der schweren Nutzfahrzeuge wurden in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres 3’106 Neuzulassungen verzeichnet. Das entspricht einem Rückgang von 14,5 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode. Nahezu alle Gewichtsklassen waren von diesem Minus betroffen; einzig in den Kategorien zwischen 3,5 bis 8 als auch 16 bis 18 Tonnen konnte ein leichtes Plus erzielt werden. Seit Jahresbeginn gelten für die schweren Nutzfahrzeuge ab 16 Tonnen ebenfalls CO₂-Zielwerte. Zugleich waren die bislang geltende Befreiung elektrisch betriebener Lastwagen von der leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA) sowie die Möglichkeit der Auflastung für die Nutzlastkompensation die Haupttreiber für die aufstrebende Elektromobilität: 614 der neu immatrikulierten schweren Nutzfahrzeuge fahren reinelektrisch – ihr Anteil von rund 20 Prozent konnte sich entwickeln, weil die Minderbetriebskosten die beträchtlichen Mehrkosten bei der Anschaffung zu amortisieren vermochten.

Neuzulassungen bei leichten Nutzfahrzeugen spiegeln Konjunkturschwäche
Bei den leichten Nutzfahrzeugen (Lieferwagen und leichte Sattelschlepper bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht) resultiert nach drei Quartalen ein Rückgang zum Vorjahr von 8,5 Prozent auf 20’568 Neuzulassungen. Die leichten Nutzfahrzeuge, die wegen ihrer hohen Bedeutung für KMU und Handwerksbetriebe als Konjunkturindikator gelten, spiegeln damit die verschlechterten Konjunkturaussichten wider. 

Reinelektrische leichte Nutzfahrzeuge haben zugelegt
Ein Blick auf die Entwicklung der unterschiedlichen Antriebe zeigt, dass ähnlich wie bei den Personenwagen Plug-in-Hybride und reinelektrische Antriebe in den ersten drei Quartalen zugelegt haben. Reinelektrische Modelle haben  mit 2'627 Zulassungen gegenüber dem Vorjahr um 78% zugelegt und machen knapp 13 Prozent der neu in Verkehr gesetzten Fahrzeuge aus. Das spiegelt die Anstrengungen der Fahrzeughersteller wider, mit einem deutlich ausgebauten Angebot an elektrifizierten Modellen auf die vom Bundesrat rückwirkend auf Anfang Jahr in Kraft gesetzte CO2-Verordnung mit 20 Prozent strengeren Vorgaben für Lieferwagen zu reagieren. Dennoch bleibt es dringlich, die elektrisch angetriebenen leichten Nutzfahrzeuge weiter zu entlasten, um den Durchbruch bei den Antrieben in dieser wichtigen Fahrzeugkategorie zu erreichen. Denn rein fossil betriebene Fahrzeuge machen nach wie vor den Löwenanteil der Neuzulassungen aus.

Neuzulassungen von Wohnmobilen gehen um ein Viertel zurück 
Bis Ende September dieses Jahres wurden 4’495 neue Personentransportfahrzeuge in Verkehr gesetzt, was einem deutlichen Rückgang von 22,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Hauptverantwortlich für diese Entwicklung ist das Segment der Wohnmobile, deren Zulassungen innert Jahresfrist um 26,7 Prozent von 5’117 auf 3’750 Fahrzeuge gesunken sind. Damit dürfte der durch die Pandemie entstandene «Hype» um Wohnmobile ein Ende gefunden haben. Auch bei den Cars ist ein markanter Rückgang zu verzeichnen: Ihre Zahl fiel um 19,3 Prozent auf 150 Fahrzeuge. Damit haben die Nachholeffekte aus den pandemiebedingten Investitionsverschiebungen des Vorjahres ein Ende gefunden.

Gemeinsam mit den 168’927 neu zugelassenen Personenwagen wurden von Januar bis September 2025 in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein insgesamt 197’096 neue Motorfahrzeuge registriert. Das sind 10’542 weniger als im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres (207'638), was einem kumulierten Minus von 5,1 Prozent entspricht.

Die detaillierten Zahlen nach Marken stehen auf www.auto.swiss zur Verfügung. Die Auswertungen von auto-schweiz basieren auf Erhebungen des Bundes, die Daten sind möglicherweise vorläufig und nicht abgeschlossen. 
 

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Unrealistische Roadmap E-Mobilität für 2025 – Marktrealität widerspricht politischem Wunschdenken

Unrealistische Roadmap E-Mobilität für 2025 – Marktrealität widerspricht politischem Wunschdenken

Neue Personenwagen September 2025

Bern, 2. Oktober 2025

Der Schweizer Automarkt bleibt im September 2025 auf unterdurchschnittlichem Niveau. Mit rund 20'000 Neuzulassungen setzt sich der seit Jahresbeginn bestehende Marktrückgang (-3,9 Prozent) fort. Zwei von drei neuen Personenwagen verfügen inzwischen über mindestens Hybridantrieb, doch das Ziel der Roadmap Elektromobilität des Bundes – 50 Prozent Steckerfahrzeuge im Jahr 2025 – bleibt ausser Reichweite. 

Die unbefriedigende Marktsituation hat auch im September angehalten. In der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein wurden im September des laufenden Jahres 20’029 Personenwagen und damit etwas weniger als im Vorjahresmonat (-0,6 Prozent) neu in Verkehr gebracht. Damit hat sich der rund vierprozentige Marktrückgang (-3,9 Prozent) gegenüber dem bereits schwachen Vorjahr im September fortgesetzt.

Deutliche Mehrheit der neuen Personenwagen mit Hybrid- oder Elektroantrieb
Nur noch jedes dritte Neufahrzeug fährt ausschliesslich mit einem Benzin- oder Dieselmotor. Damit verfügen inzwischen zwei von drei Neuzulassungen entweder über einen Hybridantrieb oder einen reinelektrischen Antrieb. Plug-in-Hybride (PHEV), die neben einem Verbrennungsmotor auch über einen batteriegestützten Elektroantrieb und eine Auflademöglichkeit über das Stromnetz verfügen, machten in den ersten drei Quartalen 11,0 Prozent der Neuimmatrikulationen aus (Vorjahr: 8,6%). Die Nachfrage nach reinelektrischen Fahrzeugen (BEV) stieg in den ersten drei Quartalen um 8,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der BEV-Marktanteil kletterte auf 21,1 Prozent. Der Anteil der Steckerfahrzeuge erreichte damit in den ersten neun Monaten des Jahres 32,1 Prozent oder knapp ein Drittel. 

Bund bremst E-Mobilität aus: CO2 -Reduktionsziele so nicht einhaltbar
In den ersten drei Quartalen ist der Anteil der Steckerfahrzeuge zwar gewachsen. Angesichts des Marktanteils von 32,1 Prozent ist bereits heute klar: Das vom Bund in der Roadmap Elektromobilität formulierte Ziel, dass im Jahr 2025 die Hälfte der Neuzulassungen Steckerfahrzeuge sein sollen, ist alles andere als realistisch. Die Emissionsvorgaben der CO2-Verordnung können nicht eingehalten werden.  
 
Das Risiko eines zurückhaltenden Kaufverhaltens beim Kauf von Autos mit reinelektrischen Antrieben dürfte in Zukunft wachsen, denn die politischen Rahmenbedingungen in der Schweiz haben sich zuletzt deutlich verschlechtert. auto-schweiz-Präsident Peter Grünenfelder kritisiert diese Entwicklung: «Erst die Einführung der Importsteuer von 4-Prozent auf E-Autos und jetzt noch die geplante Abgabe auf Elektrofahrzeuge mit einer zusätzlichen Besteuerung der E-Mobilität ab 2030: Damit bremst der Bund die E-Mobilität aus, während der Rest Europas unter anderem mit steuerlichen Anreizen und dem Verfolgen einer Null-Sanktionspolitik den Wandel zur Elektromobilität beschleunigt. Es kann nicht sein, dass die Schweizer Autoimportwirtschaft die Zeche für diese fehlgeleitete Politik in Form von Sanktionszahlungen in dreistelliger Millionenhöhe zahlen muss».

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Nein zu neuen Steuern: Die vom Bundesrat geplante E-Abgabe belastet das Portemonnaie und bremst die Elektromobilität aus

Nein zu neuen Steuern: Die vom Bundesrat geplante E-Abgabe belastet das Portemonnaie und bremst die Elektromobilität aus

Bern, 26. September 2025

Die heute vorgelegten Varianten zur Besteuerung von Elektrofahrzeugen verteuern die Automobilität weiter und bremsen die Elektromobilität aus. Statt die Transformation zur Elektromobilität zu fördern, gefährdet die Schweiz das Erreichen ihrer eigenen Klimaziele.

Der Bundesrat will, dass alle Fahrzeuge, unabhängig mit welchem Antrieb, Geld für die Verkehrsinfrastruktur beisteuern. Bei einem Kostendeckungsgrad von 156 Prozent bzw. jährlich fast 13 Mrd. Franken an Steuern und Abgaben werden die Schweizer Autowirtschaft und die Automobilisten bereits heute über Gebühr zur Kasse gebeten (siehe Grafik unten). Die Automobilisten kommen damit für weit mehr als die von ihnen verursachten Kosten auf.

Die Steuer auf dem Ladestrom für Elektrofahrzeuge belastet als neue Steuer das Portemonnaie der Bevölkerung zusätzlich und ist aus diesem Grund abzulehnen. Dass Halterinnen und Halter von Elektrofahrzeugen ab 2030 der Elektromobilität eine neue Abgabe analog zu den Mineralölsteuern leisten sollen, ist angesichts des stagnierenden Absatzes an Elektrofahrzeugen kontraproduktiv. Thomas Rücker, Direktor auto-schweiz erläutert: «Das sind gleich drei Sargnägel für die Elektromobilität: Erstens eine weitere Steuer, welche die privaten Haushalte belastet, zweitens wird damit das emissionsfreie Autofahren unattraktiv gemacht. Drittens erschwert der Bund damit massiv die Erreichung der Klimaziele durch den Verkehrssektor.»

«Die Schweizer Verkehrspolitik ist gefordert, vermehrt auf die Bedürfnisse der Bevölkerung Rücksicht zu nehmen“ fordert auto-schweiz-Präsident Peter Grünenfelder. Im Rahmen einer repräsentativen Umfrage im Auftrag von auto-schweiz untersuchte gfs.bern die Meinung und Wahrnehmung der Schweizer Stimmbevölkerung zum Thema Verkehr. Aus der am 13. September 2025 publizierten repräsentativen Studie von gfs.bern und auto-schweiz geht klar hervor: Zwei Drittel der Befragten empfinden bereits heute die Verkehrskosten als grosse Belastung für das Haushaltsbudget. Angesichts eines Marktanteils von weniger als 5 Prozent für E-Autos im Gesamtwagenpark ist dies der völlig falsche Zeitpunkt für die Einführung einer E-Abgabe. Während in europäischen Ländern die Elektromobilität von den Steuern befreit wird, um den emissionsfreien Antriebstechnologien zum Durchbruch zu verhelfen, tut der Bund genau das Gegenteil. «Gerade in der unsicheren Wirtschaftslage verträgt es keine weitere Verteuerung der individuellen und gewerblichen Mobilität.“

Besteuerung von E-Fahrzeugen bereits für 2030 geplant
Der Bundesrat will, dass alle Fahrzeuge, unabhängig vom Antrieb, Geld für die Verkehrsinfrastruktur beisteuern. Halter von Elektrofahrzeugen sollen, analog zu den Mineralölsteuern, einen gleichwertigen Beitrag leisten. Dies macht eine Anpassung der Bundesverfassung notwendig. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 26. September 2025 die entsprechende Vernehmlassung mit zwei gleichwertigen Varianten eröffnet. Die Besteuerung von Elektrofahrzeugen ist ab 2030 vorgesehen.

(Die französische Version der Medienmitteilung wird nachgereicht.)

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Mobilitätsmonitor 2025: Die Bevölkerung erteilt Verteuerung der Mobilität eine Absage

Mobilitätsmonitor 2025: Die Bevölkerung erteilt Verteuerung der Mobilität eine Absage

Bern, 13. September 2025

Der Mobilitätsmonitor 2025 zeigt: Verkehrsfragen bewegen die Schweizerinnen und Schweizer so stark wie nie zuvor. Die Befragten blicken mehrheitlich pragmatisch aufs Auto und stehen der Elektromobilität grundsätzlich offen gegenüber – eine Verteuerung der Mobilität lehnen sie ab.

Verkehrsfragen bewegen die Schweizer Bevölkerung so stark wie noch nie. Neun von zehn Stimmberechtigten sind sehr oder eher interessiert – ein Rekordwert. Das geht aus dem Mobilitätsmonitor 2025 hervor, einer repräsentativen Umfrage des Forschungsinstituts gfs.bern im Auftrag von auto-schweiz. Befragt wurden mehr als 1’000 Stimmberechtigte aus allen Sprachregionen der Schweiz.

Staus im Zentrum der Wahrnehmung
Überlastete Strassen sind für die Bevölkerung mit Abstand das dringendste Verkehrsproblem. 57 Prozent der Befragten nannten dies spontan, während die Überbelastung des Öffentlichen Verkehrs seltener erwähnt wurde. Als Lösungen nennen die Befragten in erster Linie den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur sowie ein besseres Angebot im öffentlichen Verkehr. 

Automobilität als Eckpfeiler der Wirtschaftstätigkeit  
Die Bedeutung des Autos für das tägliche Leben und die Wirtschaft wird breit anerkannt – für sechs von zehn Befragten ist das Auto im Alltag unverzichtbar. Dabei wird das Auto als praktisches Fortbewegungsmittel zur Erledigung konkreter Transportaufgaben wahrgenommen. Besonders ältere Menschen betonen den Nutzen des Autos zunehmend. Neun von zehn Stimmberechtigten schätzen das Auto, um abgelegene Orte zu erreichen, und drei Viertel der Befragten erkennen das Auto als wichtigen Pfeiler der Schweizer Wirtschaft an. Gleichzeitig verbinden mehr als 70 Prozent der Befragten mit Autoverkehr auch Umwelt- und Klimafragen. Vor diesem Hintergrund ist die Einstellung der Befragten zur Elektromobilität besonders interessant, da diese Fahrzeuge umweltfreundlicher und emissionsarm sind.

Die Mehrheit will beim nächsten Auto teilelektrisch fahren
Eine Mehrheit erkennt die E-Mobilität als Teil der Lösung an und zeigt Bereitschaft zum Umstieg. Sechs von zehn Befragten würden beim nächsten Kauf ein Auto wählen, das mindestens zum Teil elektrisch fährt – 27 Prozent können sich vorstellen, rein elektrische Modelle zu wählen. Unter denen, die kein Elektroauto kaufen würden, dominiert nach wie vor die Angst vor mangelnder Reichweite und die Sorge um zu wenig öffentliche und private Ladestationen. Nebst der Herkunft der Batterierohstoffe wird auch die ungenügende Recycling-Lösung als Hemmnis wahrgenommen, obwohl die Schweiz hier eine branchenweite Lösung hat, welche offenbar noch viel zu wenig bekannt ist. 

«Die Ergebnisse des Mobilitätsmonitors zeigen, dass die Menschen in der Schweiz konkrete Lösungen wollen statt ideologischer Debatten», sagt Thomas Rücker, Direktor von auto-schweiz. «Wir sehen in den Resultaten einen klaren Auftrag an Automobilwirtschaft, Politik und Verwaltung. Die Menschen wollen weniger Staus, ausreichende Infrastruktur, zahlbare Preise und eine technologieoffene Regulierung. Mobilität darf nicht zum Luxusgut werden – egal in welcher Form.» Er ergänzt: «Es freut uns, dass eine Mehrheit der Elektromobilität positiv gegenübersteht. Um die Zweifler zu überzeugen, müssen dringend Lösungen gefunden werden für die wahrgenommenen Probleme. Dafür braucht es ein funktionierendes E-Ökosystem und realistische Rahmenbedingungen.» Gleichzeitig ist die Automobilindustrie gefordert, die Umweltauswirkungen der Batterieproduktion und -entsorgung besser zu erklären.

Hohe Ansprüche an die Verkehrsplanung
Die Transportwirtschaft und die Pendlerbedürfnisse müssen in den Verkehrskonzepten der Zukunft gezielt berücksichtigt werden. Hohe Priorität räumen die Befragten der Erreichbarkeit ländlicher Regionen, dem Ausbau des ÖV sowie der Lebensqualität in Wohnquartieren zu. Es wird anspruchsvoll, diesen teils widersprüchlichen Ansprüchen gerecht zu werden. Die Verkehrssicherheit indes geniesst über alle Lager hinweg eine hohe Bedeutung. 
 

Die grosse Mehrheit lehnt eine Verteuerung der Mobilität ab
Die Finanzierung ist zentral fürs Erreichen verkehrspolitischer Ziele. Einig ist man sich darin, dass Mobilität insgesamt nicht teurer werden darf. Zwei Drittel der Befragten empfinden die Verkehrskosten als grosse Belastung für das Haushaltsbudget. auto-schweiz-Präsident Peter Grünenfelder fordert daher: «Angesichts des Kostendeckungsgrads von fast 160 Prozent für die individuelle und gewerbliche Mobilität ist neuen Steuern und Abgaben zulasten der Automobilität eine klare Absage zu erteilen. Privathaushalte und Unternehmen sollten vielmehr markant entlastet werden». 

Über den Mobilitätsmonitor
Im Rahmen einer repräsentativen Umfrage im Auftrag von auto-schweiz untersuchte gfs.bern die Meinung und Wahrnehmung der Schweizer Stimmbevölkerung zum Thema Verkehr. Dazu wurden insgesamt 1002 Stimmberechtigte aus allen Sprachregionen befragt. Dies ist die elfte Ausgabe des Mobilitätsmonitors. Zum ersten Mal wurde die Studie vor 20 Jahren im Jahr 2005 durchgeführt. Der Mobilitätsmonitor kann hier heruntergeladen werden.

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Frank Keidel
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Plug-in-Hybride werden beliebter

Plug-in-Hybride werden beliebter

Neue Personenwagen August 2025

Bern, 2. September 2025

Im traditionell eher schwachen Monat August hat der Markt für neue Personenwagen in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein 16’136 Immatrikulationen verbucht, 1,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Seit Jahresbeginn wurden 148’898 Neuzulassungen registriert, -4,3 Prozent weniger als in den ersten acht Monaten des bereits schwachen Vorjahres. Im Monat August waren 12,3 Prozent der neuen Personenwagen Plug-in-Hybride, die sich einer steigenden Nachfrage erfreuen. Der kumulierte Marktanteil von reinen Elektroautos und Plug-in-Hybriden lag per Ende August bei 31,2 Prozent. Trotz des Wachstums bleibt damit eine grosse Diskrepanz zwischen der Marktrealität und der Planung des Bundes, auf der die CO2-Verordnung fusst.

Im August 2025 wurden in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein 16’136 Personenwagen und damit 1,3 Prozent mehr als im August 2024 neu in Verkehr gebracht. Seit Jahresbeginn hat sich der Marktrückgang gegenüber dem Vorjahr damit leicht verbessert. Der Rückstand beträgt 4,3 Prozent auf das bereits schwache Vorjahr.

Anteil der Steckerfahrzeuge liegt auch im August bei knapp einem Drittel

Die Nachfrage nach reinelektrischen Fahrzeugen (BEV) ging im August gegenüber dem Vorjahresmonat leicht zurück. Der Marktanteil betrug 20,2 Prozent (August 2024: 21,5 Prozent). Plug-in-Hybride (PHEV) – die neben einem Verbrennungsmotor auch über einen batteriegestützten Elektroantrieb und eine Auflademöglichkeit über das Stromnetz verfügen – machten im August 12,3 Prozent der Neuimmatrikulationen aus (August 2024: 7,7 Prozent). Zusammengerechnet waren im August 32,5 Prozent oder knapp ein Drittel der neuen Personenwagen sogenannte Steckerfahrzeuge. Obwohl das Angebot an reinelektrischen Fahrzeugen in jüngster Zeit ausgebaut wurde, sind Neuzulassungen der Plug-in-Hybride in den ersten acht Monaten stärker gewachsen (Marktanteil BEV gegenüber Vorjahr: 20,5 vs. 18,2 Prozent; PHEV: 10,7 vs. 8,6 Prozent). Offensichtlich schätzen viele Neuwagenkäufer die mit der Antriebsform Plug-in-Hybrid verbundenen Vorteile.

Ungeachtet des erfreulichen Wachstums bei den Steckerfahrzeugen in den ersten acht Monaten (Marktanteil 31,2 Prozent) bleibt das vom Bund in der Roadmap Elektromobilität formulierte Ziel, dass im Jahr 2025 die Hälfte der Neuzulassungen Steckerfahrzeuge sein sollen, in weiter Ferne. Damit können die Emissionsvorgaben der CO2-Verordnung nicht eingehalten werden. Den Automobilimporteuren drohen in der Folge Sanktionen in dreistelliger Millionenhöhe allein für das laufende Geschäftsjahr. Eine vergleichbare Situation bewog die Europäische Union dazu, per 9. Juli 2025 Flexibilisierungsmassnahmen für die Zielerreichung in der EU in Kraft zu setzen. Thomas Rücker, Direktor von auto-schweiz, sagt: “Ein ähnliches Vorgehen ist auch für die hiesige Automobilwirtschaft dringend angezeigt, um Unternehmen und Konsumenten zu entlasten.”

Hohe Steuerlast für Automobilisten

Vor diesem Hintergrund lohnt ein Blick auf die hohe Steuer- und Abgabenlast, welche die Automobilisten tragen. Mit einem Kostendeckungsgrad von über 156 Prozent beziehungsweise Abgaben im Gesamtumfang von über 12,7 Milliarden Franken kommen die Automobilisten und auch die Schweizer Autowirtschaft für deutlich mehr als die von ihnen verursachten Kosten auf. Mario Bonato, Ökonom von auto-schweiz, sagt: «Mobilität muss bezahlbar werden. Dem Wildwuchs an Steuern und Abgaben gilt es entschieden entgegenzutreten, denn die Automobilbranche zahlt bereits mehr als ihren gerechten Anteil.» Ein wirksamer Hebel zur Entlastung wäre beispielsweise die Abschaffung der Automobilsteuer, die bei der Einfuhr in die Schweiz fällig wird. Diese Steuer in Höhe von 4 Prozent, faktisch ein Zoll, ist kaum verursachergerecht und wirkt äusserst marktverzerrend. Es gilt, die Steuerlast zu senken und das Abgabenchaos zu beenden.

Die detaillierten Zahlen nach Marken stehen auf www.auto.swiss zur Verfügung. Die Auswertungen von auto-schweiz basieren auf Erhebungen des Bundes, die Daten sind möglicherweise vorläufig und nicht abgeschlossen.

Weitere Auskünfte:
Thomas Rücker
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Frank Keidel
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Elektro-Anteil steigt – doch Markt schwächelt wegen wirtschaftlicher Unsicherheit

Elektro-Anteil steigt – doch Markt schwächelt wegen wirtschaftlicher Unsicherheit

auto-schweiz / Schlagwort(e): Sonstiges
Elektro-Anteil steigt – doch Markt schwächelt wegen wirtschaftlicher Unsicherheit

16.07.2025 / 11:41 CET/CEST


Neue Nutzfahrzeuge Januar bis Juni 2025

Bern, 16. Juli 2025

Der Schweizer Markt für neue Nutzfahrzeuge bleibt zur Jahresmitte 2025 unter Druck. In den ersten sechs Monaten wurden insgesamt 18589    neue Lieferwagen, Lastwagen und Personentransportfahrzeuge in Verkehr gesetzt – ein markanter Rückgang von 17,2 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode ( 22’440 Fahrzeuge). Ursache für den Einbruch sind vor allem die konjunkturellen Aussichten und die regulatorischen Rahmenbedingungen. Unsicherheiten im Bereich der verschärften CO2-Grenzwerte für Neufahrzeuge, der beabsichtigten Änderung der leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA) für die Abklassierung von Antriebsvarianten oder auch die US-Zollpolitik lassen keine Investitionsfreude aufkommen.  Dennoch gibt es auch positive Signale: Der Anteil elektrisch betriebener Lastwagen ist deutlich gestiegen.

Zögerliche Investitionen – weiterhin auch bei Campern

Der Rückgang betrifft alle Fahrzeugsegmente, auch die Wohnmobile. Ihre Zahl hat sich gegenüber dem Vorjahr um über ein Viertel   verringert – ein deutliches Zeichen dafür, dass der durch die Corona-Pandemie ausgelöste Camping-Boom endgültig vorbei ist (wir hatten am 24. April 2025 dazu schon berichtet). Die Unternehmen sind zögerlich für Ersatzinvestitionen: Die unsichere Weltwirtschaftslage führt dazu, dass viele Betriebe Investitionen in neue, emissionsarme Fahrzeuge aufschieben.

E-Lastwagen gewinnen an Boden

Trotz des insgesamt schwachen Marktes steigt die Nachfrage nach Elektro-Lastwagen weiter an. 17,2 Prozent aller neu immatrikulierten schweren Nutzfahrzeuge (über 3,5 Tonnen Gesamtgewicht) im ersten Halbjahr 2025 waren vollelektrisch betrieben – ein neuer Höchstwert. Zum Vergleich: Im Gesamtjahr 2024 lag dieser Anteil noch bei 8,4 Prozent. Grund für die grosse Nachfrage ist das breit ausgebaute Produktsortiment, die noch bestehende Befreiung von der leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA) für emissionsfreie Lastwagen als auch die anteilige Kompensationsmöglichkeit des Nutzlastverlustes. Das macht elektrische Antriebe im Transportgewerbe gesamtbetriebskostentechnisch attraktiv bei gleichzeitigem Erhalt der Transportkapazität durch einen schweren Antrieb.

Lieferwagen als Konjunkturbarometer

Auch bei den leichten Nutzfahrzeugen (Lieferwagen und leichte Sattelschlepper bis 3,5 Tonnen) ist die Zahl der Neuzulassungen deutlich gesunken: 13’539 Fahrzeuge wurden im ersten Semester registriert, das entspricht einem Rückgang von 15,2 Prozent   gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Zurückhaltung der Konsumenten hat sich damit noch verstärkt. Diese Fahrzeugklasse kann als Konjunkturbarometer für die wirtschaftliche Stimmung gewertet werden, weil insbesondere Handwerker, kleine sowie mittlere Unternehmen (KMU) auf diese Fahrzeuge für Lieferdienste, Werkzeug- oder Materialtransporte nicht verzichten können. Erfreulich ist , dass der Marktanteil von reinelektrischen Lieferwagen im ersten Halbjahr 2025 auf 10,7 Prozent stieg (Vorjahr: 5,8 %)  . Neu kommen auch Plug-in-Hybride vermehrt zum Einsatz, die nun bei leichten Nutzfahrzeugen einen Marktanteil von 1,3   Prozent erreichen.

Branche fordert verlässliche Rahmenbedingungen

Thomas Rücker, Direktor von auto-schweiz, sieht die Entwicklungen mit gemischten Gefühlen: «Dass der Marktanteil der reinelektrischen Lieferwagen und Lastwagen steigt, ist sehr erfreulich. Dass gleichzeitig der Gesamtmarkt zurück geht, ist äusserst besorgniserregend. Ebenso bereitet uns die politische Realität grosse Sorgen. Die CO₂-Zielwerte wurden ab 2025 verschärft, gleichzeitig fehlen verlässliche und unterstützende Rahmenbedingungen – etwa beim Schnellladenetz für Lastwagen, dem Schutz von langfristigen Investitionen (beispielsweise mit dem Ausblick auf die LSVA-Abklassierungen) oder auch der Energiebepreisung.  Es braucht daher zwingend umfassende Anreize für den Umstieg auf emissionsarme Fahrzeuge.»

Insbesondere die rückwirkende Einführung der CO₂-Verordnung durch den Bundesrat kritisierte die Branche mehrfach scharf. Rücker fordert, dass bei künftigen Regulierungen mehr Rücksicht auf wirtschaftliche Realität und Investitionszyklen genommen wird. Dies ist insbesondere jetzt angezeigt, weil zum einen durch eine Neuregelung die Attraktivität reinelektrischer Lieferwagen gesteigert werden soll. Zum anderen wird bald über eine Anpassung der LSVA im Parlament beraten. Jegliche Fehler falscher Regulierung wird den Güterverkehr jäh treffen, entweder in einem frühzeitigen Verkaufsstopp von Euro VI-Fahrzeugen oder einer schlechteren Rentabilität für den Unternehmer beim Kauf von reinelektrischen Antrieben.    

Ausblick: Vorsichtiger Optimismus

Trotz aller Herausforderungen geht auto-schweiz für das Gesamtjahr 2025 von einer leichten Markterholung im zweiten Halbjahr aus. Die Mitglieder schätzen den Gesamtmarkt auf 28’000 leichte und 3’900 schwere Nutzfahrzeuge ein – vorausgesetzt, die geopolitische Lage verschlechtert sich nicht weiterund die Nachfrage nach klimafreundlicher Logistik bleibt bestehen. Der Transformationsprozess zu alternativen Antrieben sei unumkehrbar eingeläutet, so Rücker: «Mit den anstehenden politischen Geschäften können endlich stabilere Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit der Strassengüterverkehr einen entscheidenden Beitrag zur Defossilisierung leisten – und gleichzeitig ein wichtiger Pfeiler der Schweizer Wirtschaft bleiben kann.»

Die detaillierten Zahlen nach Marken stehen auf www.auto.swiss zur Verfügung. Die Auswertungen von auto-schweiz basieren auf Erhebungen des Bundes, die Daten sind möglicherweise vorläufig und nicht abgeschlossen.

Weitere Auskünfte:

Thomas Rücker
Direktor
T 079 529 12 02
thomas.ruecker@auto.swiss

Mario Bonato
Ökonom
T 079 717 02 12
mario.bonato@auto.swiss



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2170612  16.07.2025 CET/CEST

Schweizer Automobilmarkt hinter europäischer Entwicklung

Schweizer Automobilmarkt hinter europäischer Entwicklung

Neue Personenwagen Juni 2025

Bern, 2. Juli 2025

Im Juni 2025 sind in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein 21'810 neue Personenwagen in Verkehr gesetzt worden. Das sind 3,9 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Die kumulierte Halbjahresbilanz bleibt mit 113’133 Fahrzeugen deutlich unter dem Vorjahresstand von 121’218, was einem Rückgang von 6,7 Prozent entspricht. Auch die Erholung des europäischen Gesamtmarktes vermochte bislang nicht auf die Schweiz abzustrahlen.

Positive Impulse liefert hingegen der batterieelektrische Antrieb: Im Juni wurden 4’813 vollelektrische Neuwagen immatrikuliert, was einem Plus von 14,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Kumuliert ergibt sich mit 23’203 Neuzulassungen ein Zuwachs von 8,5 Prozent gegenüber den ersten sechs Monaten von 2024. Dieser vermag jedoch die insgesamt negative Marktentwicklung nicht aufzufangen.

Europäische Entlastungen auch für Schweizer Markt ins Auge fassen

Die Europäische Union hat zuletzt entscheidende Schritte unternommen hat, um ihre Automobilwirtschaft mit einer Flexibilisierung der CO₂-Zielwerte zu entlasten und die Marktentwicklung zu stärken. Dessen Berücksichtigung steht in der Schweiz noch aus.  So erlaubt die EU eine mittelfristige Durchschnittsbildung der Emissionen über drei Jahre hinweg, was den Akteuren Erleichterungen und Planungssicherheit bietet sowie eine sanktionsfreie CO2-Zielerreichung ermöglichen soll. Angesichts der wirtschaftlich angespannten Lage der Schweizer Automobilbranche fordert auto-schweiz ein selbiges Entgegenkommen auch auf dem Schweizer Markt anzuwenden. Dies zumal das Parlament sich bei der Beratung des CO2-Gesetzes explizit gegen einen «Swiss Finish» ausgesprochen hat.

Europäisches Umland profitiert von neuer marktrealistischerer Regulierung

Im europäischen Umland wachsen mittlerweile die Neuimmatrikulationen. So ist die EU als Ganzes, aber auch unsere Nachbarländer Deutschland und Italien, näher am Vor-Pandemie-Niveau als die Schweiz. In Polen ist der Automarkt bereits wieder grösser. In der Schweiz ist die Situation gegenteilig. Der hiesige Gesamtmarkt erholt sich nicht, sondern schwindet weiter. Mario Bonato, Ökonom von auto-schweiz, sagt: «Die europäischen Partner verfolgen mit dem «Aktionsplan für die Automobilindustrie» einen marktrealistischen Ansatz, um die Branche und den Wirtschafts- und Werkplatz Europa gesamthaft zu stärken. Solch starke Signale braucht es nun auch in der Schweiz.»

Einzelne Lichtblicke

Ein positives Signal aus der Politik kam mit der jüngsten Annahme des «Rechts auf Laden» des Parlaments. Der Steckeranteil liegt bei 30,5 Prozent. Um die anspruchsvollen Ziele der CO2-Gesetzgebung zu erreichen, braucht es jedoch noch mehr. Thomas Rücker, Direktor von auto-schweiz, führt aus: «Die Schweiz steht autowirtschaftlich im Schatten einer ganzen Reihe europäischer Länder, die weitaus wirksamere Instrumente für eine nachhaltige Mobilitätswende einsetzen. Wir brauchen wirtschaftsfreundliche Massnahmen, die entsprechende Anreize setzen – das betrifft etwa die privaten Stromkosten und der weitere Ausbau von Ladeinfrastruktur nebst steuerlich besseren Rahmenbedingungen.» 

Die detaillierten Zahlen nach Marken stehen auf www.auto.swiss zur Verfügung. Die Auswertungen von auto-schweiz basieren auf Erhebungen des Bundes, die Daten sind möglicherweise vorläufig und nicht abgeschlossen.

Weitere Auskünfte:
Thomas Rücker
Direktor
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Mario Bonato
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Frank Keidel wird neuer Mediensprecher von auto-schweiz

Frank Keidel wird neuer Mediensprecher von auto-schweiz

auto-schweiz / Schlagwort(e): Sonstiges
Frank Keidel wird neuer Mediensprecher von auto-schweiz

01.07.2025 / 11:00 CET/CEST


Neubesetzung der Kommunikationsstelle

Bern, 1. Juli 2025

auto-schweiz, die Vereinigung Schweizer Automobil-Importeure, hat Frank Keidel per 1. Juli 2025 zum neuen Mediensprecher ernannt. Der erfahrene Kommunikationsprofi bringt dank seiner Expertise in Medienarbeit und Public Relations ideale Voraussetzungen mit, um die Anliegen individueller und gewerblicher Mobilität in der öffentlichen Diskussion wirkungsvoll zu vertreten.

Thomas Rücker, Direktor von auto-schweiz, sagt: «Wir freuen uns, mit Frank Keidel einen medienerfahrenen und autoaffinen Sprecher gewonnen zu haben, der die Schweizer Wirtschaftsmedien und die Mechanismen der öffentlichen Kommunikation bestens kennt. Sein journalistischer Hintergrund und seine Erfahrungen als Sprecher namhafter Unternehmen sowie des Schweizerischen Versicherungsverbands werden unsere Positionierung in der öffentlichen Debatte weiter stärken.»

Frank Keidel (57) war zuletzt Senior Corporate Communications Manager bei der Straumann Group in Basel, wo er als Mediensprecher auch den Social-Media-Auftritt der Gruppe verantwortete. Der frühere Wirtschaftsjournalist (u.a. Redaktionsleiter von CASH Online) bringt langjährige Erfahrung als Sprecher börsenkotierter Unternehmen (Barry Callebaut, Zurich Insurance Group, Swiss Life) sowie des Schweizerischen Versicherungsverbands mit.

Er ist Schweizer und deutscher Staatsbürger und lebt mit seiner Familie in Zürich. «Bei auto-schweiz kann ich meine private Passion für Autos mit meiner beruflichen Leidenschaft für externe Kommunikation verbinden. Die Automobilindustrie wandelt sich derzeit wie kaum eine andere – oft abseits der öffentlichen Wahrnehmung. Ich freue mich darauf, der Stimme der Branche und den Automobilisten in der Schweiz mehr Gewicht zu verleihen.» fügt Frank Keidel hinzu. Er folgt auf Christoph Wolnik, der den Verband Ende April 2025 verlassen hat und zu Polestar Automotive Switzerland GmbH wechselte.

Weitere Auskünfte:
Thomas Rücker
Direktor
T 079 529 12 02
thomas.ruecker@auto.swiss 

Frank Keidel
Mediensprecher
T 076 399 69 06
frank.keidel@auto.swiss



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2163260  01.07.2025 CET/CEST

Zielwerte abermals erreicht – Engagement bleibt bestehen

Zielwerte abermals erreicht - Engagement bleibt bestehen

auto-schweiz / Schlagwort(e): Sonstiges
Zielwerte abermals erreicht – Engagement bleibt bestehen

26.06.2025 / 09:20 CET/CEST


Bekanntgabe Sanktionsbeträge 2024

Bern, 26. Juni 2025

Die Schweizer Automobil-Importeure haben im letzten Jahr zum zweiten Mal in Folge die CO2-Zielwerte bei Personenwagen erreicht. Durchschnittlich lagen die CO2-Emissionen bei 113,9 gCO2/km und somit klar unter dem gesetzlichen Zielwert von 118 Gramm. Bei den leichten Nutzfahrzeugen wurde der Zielwert von 186 Gramm mit rund 6,4 Gramm jedoch überschritten. Dies zieht Sanktionen von rund 22,3 Millionen Franken nach sich.

Heute hat das Bundesamt für Energie die Daten zu den CO2-Emissionen und den Sanktionsbeträgen des Schweizer Fahrzeugmarktes veröffentlicht. In einem schrumpfenden Gesamtmarkt (-3,4%) hat sich ein relativ stabiler Anteil an Steckerfahrzeugen etabliert (27,8%). Die abermalige Senkung des durchschnittlichen CO2-Ausstosses konnte u.a. dank einem höheren Mild-Hybrid-Anteil (MHEV) und technologischem Fortschritt erreicht werden. Dieses Jahr kommt durch die Verschärfung der gesetzlichen Zielwerte eine grosse Herausforderung auf die Automobilbranche zu, weil die Grenzwerte von 118 auf 93,6 gCO2/km gesenkt wurden. Das vom Bundesrat in der Roadmap 2025 festgelegte Ziel von 50 Prozent Steckerfahrzeugen bleibt ebenfalls in weiter Ferne. War das Jahr 2024 die letzte Verschnaufpause vor der Zielwertverschärfung, wird der diesjährige Jahresabschluss für die Mitglieder von auto-schweiz äusserst anspruchsvoll.

Bei den leichten Nutzfahrzeugen ist ein höherer Durchschnittsausstoss zu verzeichnen. Der Anteil and Elektrofahrzeugen ist dort stark rückgängig (-29%). Plug-in-Hybride (PHEV) können in diesem Markt die Nische nicht füllen. Mit diesem Trend droht für dieses Jahr Ungemach, da ähnlich wie bei Personenwagen eine steile Zielwertabsenkung von 186 auf 153,9 gCO2/km ansteht. Mit dem tiefen Elektroanteil drohen dieses Jahr grosse Sanktionsfolgen.

Als Branchenvertreter setzen wir alles daran, unsere Kunden von emissionslosen oder -armen Fahrzeugen zu überzeugen. Die Modellpalette von über 200 Steckerfahrzeugen ist mittlerweile in sämtlichen Preissegmenten verfügbar. Die Reichweitenangst konnte mittels technologischer Innovation überwunden werden. Ebenso ist durch die Schweizer Firma Librec der Kreislauf von Autobatterien geschlossen worden. Thomas Rücker, Direktor von auto-schweiz, fügt hinzu: «Das langfristige Ziel muss es sein, den Markt sanktionsfrei zu gestalten. Daher setzen wir uns mit Nachdruck für ein funktionierendes Ökosystem der Elektromobilität ein.»

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Thomas Rücker
Direktor
T 079 529 12 02
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Mario Bonato
Ökonom
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2161106  26.06.2025 CET/CEST

Auto-Markt unter Druck: Fehlanreize und Überregulierung hemmen Erholung

Auto-Markt unter Druck: Fehlanreize und Überregulierung hemmen Erholung

auto-schweiz / Schlagwort(e): Sonstiges
Auto-Markt unter Druck: Fehlanreize und Überregulierung hemmen Erholung

03.06.2025 / 10:56 CET/CEST


Neue Personenwagen Mai 2025

Bern, 3. Juni 2025

Mit 19’969 neu immatrikulierten Personenwagen liegt der Auto-Markt der Schweiz und des Fürstentums Liechtenstein im Mai 2025 um 6,1 Prozent unter dem Vorjahreswert (21’265). Kumuliert wurden seit Jahresbeginn 91’323 Neuzulassungen registriert – ein Rückgang von 7,3 Prozent im Vergleich zu den ersten fünf Monaten 2024. Zwar verzeichnen Elektroautos im Monatsvergleich einen starken Zuwachs auf 4’177 Einlösungen (+17,1 %), dennoch reicht dies nicht aus, um den Gesamtmarkt merklich zu stützen. Die wirtschaftlichen Unsicherheiten sowie eine zunehmend realitätsferne Regulierung belasten die drittgrösste Importwirtschaft der Schweiz weiter schwer. 

Regulierungsdruck nimmt Investitionsbereitschaft 

Erfreulicherweise konnte der Elektroanteil im Mai 2025 gegenüber dem Vorjahr stark gesteigert werden – von 3’568 auf 4’177 Fahrzeuge –, doch diese Entwicklung geschieht in einem insgesamt rückläufigen Markt. Die Transformation hin zur Elektromobilität wird somit verzögert. Im Vergleich zur Marktdynamik in zahlreichen EU-Staaten ist die Nachfrage in der Schweiz verhalten. Die bestehende Regulierung und drohende Überregulierung durch jüngste Vorstösse im Parlament (Agenturmodell, Automobilleasing) verunsichern den Gesamtmarkt 2025 spürbar.  So schätzen die Mitglieder von auto-schweiz einen um 20’000 Einheiten tieferen Gesamtmarkt als im Jahr 2024. Mario Bonato, Ökonom von auto-schweiz, fordert eine Kurskorrektur: «Anstatt Rahmenbedingungen für Investitionen zu verbessern, stranguliert die Politik den Automobilmarkt mit einem Regulierungsdickicht, das weder ökologisch noch wirtschaftlich zielführend ist. Die Schweiz braucht keine ideologisch motivierten Regulierungsphantasien, sondern einen marktnahen Realismus.»

  Sichtbare Marktverwerfung

Wirtschaftlich machen sich die Belastungen zunehmend bemerkbar. Die einst drohende Gefahr eines Strukturbruchs in Handel, Service und Import nehmen mittlerweile spürbare Auswirkungen an. So werden Werbeausgaben zusammengestrichen und erste Arbeitsplätze gehen verloren. Dies obwohl der Bundesrat behauptet, es seien «keine Verwerfungen auf dem Markt aufgrund der CO2-Emissionsvorschriften» zu erwarten. Es braucht dringend eine Politik, die Planungssicherheit zurück gibt – etwa durch gezielten Abbau von Überregulierung. Hat die EU auf entsprechende Forderungen der Wirtschaft mit einer Flexibilisierung der CO2-Ziele reagiert, zögert der Bundesrat ein entsprechendes Entgegenkommen zu formulieren.

BYD wird jüngstes Mitglied

Die auto-schweiz-Familie wächst weiter an. Mit BYD und Denza vertritt die Vereinigung der offiziellen Automobil-Importeure nun 39 Mitglieder, die wiederum 60 Marken verantworten. In der letzten Dekade sind somit 11 Marken zu auto-schweiz gestossen. Thomas Rücker, Direktor von auto-schweiz, fügt hinzu: «Den Zuwachs durch BYD zeigt nicht nur die Wichtigkeit der Interessensvertretung in einem schwierigen regulatorischen Umfeld, sondern auch die breite Auswahl an Marken und Modellen, die von Konsumenten und Konsumentinnen gewünscht und unterstützt wird.»  

Die detaillierten Zahlen nach Marken stehen auf www.auto.swiss zur Verfügung. Die Auswertungen von auto-schweiz basieren auf Erhebungen des Bundes, die Daten sind möglicherweise vorläufig und nicht abgeschlossen.

Weitere Auskünfte:
Thomas Rücker
Direktor
T 079 529 12 02
thomas.ruecker@auto.swiss 



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2149672  03.06.2025 CET/CEST

Drohende Überregulierung lähmt Schweizer Auto-Markt

Drohende Überregulierung lähmt Schweizer Auto-Markt

auto-schweiz / Schlagwort(e): Sonstiges
Drohende Überregulierung lähmt Schweizer Auto-Markt

04.03.2025 / 14:35 CET/CEST


Neue Personenwagen Februar 2025

Bern, 4. März 2025

Mit lediglich 31’000 Zulassungen nach zwei Monaten liegt der Markt für neue Personenwagen der Schweiz und des Fürstentums Liechtenstein auf dem tiefsten Niveau des laufenden Millenniums. Im Vergleich zum bereits schwachen Vorjahr ging das Volumen nochmals um 8,2 Prozent zurück. Gleichzeitig ist kein markantes Nachfragewachstum nach E-Fahrzeugen spürbar, der Marktanteil von Elektroautos und Plug-in-Hybriden wächst im Vorjahresvergleich leicht auf 29,5 Prozent – das Ziel der Roadmap Elektromobilität von 50 Prozent für das laufende Jahr bleibt so noch in weiter Ferne. Um positive Marktimpulse, vor allem für Steckerfahrzeuge, zu setzen, ist die Politik gefordert, den von auto-schweiz vorgestellten «10-Punkte-Plan zum Gelingen der E-Mobilität» rasch umzusetzen. Ansonsten drohen der Schweizer Automobilwirtschaft Sanktionszahlungen in dreistelliger Millionenhöhe.

Nach dem schwächsten Januar seit der Jahrtausendwende hat sich auch der Marktverlauf im Februar mit 16’212 neuen Personenwagen auf historisch tiefem Niveau bewegt. Nur 2021, mitten in der Covid-Pandemie, wurden im zweiten Kalendermonat des Jahres noch weniger Neuzulassungen registriert. Im Vergleich zum Februar 2024 muss ein Markteinbruch von 12,5 Prozent hingenommen werden. Auch und gerade bei den als Steckerfahrzeuge zusammengefassten Elektroautos und Plug-in-Hybriden sind keine Marktimpulse spürbar. Die Zahl ihrer Inverkehrssetzungen liegt nach zwei Monaten bei 9’129 und damit gerade einmal 1,5 Prozent höher als zum gleichen Zeitpunkt vor einem Jahr. Elektroautos können um 11,5 Prozent zulegen, hingegen geht die Zahl neuer Plug-in-Hybride um 15,5 Prozent zurück – die Effekte heben sich in absoluten Zahlen gegenseitig nahezu auf. Der Marktanteil neuer Steckerfahrzeuge liegt mit 29,5 Prozent nach zwei Monaten gerade einmal 2,8 Punkte über dem Vorjahreswert.

10-Punkte-Plan jetzt umsetzen!
«Der Markt befindet sich in einer Art Lähmungszustand. Trotz über 200 Modellen auf dem Schweizer Markt bleibt die Nachfrage nach E-Fahrzeugen viel zu tief, um die zum Jahresbeginn um rund 20 Prozent gesenkten CO2-Zielwerte sanktionsfrei zu erreichen», konstatiert auto-schweiz-Präsident Peter Grünenfelder. «Wir sehen uns in den Warnungen, die wir im Rahmen unserer Jahresmedienkonferenz vor zehn Tagen geäussert haben, bestätigt. Die Anreize für elektrisches Fahren befinden sich in der Schweiz auf zu tiefem Niveau, vor allem im Vergleich mit zahlreichen europäischen Nachbarländern. Die Politik muss sich nun unserem 10-Punkte-Plan für das Gelingen der E-Mobilität annehmen und ihn rasch umsetzen – ansonsten droht in der Schweizer Automobilwirtschaft als drittgrösster Importbranche unseres Landes ein massiver Arbeitsplatzabbau.» Anders seien die allein für 2025 drohenden Sanktionszahlungen von bis zu 500 Millionen Franken nicht zu stemmen.

Währenddessen steht in Europa die geltende Regulierung der CO2-Emissionen von Neufahrzeugen auf dem Prüfstein. So kündigte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen für Mittwoch die Vorstellung eines Aktionsplans zur Entlastung der europäischen Automobilindustrie von drohenden Milliarden-Strafzahlungen an. «Die Schweiz sollte sich schnellstmöglich der angekündigten, marktnäheren Berechnung eines Flottendurchschnitts über drei Jahre anschliessen. Auch unser 10-Punkte-Plan nimmt zahlreiche Ideen auf, um sowohl auf der Seite der Vorschriften als auch bei den Rahmenbedingungen für Elektromobilität gleichlange Spiesse mit dem Rest Europas zu schaffen», fasst Direktor Thomas Rücker die Vorschläge von auto-schweiz zusammen. «Dabei fordern wir keine Subventionen, sondern legen den Fokus auf die Schaffung oder Verstärkung von Anreizen für elektrisches Fahren – von mehr Ladeinfrastruktur über günstigere Strompreise bis hin zur Sistierung der Automobilsteuer auf E-Fahrzeuge für fünf Jahre.»

CO2-Absenkung im Gleichschritt mit Europa als Ziel
Gleichzeitig beinhaltet der «10-Punkte-Plan zum Gelingen der E-Mobilität» auch regulatorische Massnahmen wie etwa den Verzicht auf kostentreibende «Swiss-Finish»-Regulierung oder die rückwirkende Inkraftsetzung der CO2-Verordnung. Deren Beratung durch den Bundesrat steht erst in nächster Zeit an – und soll dann bereits seit 1. Januar 2025 gelten, so Thomas Rücker: «Die dadurch entstandene Verunsicherung der Branche, gepaart mit einer im Verordnungsentwurf des Bundesrats vorgeschlagenen Überregulierung, ist fast mit Händen greifbar und schlägt sich nun auch in den Marktzahlen nieder. Die Politik ist gefordert, die Handbremse bei der E-Mobilität zu lösen und eine CO2-Absenkung von Neufahrzeugen im Gleichschritt mit den europäischen Ländern vorzunehmen.»

Die detaillierten Zahlen nach Marken stehen auf www.auto.swiss zur Verfügung. Die Auswertungen von auto-schweiz basieren auf Erhebungen des Bundes, die Daten sind möglicherweise vorläufig und nicht abgeschlossen.

Weitere Auskünfte:
Christoph Wolnik
Stv. Direktor, Mediensprecher
T 079 882 99 13
christoph.wolnik@auto.swiss



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2095135  04.03.2025 CET/CEST

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Massnahmenplan für Mobilität: Existenzbedrohende Überregulierung der Automobilwirtschaft stoppen, Elektromobilität voranbringen

Massnahmenplan für Mobilität: Existenzbedrohende Überregulierung der Automobilwirtschaft stoppen, Elektromobilität voranbringen

auto-schweiz / Schlagwort(e): Sonstiges
Massnahmenplan für Mobilität: Existenzbedrohende Überregulierung der Automobilwirtschaft stoppen, Elektromobilität voranbringen

20.02.2025 / 10:45 CET/CEST


Jahresmedienkonferenz 2025

Bern/Zürich-Flughafen, 20. Februar 2025

An ihrer heutigen Jahresmedienkonferenz hat auto-schweiz einen Massnahmenplan für Mobilität vorgelegt. Dieser hat zum Ziel, die Marktattraktivität elektrischer Fahrzeuge massiv zu steigern und gleichzeitig die drohende Überregulierung im Bereich der CO2-Emissionsvorschriften zu stoppen. Die zehn vorgeschlagenen Massnahmen reichen von steuerlichen Vergünstigungen für die Installation von Ladestationen über die vollständige Liberalisierung samt Preissenkungen auf dem Strommarkt bis zum Verzicht auf die rückwirkende Inkraftsetzung der CO2-Verordnung. Dabei machten die Vertreter der drittgrössten Importbranche der Schweiz klar, dass der Wandel zur Elektromobilität nur gemeinsam mit zahlreichen Akteuren und Branchen gelingen kann: Politik und Verwaltung haben dabei ebenso noch zahlreiche Hausaufgaben zu erledigen wie Netzbetreiber, Stromkonzerne, Hauseigentümer, Ladeinfrastruktur-Anbieter und Arbeitgeber. Die Automobilwirtschaft trägt ihren Teil zum Gelingen der Transition der europäischen Schlüsselindustrie mit enormen Investitionen in Forschung und Entwicklung bei – das Ergebnis ist bereits eine enorm grosse Auswahl an elektrischen Personen-, Liefer- und Lastwagen in sämtlichen Fahrzeug- und Preiskategorien.

Die vom Bundesrat in die Vernehmlassung geschickte und nach wie vor nicht verabschiedete CO2-Verordnung weicht in zentralen Punkten von den Regelungen im Rest Europas ab, was eine sanktionsfreie Erreichung der auf Anfang 2025 abgesenkten Zielwerte für neue Personen- und Lieferwagen in den kommenden Jahren nahezu unmöglich erscheinen lässt. Denn gleichzeitig stagniert die Nachfrage nach elektrischen Fahrzeugen, die für die Erreichung der CO2-Zielwerte eigentlich zahlreiche neue Käuferinnen und Käufer finden müssten. Ihre Marktanteile bleiben weit hinter den benötigten Niveaus zurück. Dabei haben die Schweizer Automobil-Importeure das stetig wachsende Modellangebot der Hersteller mit elektrischen Antrieben konsequent ausgebaut und verkaufen mittlerweile weit über 200 verschiedene Elektroautos und Plug-in-Hybride. Doch die Rahmenbedingungen für Elektromobilität hierzulande sind in vielen Bereichen alles andere als ideal – diese toxische Mischung aus Überregulierung der Automobilwirtschaft, die einseitige Sanktionierung auf die Fahrzeuganbieter und fehlenden Konsumentenanreize für die Anschaffung elektrischer Fahrzeuge stand im Mittelpunkt der Jahresmedienkonferenz von auto-schweiz.

«Die Schweizer Automobilwirtschaft sieht sich heute mit einem staatlichen Regulierungsdschungel und Planwirtschaft konfrontiert, der eine erfolgreiche Geschäftstätigkeit immer mehr einschränkt, wenn nicht sogar verunmöglicht. Dadurch wird die gesamte Schweizer Autowirtschaft mit über 100’000 Arbeitsplätzen und mehr als 4’000 Unternehmen in ihrer Wettbewerbsfähigkeit massiv eingeschränkt» hielt auto-schweiz-Präsident Peter Grünenfelder in seinem Statement fest. Eine überhöhte Steuer- und Abgabenlast auf das Automobil, hohe Energiekosten wie auch die preisliche Intransparenz beim E-Laden verlangen nach einer raschen Optimierung der staatlichen Rahmenbedingungen. Dazu bereitet die autowirtschaftsfeindliche CO2-Verordnung der Branche grösste Sorgen. «Die vom Bundesrat geplante rückwirkende Inkraftsetzung der CO2-Verordnung verstösst gegen den Grundsatz von Treu und Glauben – dies belegt das von auto-schweiz in Auftrag gegebene Rechtsgutachten von Professor Peter Hettich», so Peter Grünenfelder.   

Die Diskrepanz zwischen fehlenden Anreizen für den Erwerb elektrischer Fahrzeuge einerseits und andererseits einer CO2-Regulierung, die weit über das europäische Niveau hinausgeht, wird zur grundlegenden Bedrohung für die Schweizer Automobilwirtschaft. Dabei habe es der Bundesrat bislang verpasst, sinnvolle Regelungen aus Europa in die CO2-Verordnung aufzunehmen, stellte auto-schweiz-Vizepräsident Donato Bochicchio fest, gleichzeitig Managing Director von PCDOL und Logep bei der Emil Frey Gruppe: «Die vorgeschlagenen Regelungen in der CO2-Verordnung gehen deutlich über internationale Normen hinaus, was nicht realitätsbezogen ist und alles noch teurer macht. Kauft die Schweizer Bevölkerung nicht wie gefordert genügend Elektrofahrzeuge, drohen für 2025 Strafzahlungen von bis zu einer halben Milliarde Franken. Eine solche Politik, basierend auf ideologischem Wunschdenken, die sich nicht auf eine gesicherte Rechtsgrundlage abstützen kann, wird für die Schweizer Automobilunternehmen existenzbedrohende Ausmasse annehmen, weil eine rentable Geschäftstätigkeit damit staatlich quasi verunmöglicht wird.» Es sei zu rechnen mit einem Arbeitsplatzabbau von Tausenden von Stellen, der Ausdünnung des Händlernetzes und der Aufgabe von Garagenbetrieben, so Donato Bochicchio: «Die Schweizer Politik muss sich der Marktrealität stellen, dass der Markthochlauf von elektrischen und emissionsarmen Fahrzeugen ein Generationenprojekt ist und die Automobilwirtschaft die Energiewende nicht alleine lösen kann. Es braucht die konkrete Unterstützung der über 600 Elektrizitätswerke, von Netzprovidern und Vermietern, aber auch von den Kantonen und Gemeinden.»

Ein zentraler Grund, warum elektrische Personen- und Lieferwagen nicht stärker nachgefragt werden, sind ungenügende Rahmenbedingungen hierzulande. So ist es in der Schweiz als «Land der Mieter» nach wie vor für viele Privatkunden schwierig bis unmöglich, am eigenen Stellplatz in einer Tiefgarage eines Mehrparteiengebäudes eine Ladestation zu bekommen. «Ohne den Komfort- und Preisvorteil einer eigenen Lademöglichkeit entscheiden sich viele Autokäuferinnen und -käufer nach wie vor für einen Benziner oder Diesel», berichtete auto-schweiz-Vizepräsident Helmut Ruhl, CEO der AMAG Group AG, aus dem Geschäftsalltag vieler Garagen. «Andere Länder in Europa lösen diesen Konflikt deutlich besser als die Schweiz, etwa mit einem höheren Fokus auf den privaten Ladeinfrastrukturausbau. In Norwegen, einem Land mit 81 Prozent Hauseigentümern, haben die 19 Prozent Mieter dennoch ein ‘Recht auf Laden’ und damit die gesamte Bevölkerung die Möglichkeit, ein parkiertes Fahrzeug aufzuladen. Auch in vielen anderen Bereichen halten die Rahmenbedingungen für Elektromobilität hierzulande dem internationalen Vergleich nicht Stand, weshalb die Schweiz mittlerweile aus den Top-10 der E-Mobilitätsländer Europas herausgefallen ist.» Neben günstigen Preisen für öffentliches Laden unterstützen die am schnellsten transformierenden Länder z.B. mit steuerlich tieferen Belastungen für elektrisch angetriebene Geschäftsfahrzeuge oder dem Verzicht auf Import- oder Mehrwertsteuern beim E-Auto-Kauf. Helmut Ruhl: «Die Autobranche unterstützt die Klimaziele der Schweiz und wir als Importeurs-Gesellschaften unternehmen viel, was über die reine Bereitstellung von Fahrzeugen hinausgeht: Wir stellen Ladestationen auf, bieten vergünstigte Ladetarife an und bauen die Produktion erneuerbarer Energien aus. Es gehören aber viele weitere Branchen und Akteure zum Gelingen der Elektromobilität dazu – doch nur die Automobilwirtschaft soll finanziell gebüsst werden. Das ist weder marktwirtschaftlich noch sinnvoll reguliert.»

Um den gordischen Knoten zwischen Überregulierung der Automobilwirtschaft und suboptimalen Rahmenbedingungen für die Elektromobilität zu lösen, legt auto-schweiz einen «Zehn-Punkte-Massnahmenplan für Mobilität» vor. Dieser umfasst diverse Hausaufgaben für Politik und Verwaltung, wie Thomas Rücker, Direktor von auto-schweiz, erläuterte: «Neben regulatorischen Massnahmen, die mit der anstehenden Entscheidung des Bundesrats über die CO2-Verordnung vorgenommen werden müssen, beinhaltet die Liste auch andere Bereiche. So fordern wir mehr Preistransparenz bei öffentlichen Ladevorgängen und die seit Jahren geplante Liberalisierung des privaten Strommarktes. Durch den ausgelösten Wettbewerb wären die Energieanbieter gezwungen, günstigere Preise zu offerieren – ein Wettbewerb, der für uns als Automobilwirtschaft selbstverständlich ist.» Des Weiteren gelte es, Fehler aus der Vergangenheit zu korrigieren und die 4-prozentige Automobilsteuer, die beim Fahrzeugimport fällig wird, auf elektrische Fahrzeuge für fünf Jahre zu sistieren: «Die Erhebung dieser Abgabe kam einfach zu früh. Angesichts der nach wie vor gesunden Bundesfinanzen muss dem Bundesrat der vorübergehende Verzicht auf diese Einnahmen zugunsten der Unterstützung der Elektromobilität und der Erreichung der eigenen Klimaziele wert sein.» Stossend ist ebenfalls, dass die sehr guten Erfahrungen in der emissionsfreien Lastwagenanwendung dank der Investitionssicherheit für den Güterverkehr keinerlei Bedeutung für Lieferwagen und Personenwagen findet.

Der vollständige «10-Punkte-Plan zum Gelingen der E-Mobilität»:

1. 5-jähriges Moratorium der Automobilsteuer auf E-Fahrzeuge

Beschleunigt Transformation auf CO2-neutrale Antriebstechnologien durch niedrigere Kaufpreise.

2. Steuerliche Begünstigung bei Installation von privaten Ladestationen und Recht auf Laden

Schafft stärkere Anreize für Hauseigentümer, Arbeitgeber und Investitionswillige – profitieren würden insbesondere Mieter.

3. Preistransparenz beim öffentlichen Laden

Löst einen funktionierenden Preiswettbewerb zwischen den Anbietern aus, von dem E-Autofahrer profitieren.

4. Vollständige Liberalisierung des Strommarktes

Resultiert in kostengünstigeren Tarifen für private Nutzer beim Heimladen und am Arbeitsplatz.

5. Konsequenter Verzicht auf kostentreibende «Swiss Finish»-Regulierungen

Vermeidet Rechtsunsicherheit bei Anbietern und verhindert massive Verteuerung der E-Mobilität in der Schweiz.

6. Keine rückwirkende Inkraftsetzung der CO2-Verordnung

Vermeidung widerrechtlicher Sanktionierung von bereits abgeschlossenen Inverkehrsetzungen und Verkäufen.

7. Flexibilisierung des CO2-Absenkungspfads

Vermeidung der Verteuerung der individuellen und gewerblichen Mobilität durch flexible Anpassung der CO2-Zwischenziele an die Marktgegebenheiten.

8. Technologieoffenheit

Ermöglicht Wettbewerb und die besten emissionsfreien Antriebe bzw. führt dazu, dass das Potenzial der verschiedenen Antriebsarten ausgeschöpft werden kann – nicht nur für Neufahrzeuge, sondern auch für den bestehenden Fuhrpark.

9. Harmonisierung der kantonalen Motorfahrzeugsteuern, MWST-Verzicht auf neue BEV prüfen

Spürbare Vergünstigung elektrischer Mobilität insbesondere für Private. Bürokratiearmer Schub in Richtung Netto-Null, angesichts gut laufender Bundesfinanzen.

10. Attraktivitätssteigerung von E-Lieferwagen

Anschub für elektrische Lieferwagen bis 4,25 Tonnen und Senkung der Hürden für Unternehmen beim Umstieg auf E-Mobilität.

Weitere Auskünfte:
Christoph Wolnik
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2089203  20.02.2025 CET/CEST

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Politisch geschürte Unsicherheit befeuert Nachfragerückgang

Politisch geschürte Unsicherheit befeuert Nachfragerückgang

auto-schweiz / Schlagwort(e): Sonstiges
Politisch geschürte Unsicherheit befeuert Nachfragerückgang

04.02.2025 / 16:42 CET/CEST


Neue Personenwagen Januar 2025

Bern, 4. Februar 2025

Das Auto-Jahr 2025 hat mit dem schwächsten Januar des laufenden Jahrtausends begonnen. Gerade einmal 14’788 neue Personenwagen sind im vergangenen Kalendermonat in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein immatrikuliert worden. Damit wurde das bereits tiefe Marktniveau aus dem Vorjahresmonat nochmals um 2,9 Prozent unterboten. Die Verunsicherung und Kaufzurückhaltung von Herrn und Frau Schweizer sind deutlich spürbar, insbesondere die Nachfrage nach Steckerfahrzeugen verharrt auf dem Niveau des Gesamtvorjahres. Angesichts der anhaltenden Rechtsunsicherheit zur CO2-Verordnung ist der Bundesrat angehalten, auf eine rückwirkende Inkraftsetzung zu verzichten und stattdessen ein Rahmenprogramm für Elektromobilität vorzulegen, dass sich an der Marktrealität orientiert.

Um rund 20 Prozent sollen die Emissions-Zielvorgaben für neue Personen- und Lieferwagen ab 2025 sinken, zudem sind erstmals Zielwerte für schwere Nutzfahrzeuge vorgesehen. Doch weiterhin herrscht völlige Unklarheit über deren genaue Ausgestaltung, denn der Bundesrat wird wohl nicht vor dem zweiten Quartal über den Inhalt der Verordnung zum CO2-Gesetz entscheiden. Den wirtschafts- und branchenschädlichen Entwurf hat auto-schweiz wie auch zahlreiche Wirtschafts- und Strassenverkehrsverbände sowohl während der Vernehmlassung als auch öffentlich mehrfach scharf kritisiert. Sollten die Vorschläge eins zu eins umgesetzt werden, drohen den Schweizer Automobil-Importeuren horrende Strafzahlungen von bis zu einer halben Milliarde Franken jährlich. Zudem hat ein Gutachten von Rechtsprofessor Peter Hettich von der Universität St. Gallen aufgezeigt, dass die geplante rückwirkende Inkraftsetzung auf Jahresbeginn widerrechtlich ist.

Steckerfahrzeuge verharren auf Vorjahres-Marktanteil
Gleichzeitig stockt die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen, die mit ihren niedrigen Emissionswerten zum Erreichen der Zielvorgagen beitragen. So betrug der Marktanteil an Elektroautos im Januar 19,7 Prozent, was nur knapp über dem Wert des Gesamtjahres 2024 von 19,3 Prozent liegt. Bei den Plug-in-Hybriden, die neben einem Verbrennungsmotor auch über einen E-Antrieb mit grösserer Batterie und einer Auflademöglichkeit über das Stromnetz verfügen, zeigt sich ein ähnliches Bild. Sie machten im ersten Kalendermonat des Jahres 9,2 Prozent der Neuimmatrikulationen aus, während sie im Jahr 2024 auf einen Marktanteil von 8,7 Prozent kamen. Zusammengerechnet waren also 28,9 Prozent der neuen Personenwagen sogenannte Steckerfahrzeuge.

«Vom 50-Prozent-Marktanteil der Steckerfahrzeuge bei neuen Personenwagen, wie er in der Roadmap unter der Ägide der früheren UVEK-Vorsteherin Simonetta Sommaruga als Ziel formuliert wurde, sind wir derzeit meilenwert entfernt», konstatiert auto-schweiz-Präsident Peter Grünenfelder. «Wunsch und Wirklichkeit klaffen deutlich auseinander. So sind die neuen CO2-Zielwerte unerreichbar, es drohen Sanktionen in dreistelliger Millionenhöhe, die zu Stellenverlusten und Betriebsschliessungen im Automobilgewerbe führen werden. Wir fordern den Bundesrat daher nachdrücklich dazu auf, die Ausgestaltung der CO2-Verordnung massiv zu entschärfen und zudem auf die rechtswidrige rückwirkende Inkraftsetzung zu verzichten.» Ausserdem sei es dringend angezeigt, ein Rahmenprogramm für die Elektromobilität vorzulegen, dass sich an der Marktrealität orientiert, so Peter Grünenfelder weiter: «Wir werden im Laufe des Februars unsere konkreten Forderungen und Vorschläge vorlegen, wie die Attraktivität elektrischen Fahrens in der Schweiz ohne staatliche Zwängerei und in einer marktwirtschaftlichen Ordnung deutlich gesteigert werden kann.»

Die detaillierten Zahlen nach Marken stehen auf www.auto.swiss zur Verfügung. Die Auswertungen von auto-schweiz basieren auf Erhebungen des Bundes, die Daten sind möglicherweise vorläufig und nicht abgeschlossen.

Weitere Auskünfte:
Dr. Peter Grünenfelder, Präsident
T 079 458 08 63

peter.gruenenfelder@auto.swiss

Christoph Wolnik, Stv. Direktor, Mediensprecher
T 079 882 99 13

christoph.wolnik@auto.swiss



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2081065  04.02.2025 CET/CEST

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Ausgeglichene Bilanz des Nutzfahrzeugmarktes 2024

Ausgeglichene Bilanz des Nutzfahrzeugmarktes 2024

auto-schweiz / Schlagwort(e): Sonstiges
Ausgeglichene Bilanz des Nutzfahrzeugmarktes 2024

28.01.2025 / 14:20 CET/CEST


Neue Nutzfahrzeuge 2024

Bern, 28. Januar 2025

Der Schweizer Markt für neue Nutzfahrzeuge hat im vergangenen Jahr einmal mehr seine Robustheit unter Beweis gestellt, trotz schwacher Konjunkturentwicklung. Mit 42’205 registrierten Neuimmatrikulationen wurden 2024 gerade einmal 38 Zulassungen weniger gezählt als im Vorjahr. Bei der Entwicklung der einzelnen Sektoren waren jedoch grosse Unterschiede feststellbar: Sachentransportfahrzeuge bleiben gefragt, die Nachfrage nach Liefer- und Lastwagen verharrt auf hohem Niveau. Hingegen scheint der Camper-Boom, der vor fünf Jahren mit dem Ausbruch der Covid-Pandemie seinen Anfang nahm, nun ein Ende genommen zu haben. Die Aussichten für 2025 deuten auf einen weiterhin konstanten Bedarf der Wirtschaft nach Nutzfahrzeugen hin. Grosse Sorgen bereiten der Schweizer Automobilwirtschaft jedoch die neuen CO2-Zielwerte für Nutzfahrzeuge und die unzureichenden Rahmenbedingungen für die E-Mobilität für die gewerbliche Nutzung. Gelingt es nicht, den Elektroanteil merklich auszubauen, erwartet die Branche hohe Sanktionsfolgen.

Die Expertengruppe Konjunkturprognosen des Bundes musste ihre Wachstumsaussichten für 2024 im Dezember erneut senken. So soll das Bruttoinlandprodukt (Sportevent-bereinigt) im vergangenen Jahr gerade noch um 0,9 Prozent gewachsen sein. Für das angebrochene Jahr 2025 sieht die Prognose ein Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent vor. Die Bilanz des Schweizer Nutzfahrzeugmarkts 2024 belegt den ungebrochenen Bedarf der Wirtschaft nach Fahrzeugen aller Art. Sowohl leichte Lieferwagen bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht als auch schwere Lastwagen untermauern stabil die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Schweiz.

Ein eindrückliches Wachstum legten im vergangenen Jahr denn auch die schweren Nutzfahrzeuge über 3,5 Tonnen an den Tag. Mit 4’876 Zulassungen lag ihre Zahl 11,6 Prozent über dem Vorjahresniveau von 4’369. Das Plus ist zu einem gewissen Teil auch der stetig wachsenden Nachfrage nach Elektro-Trucks zu verdanken, welche 2024 einen Rekord-Marktanteil von 11,8 Prozent erreichten. Der Vorjahreswert hatte noch bei 8,8 Prozent gelegen. Von den insgesamt 574 elektrisch angetriebenen Lastwagen 2024 entfallen allein 159 auf die Gewichtsklasse zwischen 18 und 26 Tonnen Gesamtgewicht. Hier kamen in einem Jahr erstmals mehr E-Fahrzeuge auf die Strasse als Diesel-Lastwagen (155).

«Diese Entwicklung ist erfreulich und angesichts der zum Jahresbeginn 2025 eingeführten CO2-Abgaben auf schwere Nutzfahrzeuge eine gute Ausgangslage», hält auto-schweiz-Direktor Thomas Rücker fest. «Die Zahlen zeigen, dass die Schweizer Transportunternehmen in klimafreundliche Logistik investieren, wenn die Investitionssicherheit für alternative Antriebe gegeben ist.» Dazu zähle auch die Automobilwirtschaft selbst, so Thomas Rücker: «Viele unserer Mitglieder wollen die Auslieferung ihrer Fahrzeuge, insbesondere von Elektroautos, CO2-neutral gestalten und fragen daher vermehrt nach E-Autotransportern für die Fahrzeuglogistik. Von diesen sind deshalb immer mehr auf unseren Strassen zu sehen.» Dennoch besteht nach wie vor massiver Verbesserungsbedarf bei den Rahmenbedingungen für elektrisch angetriebene Lastwagen, etwa bei der Schnellladeinfrastruktur entlang der Nationalstrassen und der Regelung der leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe für elektrische Antriebe nach 2030.

Bei den leichten Nutzfahrzeugen (Lieferwagen und leichte Sattelschlepper bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht) konnte mit 30’529 Inverkehrssetzungen ein kleines Plus von 0,9 Prozent zum Vorjahr erzielt werden. Einmal mehr hat sich dieses Segment als Gradmesser für das allgemeine Wirtschaftswachstum erwiesen, liegen doch die Zuwachsrate an leichten Nutzfahrzeugen und die Konjunkturprognose des Bundes für 2024 gleichauf. Die Mitglieder von auto-schweiz sehen für den weiteren Jahresverlauf 2025 ein weiteres Wachstum von rund 5 Prozent voraus. Ihre gemittelte Marktprognose liegt bei 32’000 neuen leichten Nutzfahrzeugen bis zum Jahresende.

Gleichzeitig war im vergangenen Jahr ein Rückgang der Steckerfahrzeuge bei den Lieferwagen zu beobachten. Der Gesamtmarktanteil von elektrischen Antrieben ging von 12,6 Prozent im Vorjahr auf 8,1 Prozent im Kalenderjahr 2024 zurück. «Dieser Verlauf ist alles andere als zufriedenstellend und der fehlenden Attraktivität der E-Mobilität in diesem Segment geschuldet», führt Thomas Rücker aus. Anders als bei Lastwagen gebe es keinen positiven Effekt bei den wirtschaftlichen Kaufkriterien: «Dies wird im Hinblick auf die strengeren CO2-Vorgaben für 2025 eine fast unlösbare Aufgabe für die Autowirtschaft. Wir erwarten vom Gesetzgeber eine Rücksichtnahme auf diese Marktrealitäten, wenn es um die Details der CO2-Verordnung geht, und ein spürbares Bekenntnis zur Schaffung guter Rahmenbedingungen für gewerbliche Elektromobilität.» Andernfalls sehe die Branche enorme Sanktionszahlungen für die Verfehlung von Zielvorgaben auf sich zukommen, die zulasten von Arbeitsplätzen und der Gesamtwirtschaft gingen, so Rücker.

Als einziges Segment mussten die neuen Personentransportfahrzeuge im vergangenen Jahr ein Minus hinnehmen. Ihre Zahl ging um 10,7 Prozent auf 6’800 Neuzulassungen zurück. Ausschlaggebend waren einmal mehr die Wohnmobile, von welchen mit 5’930 Fahrzeugen 10 Prozent weniger auf die Strassen gekommen sind als 2023. Vom Höchststand an neuen Campern, der inmitten der Covid-Pandemie im Jahr 2021 mit 7’588 erreicht wurde, hat sich ihre Zahl mittlerweile um 21,8 Prozent reduziert.

Zusammen mit den 239’535 neuen Personenwagen sind im Jahr 2024 in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein insgesamt 281’740 neue Motorfahrzeuge in Verkehr gesetzt worden. Im Vergleich zum Vorjahreswert von 294’457 stellt dies einen Rückgang um 12’717 Neuimmatrikulationen oder 4,3 Prozent dar.

Die detaillierten Zahlen nach Marken stehen auf www.auto.swiss zur Verfügung. Die Auswertungen von auto-schweiz basieren auf Erhebungen des Bundes, die Daten sind möglicherweise vorläufig und nicht abgeschlossen.

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Christoph Wolnik
Stv. Direktor, Mediensprecher
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2076383  28.01.2025 CET/CEST

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Universität St.Gallen gründet «auto-schweiz Lehrstuhl für Mobilität»

Universität St.Gallen gründet «auto-schweiz Lehrstuhl für Mobilität»

auto-schweiz / Schlagwort(e): Sonstiges
Universität St.Gallen gründet «auto-schweiz Lehrstuhl für Mobilität»

21.01.2025 / 08:59 CET/CEST


Erforschung von Mobilitätsfragen

Bern, 21. Januar 2025

Ende 2024 haben die Universität St.Gallen und auto-schweiz eine Fördervereinbarung zur Finanzierung eines Lehrstuhls für Mobilitätsmanagement unterzeichnet. Der Aufbau der Forschungseinrichtung soll zentrale Themen wie die Transformation der Automobilindustrie und die Mobilität der Zukunft wissenschaftlich ergründen und begleiten. Die Schaffung des «auto-schweiz Lehrstuhls für Mobilität» wird durch einen grosszügigen Förderbeitrag der Vereinigung Schweizer Automobil-Importeure von 2,68 Millionen Franken an die Stiftung der Universität St.Gallen ermöglicht. Die Kooperationsvereinbarung sieht eine Laufzeit von acht Jahren vor.

Die Automobilindustrie steht weltweit vor grossen Herausforderungen und befindet sich mitten im grössten Transformationsprozess ihrer weit über einhundertjährigen Geschichte. Megatrends wie Digitalisierung, Elektrifizierung oder Automation bieten ein enormes Potential für künftige Geschäftsmodelle, bergen gleichzeitig aber auch Risiken für etablierte Strukturen, etwa im Fahrzeughandel oder der Mobilität. Mit einem Förderbeitrag über insgesamt 2’680’000 Schweizer Franken will auto-schweiz eine tiefgehende wissenschaftliche Begleitung dieser Themen durch die Universität St.Gallen (HSG) ermöglichen. Der mit dem Förderbeitrag geschaffene «auto-schweiz Lehrstuhl für Mobilität» soll zeitnah gegründet und mithilfe eines Berufungsverfahrens besetzt werden.

«Die HSG ist eine der fortschrittlichsten und innovativsten Wirtschaftsuniversitäten in Europa», hält auto-schweiz-Präsident Peter Grünenfelder fest. «Gleichzeitig ist die Automobilindustrie der Motor der Wirtschaft und investiert mit ihrem unerschütterlichen Zukunftsglauben jedes Jahr Milliardenbeträge in Forschung und Entwicklung neuer Technologien. Unsere Zusammenarbeit und die Erforschung von Zukunftsthemen durch die HSG ist also nichts als konsequent. Mit dem neuen auto-schweiz-Lehrstuhl für Mobilität erhält die Automobilität als einer der gewichtigsten Schweizer Wirtschaftssektoren eine fundierte wissenschaftliche Begleitung bei der Bewältigung der heutigen und zukünftigen Herausforderungen.»

Mit der Partnerschaft ermöglicht auto-schweiz der HSG den Aufbau zusätzlicher Kapazitäten und Expertise auf dem Gebiet des Mobilitätsmanagements, wo sich wichtige Zukunftsfragen stellen. Zum Lehrstuhl gehören eine Assistenz- sowie eine Sekretariatsstelle (100 respektive 50 Stellenprozent). «Wir sind auto-schweiz sehr dankbar, dass sie uns unterstützen, zukunftsträchtige Lösungen für ein optimales Zusammenspiel aller Mobilitätsangebote zu entwickeln», so Prof. Dr. Manuel Ammann, Rektor der HSG. Entsprechende Partnerschaften geht die HSG nur ein, wenn die Freiheit von Forschung, Lehre und Publikation jederzeit vollumfänglich gewährleistet ist. Entsprechend nimmt auto-schweiz keinen Einfluss auf den Berufungsprozess oder die inhaltliche Arbeit am neu zu schaffenden Lehrstuhl.

Die Themenvielfalt, aus welcher der «auto-schweiz Lehrstuhl für Mobilität» der HSG seine künftigen Forschungsgebiete auswählen kann, ist schier unerschöpflich. So sei etwa die künftige Entwicklung der Elektromobilität und ihr Beitrag zur Emissionsreduktion derzeit ein zentrales Betätigungsfeld der Automobilwirtschaft, erklärt auto-schweiz-Direktor Thomas Rücker: «Gleichzeitig werden aber auch andere Lösungen ihren Platz haben und die Bedürfnisunterschiede der verschiedenen Fahrzeugarten im Gesamtsystem Verkehr und Mobilität sind nicht zu unterschätzen. Hinzu kommen raumplanerische Herausforderungen, insbesondere beim Zusammenspiel verschiedener Verkehrsträger, sowie Trends von Digitalisierung und Automation.» Auch die Bezahlbarkeit und die uneingeschränkte Verfügbarkeit von Mobilität für die gesamte Gesellschaft stelle eine wichtige Fragestellung der Zukunft dar.

Medienmitteilung als PDF

Foto von der Unterzeichnung der Fördervereinbarung

Von links nach rechts:
Thomas Rücker, Direktor auto-schweiz
Dr. Peter Grünenfelder, Präsident auto-schweiz
Prof. Dr. Manuel Ammann, Rektor der Universität St.Gallen
Prof. Dr. Andreas Herrmann, Direktor des Instituts für Mobilität

Weitere Auskünfte:
Christoph Wolnik
Stv. Direktor, Mediensprecher
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christoph.wolnik@auto.swiss



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2071287  21.01.2025 CET/CEST

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